Südosteuropa 2018

Veranstaltungen, an denen BIGler und Freunde teilnehmen oder gemeinsame Unternehmungen.
Alex1989
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Südosteuropa 2018

Beitragvon Alex1989 » 29.10.2017, 16:41

Hallo,

Der einzige grund warum ich mir die BIG gekauft habe ist um mit ihr auf Tour zu gehen. Dieses Jahr hat es mich gut 2000km von Köln über Nürnberg, den Nördlichen teil Tschechens bis hoch in die Sächsisch/Böhmische Schweiz und über Thüringen zurück getragen. Die gesamtzeit lag hierbei etwa bei 1,5 Wochen. Doch nun möchte ich die Planung für eine echte Tour angehen, die mich nun auch das erste mal überhaupt weiter aus Deutschland herraus führen soll. :moto:

Ich habe bereits für Juni/Juli 2018 einen 4 Wöchigen Urlaub eingereicht und bereits bestätigt, aber noch nicht genehmigt bekommen. Ich bin aber guter dinge das ich diesen so bekomme. Für 3 dieser 4 Wochen ist die Tour an sich vorgesehen. Es soll mich wieder von Köln über Nürnberg nach Tschechen genauer nach Prag führen. Von dort aus soll es richtung Krakau, weiter durch die Slovakei nach Budapest, an den Balaton und an die Mittelmeerküste Kroatiens. Hier möcht ich ganz gern ein stück an dieser entlang fahren und noch ein Zipfel von Slovenien mitnehmen bevor es richtung Italen nach Venedig geht. Von dort aus werd ich 2 möglichkeiten haben die mich beiderseits in die Alpen führen werden und die letzte Woche der Tour darstellen. Entweder geht es nach Innsbruck oder Wien (zu einem Freund) und von dort aus ganz gemütlich im Autoreisezug wieder heim.

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Ich möcht die Städte und die Landschaften sehen und genießen. Ich will im Mittelmeer baden gehen und einfach einen schönen Urlaub erleben. 8)
Dabei will ich abwechselnd im Zelt oder einer Pension/Hostel übernachten und maximal 350km Tagesetappen fahren, so das ich vor ort noch etwas davon habe dort zu sein.

Die BIG soll diesen Winter dafür fit gemacht werden. Ein Neuer Lenker, Stahlflex, neue Bremsbeläge, Sturzbügel, neue Koffer und statt Topcase eine Gepäckbrücke. Dann dürfte die Kriegskasse für den Umbau auch recht leer sein. Vor der Tour selbst werd ich dann natürlich noch einmal eine komplette Inspektion machen. Aber bis dahin ist noch lang hin...

Nun suche ich natürlich Tipps für Ausflugsziele in den Städten, Ländern, spezielle Routen und natürlich ein paar Tips worauf ich speziel achten sollte uvm... :o
Vieleicht hat ja jemand zeit und lust und lässt mich nicht allein fahren. .

Voller vorfreude, Grüße Alex :P
Gruß Alex :prost:

Bambi
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Bambi » 29.10.2017, 17:51

Hallo Alex,
guck mal mit den Suchbegriff Balkan 2013 nach Aynchels damaliger Reise. Vielleicht findest Du dort hilfreiche Tips. Viel Spaß bei dem Unternehmen und auf daß der bereits mit den Vorbereitungen beginnt, der Spaß!
Schöne Grüße, Bambi
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Indyjaner » 29.10.2017, 18:22

@Alex:
...oder den Start vom Jahrestreffen im Saarland aus Planen. Da kannste Dir die Tipps von den Profis persönlich am Lagerfeuer abholen und anschließend sofort umsetzen. Mit Sicherheit kannste da auch nochmal einen Technikcheck machen - der dann sowieso gemacht wird. :D

Gruß
Indy
Ich mag Eintopf und mehr:
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Aynchel » 29.10.2017, 19:44

Bambi hat geschrieben:Hallo Alex,
guck mal mit den Suchbegriff Balkan 2013 nach Aynchels damaliger Reise. Vielleicht findest Du dort hilfreiche Tips. Viel Spaß bei dem Unternehmen und auf daß der bereits mit den Vorbereitungen beginnt, der Spaß!
Schöne Grüße, Bambi



tach Bambi

das war ne andere Gewichtung
wir hatten nur ne Woche und der Fokus lag auf OffRoad
trotzdem hier der Link

viewtopic.php?f=16&t=81310&p=229960&hilit=Aynchel+balkan+2013#p229765
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)

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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Alex1989 » 29.10.2017, 20:27

Bambi hat geschrieben:Hallo Alex,
guck mal mit den Suchbegriff Balkan 2013 nach Aynchels damaliger Reise. Vielleicht findest Du dort hilfreiche Tips. Viel Spaß bei dem Unternehmen und auf daß der bereits mit den Vorbereitungen beginnt, der Spaß!
Schöne Grüße, Bambi


Werd ich machen. :)

Aynchel hat geschrieben:tach Bambi

das war ne andere Gewichtung
wir hatten nur ne Woche und der Fokus lag auf OffRoad
trotzdem hier der Link

viewtopic.php?f=16&t=81310&p=229960&hilit=Aynchel+balkan+2013#p229765


Reizen würde mich ein gewisser Offroadanteil auch schon, aber bis mal auf nem Feldweg zu fahren hab ich noch nie mehr gemacht und hätt doch respekt davor. :shock:

Indyjaner hat geschrieben:@Alex:
...oder den Start vom Jahrestreffen im Saarland aus Planen. Da kannste Dir die Tipps von den Profis persönlich am Lagerfeuer abholen und anschließend sofort umsetzen. Mit Sicherheit kannste da auch nochmal einen Technikcheck machen - der dann sowieso gemacht wird. :D

Gruß
Indy

Mein Urlaub beginnt 1 Woche später. Vieleicht kann ich ja trotzdem mal vorbei kommen wenn ich Frei hab und es passt. :hmm:
Gruß Alex :prost:

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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Aynchel » 29.10.2017, 21:05

Alex1989 hat geschrieben:..........Reizen würde mich ein gewisser Offroadanteil auch schon, aber bis mal auf nem Feldweg zu fahren hab ich noch nie mehr gemacht und hätt doch respekt davor. :shock: ........


einfach mal in nen Schotterweg abbiegen wenn es sich anbietet

fürn bisschen mehr Mitas E07 oder Heidenau Scout montieren

der weite Weg findet sich von ganz alleine
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Alex1989 » 29.10.2017, 23:35

Naja der Mitas E07 ist aktuell auch dauf. :hmm:
Gruß Alex :prost:

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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon advancer » 30.10.2017, 17:00

Zadar? :nono: Nee, taugt nicht. Dubrovnik, oder wenn zu weit lieber ne Nacht in ´Laibach´.
:prost:
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Alex1989 » 30.10.2017, 17:10

Die Karte dient nur der groben Orientierung. Genaue Routen werden frei Schnautze oder nach entsprechenden vorschlägen gestaltet. Also Zadar muss nicht. Da ich aber nach Slovenien rein wollte, bietet sich Laibach gut an. :)
Gruß Alex :prost:

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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Alex1989 » 01.05.2018, 22:16

Also ich kram das hier mal raus.

Im MZ Forum hat sich ursprünglich jemand gefunden mit dem ich die Tour verändert zusammen fahren wollte. Jetzt hat er aus Privaten gründen Abgesagt. :(

Also stehe ich erstmal allein da...Drum einfach mal die frage in die Runde, ob jemand ab dem 8/9.06 Lust und zeit hat mit mir zu Fahren? Von der Route her bin ich Flexibel, da die zuletzt geplante route nur zu etwa 30% der hier gezeigten entspricht. Ende der Route wäre der 29.06 in Innsbruck. Von hier aus soll es mit dem Autozug nach Düsseldorf gehen. Da wäre evtl sogar noch 1 Ticket für 1 Person inkls Reservierung und Motorrad über...

Vieleicht hat ja wer zufällig zeit und lust auf Kroatien und co für ca 3 wochen ihne dabei sich ein bein aus zu reißen?

Gruß Alex
Gruß Alex :prost:

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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Alex1989 » 03.07.2018, 23:49

So ich hole das jetzt mal hoch und werd nun in einzelnen Abschnitten von meiner Tour berichtet. Es waren ja doch gut 3,5 Wochen und 5470km. Das in einen Beitrag zu klatschen wäre mir echt zu viel.

Ich bin am 08.06.2018 gegen die Mittagszeit aufgebrochen. Wenngleich es platzregen ähnlich schüttete und ich von unterstand zu Unterstand fuhr. Wie ich mit der Fähre dann über den RHein fuhr, hörte es endlich auf. Anschließend ging es recht unspecktakulär auf direkten Weg über den Westerwald ins Fränkischer Neustadt an der Saale. An derTankstelle Fragte ich nach einem Campingplatz und bin ca 15km weiter auf einen kleinen gefahren. Hier habe ich 2 Radfahrer getroffen die von Hamburg nach Tirol Radeln und wärend dessen für ihre Spendenaktion "Radeln gegen Blutkrebs" machten. Die 2 wurden vom Bürgermeister und Leiter des Campingplatzes eingeladen und bekamen für 2 nächte einen Wohnwagen. Später wurden wir 3 noch zum Bier am Lagerfeuer vom örtlichen Musikverein eingeladen. Dabei hab ich auch eine interessante Unterhaltung mit einem anderen Motorradfahrer der mir den Komanstausee empfohlen hat.

Tags darauf ging es weiter richtung Tschechen. Erst war das Wetter bombe, fast schon viel zu warm doch kurz nach einem Besuch bei unserem Schraubi fing es wieder Platzregenartig an zu Regnen. Ich suchte wieder ein Unterschlupf und genauso ging es bei Regenpausen weiter richtung Tschechen. Kaum war ich in Tschechen, hat es aufgehört zu regnen und es ging richtung Budweis. Ich wollte mir die Stadt etwas ansehen und ein leckeres Bier trinken. Außerdem waren es von dort nur 130km bis Etsdorf am Kamp in Österreich, wo ich am Folgetag Nachmitags in ruhe hin aufbrechen wollte. Nun war es aber so, das ich am Marktplatz gut 4-5 Hotels abgeklappert hatte und alle waren sie voll. Ok, also Handy raus das ich extra für die Tour besorgt habe und via Booking.com ein Zimmer gebucht. Anschließend hingefahren. Es war keiner da ich habe geklingelt, geklopft und angerufen - mehrmals - Es tat sich nichts. Also hab ich den entschluss gefasst zum David durch zu fahren. Um 22:30 bin ich dann bei ihm angekommten. 580km an dem Tag. Die BIG ist zwar eine Reiseendur, aber trotzdem hat mir der hintern gebrannt!

So konnte ich am Sonntag, nach nun schon 900km einen Ruhetag einlegen und bin morgens um 3Uhr mit dem David nach Wien und hab mir mal die Arbeit eines Lokführerkollegen in Österreich angesehen. Wir waren in der Pause in einem Wiener Kaffehaus und haben uns im ganzen einen schönen Tag gemacht.

Montag ging es weiter nach Ungarn an den Plattensee. Ich wollt ins Wasser! Es ging teils über Nebenstraßen, teils über Landstraßen richtung Ungarn. Alles recht unspecktakulär an den Ausläufern der Alpen vorbei und drüber hinweg. Aber sehr schön. Doch so langsam hatte ich Hunger und ich sach ein Schild zu einer Burgruine und dort soll es Essen geben. Also hab ich eingebogen und dann war da schon das Burgtor. Ich also Rechts auf die Wiese, aber nicht nachgedacht das diese abschüssig ist. Und Schon lag das Motorrad da.. und der Aluträger vom G+G träger hats verbogen. Also Motorrad aufrichten, was essen und dann hab ich das abgebaut, gerichtet und wieder angebaut. Anschließend hab ich die Burgruine mir angeschaut und es fing an zu regnen. Wie ich zurück ans Motorrad wollte, schüttete es wieder richtig... toll.
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Nachdem es aufgehört hatte, ging es nach Ungarn. Das Wetter besserte sich, das Land war aber Platt und unspecktakulär. Die Dörfer zu sehen war ganz nett aber so, naja. Kurz vorm Balaton bin ich noch an einer Burg vorbei gefahren die ich doch ganz gern besichtigt hätte, aber wofür die zeit schlichtweg fehlte. Sehr schade!
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Doch dann endlich am Balaton, am Campingplatz angekommen... leider nicht der Beste, oder ist das überall so? :kratz: Das Wasser war Braun,der Seeboden sehr schlammig, der Badebereich war das reich von den Enten und einer Schwanfamilie. Und so sah es da auch aus. :| Naja, Zelt aufgebaut und was essen gegangen. Das war dafür super lecker!

Dienstag sollte es dann richtung Serbien gehen. Aber zuerst habe ich nach einen Aussichtspunkt gesucht von wo aus ich den Balaton sehen konnte. Mein Navi kannte auch einen solchen, also hin. Aus der Straße wurd dann ein Schotterweg, daraus ein Feldweg und es kam kein Hinweißschild, das Navi meinte ich wäre am ziel und ich bin weiter gefahren. Gelandet bin ich in einem verwaisten Dorf in den Weinbergen. Es war wirklich schön da, aber alles Leer. Ich vermute das sind Ferien oder Wochenendhäuser?! Es wirkte dennoch gepflegt. Nun ich hatte meine Aussicht und bin weiter, dann wurd es ein Waldweg und kurz darauf kam wieder Asphalt. Das waren meine ersten 2-3km "Offroad" :lol: Schee wars.
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Anschließend weiter zur FÄhre. Hier war das Wasser miteinmal Türkisblau. :shock: Also auf die Fähre und Fotos machen. Als diese dan anlegte und einen heftigen Ruck gab, fiel mein Motorrad entgegen des Seitenständers, genau auf den Koffer und der war nun Verbogen. Der Deckel geht noch immer ganz gut drauf und Wasser ist später trotz dessen nicht rein gekommen. Ich werde ihn wohl trotzdem richten lassen. Zum glück war aber eine ungarische Horde Motorradfahrer da, so das die BIG schnell wieder stand. So konnte es weiter gehen. Das Wetter hielt und so hab ich an einer Tankstelle pause gemacht. Die Ungaren und der Tankwart waren recht interessiert, von wo, wohin usw es geht. Dann mein erster Grenzübertritt mit Passkontrolle seit Polen im Schengener Raum ist. Kroatien für 1 Nacht. Ich hatte einen kleinen Campingplatz nahe der serbischen Grenze ausgemacht. Der war super schön und ich der einzige Gast. Das erste mal begegneten mir diese Bauruinen. Teilweise normale Häuser, teilweise relative Punkbauten, teilweise Bewohnt, teilweise dem Verfall preis gegeben. Das hab ich anschließend im gesammten ex Jugoslawischen raum wieder gefunden und frage mich wie das kommt. Hat das noch etwas mit der Jugoslawiengeschichte zu tun oder wie? Weiß jemand mehr?
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Jedenfalls hab ich mein Zelt aufgebaut, war Lecker essen in einem kleinen Restaurant in der nähe. Auch hier Traf ich für ein kurzen plausch ein paar Kroaten. Die nacht habe ich dann doch liebe im Vorraum der Toilette verbracht, so wie es Gedonnert, Geblitzt, Gestürmt und Geregnet hat. So ein Gewitter war mir völlig unbekannt. :shock: Gut das die Toilette frisch renoviert und sauber war. :lach:

Mittwoch ging es dann weiter nach Serbien. Leider habe ich die Hubbrücke die ich recht bald Passiert habe nicht Fotografiert, die war schon ziemlich cool. Es ging jedenfalls nach Sombor um sich mit Geld zu versorgen. Dort angekommen habe ich erfahren das ich wegen einer Familären sache nach Belgrad in die Botschaft muss. Das wetter war mit einem Platzregen passend zu meiner Situation. :( Nach dem Regen ging es erstmal weiter richtung Valjevo wo ich ein Zimmer gebucht habe. Das Wetter war unterwegs durchwachsen... und Serbien Platt wie eine Flunder. Straßen über Km gerade aus. Aber wieder war es Spannend durch die Dörfer zu fahren und das Dorfleben zu sehen. In dem Bereich Serbiens scheint Fahrradfahren wohl sehr inn zu sein, denn es gab teils mehrere Fahrradläden pro Dorf. Dann ging es mit einer sehr uhrigen Fähre über die Donau, wo ich auch einen Donauschwaben oder ehm Gastarbeiter kennen lernte, der perfekt Deutsch sprach. Eine sehr nette begegnung.
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Nach der Donau ging es in den sehr Kurvigen Frushka Gora National Park. Leider gab es kaum aussichten. Dafür umso mehr Bienenstöcke. Und wer wollte konnte den Honig direkt vor ort kaufen. Mit einer Regenpause an einer Tankstelle ging es dann weiter nach Valjevo. Hier war hatte ich ein Hochzeitshotel erwischt. Kein Gastrobetrieb und massig Zimmer. Alles eigentlich nur für Hochzeiten mit einem riesigen Veranstaltungssaal. Der Betreiber war super nett, hat mir die "Scheune" als unterstand angeboten für das Motorrad und wollte am Morogen es noch eben mit dem Kärcher putzen. Aber kein wort Englisch :lol: Der Checkout gestaltete sich ebenso schwierig, bis eine Mitarbeiterin kam, die Englisch sprach. Da es keinen Gastrobetrieb gab habe ich mich aber am Abend auf die suche gemacht und dabei sind mir sehr viele Streunerhunde aufgefallen. Die Tiere tun einem echt mega leid. Nachdem ich nichts gefunden habe, außer einen der üblichen Kiosks wie es sie in jedem Dorf im ex Jugoslawischen raum gibt habe ich mir ein paar Nudeln, ein Bier (2L) und etwas Pesto an der Tankstelle geholt. Und schon Folgte mir ein solcher Streunerhund. Was hat mir das Tier leid getan, war aber auch froh als er aufgegeben hat. :| Nun die Nudeln hat mir dann der Hotelbetreiber gekocht und so hatte ich was zum Essen. :biggrin:

Donnerstag, der Tag sollte eigentlich nicht toll werden, denn ich musste in die Botschaft nach Belgrad. Das auf schnellsten weg und so war die Fahrt nicht Spektakulär. Nach etwas suchen, weil die Botschaft in der Kanadischen Botschaft, 4Std aufenthalt, viel Schweiß und Geld für eine DHL Expressendung nach Deutschland war ich wieder raus. Die Expresssendung hat mich 85€ gekostet, für 1 Blatt Papier. :| Nun es ging wieder zurück über Valjevo nach Bajina Basta. Dort hab ich wieder ein Hotel gebucht, als ich die Wettervorhersage gesehen habe. Auf dem weg Dort hin winkte mir einer in einem Dorf in einem GS Shirt... naja einfach mal Anhalten. Er sah schon aus wie ein echter Rocker, aber super nett. :ja: Er hat mir eine Cola für den Tankrucksack und eine Cola für direkt zum Trinken ausgegeben. Wir haben uns unterhalten und er erszählt das er demnächst nach Japan will. 2Monate, 30.000km um CHina herrum nach Wladiwostock und dann auf die Fähre. :D
Es ging dann sehr bald weiter und ich näherte mich dem Tara Nationalpark. Viele Kurven, Serpentinen hoch und runter, einfach klasse. Aaber entweder war ich bereits in den Wolken oder der Nebel war so dicht. Man hat nichts gesehen. :(
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In Bajina Basta angekommen hab ich erstmal das Hotel gesucht. Der Eingang war blöderweise in der Fußgängerzone. Man gab mir einen sicheren Stellplatz im Hinterhof für das Motorrad und dann wollt ich was außerhalb des Hotels Essen. Es gab aber nur Cafe Bars oder Fastfoodbuden. :shock: Naja also hab ich mal einen Serbischen Burger gegessen und mich danach für 2 Bier in eine Kneipe verzogen.

Freitag, das Wetter sollte sich nicht bessern. Den ganzen Tag hatte ich in Serbien nur einen ziemlich Nervigen Sprühregen. So habe ich mir für Montenegro auch etwas vorgebucht. Trotzdem bin ich richtung Tara Nationalpark gefahren um zumindest am Rand entlang gefahren zu sein. In Serpentinen ging es dann den Berg hinauf und am ende durch den Berg in den Wald. Die Sicht teilweise keine 20m. Aber kaum Verkehr. Kurz vor Kremna Tauchte eine art Dorf auf. Es entpuppte sich als die ehm Heimstätte 2er Serbischer Hellseher die die Zukunft vorraussagten. Ich hab zwar etwas Infomaterial, mehr weiß ich grad auch nicht. :D
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Es ging weiter richtung Montenegro. Landschaftlich war es der Hammer! Hügel, Wiesen, hier und da ein paar Bäume. Man dachte, es wäre das Auenland aus Herr der Ringe. :lol: Aber das Wetter... :| Dann kam die Grenzstraße nach Montenegro. Die war ein Traum. Das hat Spass gemacht dort zu fahren. Am Serbischen Grenzposten lagen eine menge an Streunern herrum, erst friedlich doch dann verfolgten diese mich kurz. In Montenegro kamen mir dann die ersten Motorradreisenden entgegen und nach einem kurzen stop an einem kleinen Supermarkt ging esweiter nach Plav. Die ersten Moscheen vielen mir auf und 500m weiter eine Kirche. Es scheint zu funktionieren. In Plav angekommen, hab ich mein Zimmer bezogen, bin etwas durch die Stadt gelaufen. Es war Ramadan, so gab es nichts zu Essen und viele Geschäfte hatten zu. In der Pension hab ich dann eine Deutsche Motorradreisegruppe kennen gelernt, 2 davon knabbern an den 80. :shock: War dann ein sehr netter Abend...
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So war meine erste Woche. Fast jeden Tag Regen und Nass und dank dessen war ich oft im Hotel. Aber all das sollte sich in der nächsten Woche ändern. Doch die kommt später- :wink:
Anbei noch ein überblick über meine ungefähre Route.
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Teil 2 folgt bei Gelegenheit. Da wird es dann wohl auch deutlich mehr Bilder geben. Ich hab mit dem MZ Forum und Hier gut 1,5 Std bestimmt hier dran gesessen. Also sind Fehler nicht ausgeschlossen. :)
Gruß Alex :prost:

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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Bambi » 04.07.2018, 01:01

Hallo Alex,
ja ... wenn einer eine Reise tut ...
Bin schon gespannt auf die Fortsetzung!
Ein paar Worte wegen der kaputten und aufgegebenen Häuser. Vielleicht hilft Dir bei der Erklärung die Erzählung eines ehemaligen Versicherten aus dieser Gegend. Er hatte während seiner Arbeit hier in Deutschland auf dem Bau im Urlaub mit seinen Ersparnissen zu Hause ein Haus gebaut. Dann kam der jugoslawische Bürgerkrieg. Eines Tages kommt er aufgelöst in meine Geschäftsstelle und sagt, daß er gestern Abend Nachrichten aus der Heimat geschaut hat. 'Sehe ich auf einmal Giebel von meine Haus. Dann kommt Rakete ... Haus kaputt!' Viele Träume und viele Leben sind dort in den 90-er Jahren auf furchtbare Weise zu Ende gegangen ...
Offenbar hast Du das dank Deiner Jugend (der Balkan-Konflikt dauerte von 1991 bis 2001) nicht wirklich mitbekommen. Ich hatte viele Versicherte von dort, die als Gastarbeiter vor allem auf deutschen Baustellen gearbeitet haben. Deren Erzählungen waren zum Teil schrecklich! Ich hoffe im Gedenken an diese Geschichten inständig, daß nur noch die kaputten Häuser als Mahnmale bleiben und die Wunden langsam heilen! Die Meisten waren und sind freundliche und liebe Menschen und hatten das alles gewiß nicht verdient.
Liebe Grüße, Bambi
Zuletzt geändert von Bambi am 04.07.2018, 08:22, insgesamt 1-mal geändert.
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Alex1989
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Alex1989 » 04.07.2018, 01:17

Ich habe es mir warlich schon gedacht, das diese Häuser Kinder des Krieges sind und von Flüchtlingen verlassen wurden. Zerstört hab ich so direkt keines dieser Häuser gesehen, anders in Mostar, dort gab es noch zerstörte Häuser. Diese waren alle angefangen zu bauen und wurden verlassen. Andere sind wie erwähnt angefangen zu Bauen, sind Bewohnt und wirken das sie auf vollendung warten. Dieses scheint aber gängige Praxis zu sein. Denn unterwegs gab es die ein oder anderen Häuser in diesem Stil die gerade gebaut wurden. So gab es in Albanien sogar ein ganzes Dorf oder eine Stadt die aus solchen Häusern, relativ Neu entstanden. Aber, in Albanien waren solche Bauruinen eher Rar.

Im Nächsten Teil wird es in jedem fall mehr Bilder geben. Ich hoffe noch auf die Bilder vom Siggi, den ich an der Albanischen Grenze traf und mit dem ich 4 Tage gefahren bin. Das wird die reine Bilderflut. Denn Albanien, war mein Highlight. :good:
Gruß Alex :prost:

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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Alex1989 » 04.07.2018, 15:17

So weiter geht es mit dem Teil 2 und der 2en Woche meiner Tour. Und ich muss sagen, allein für den ersten und zweiten Tag der Woche hatte sich diese Tour gelohnt. Aber es wurd noch besser. :)

Samstag der 16.06.2018. Es ging von Plav richtung Albanien. Nachdem ich Tanken war bin ich erstmal um den See herrum gefahren und prompt kamen mir die ersten Schafe auf der Straße entgegen. Das sollte sich unterwegs auch noch widerholen, mit div anderen Tieren wie Ziegen, Eseln, Kühen. :lol: Allerdings hab ich von weiteren Begegnungen keine Fotos gemacht.

Nun ging es weiter richtung Grenze, die nicht weit entfernt war. An der Grenze lernte ich den Siggi aus Bamberg mit seiner älteren Kawasaki Versys kennen. Da wir beide das Ziel Koman hatten haben wir uns entschlossen zusammen zu fahren. Und so ging es nach den Grenzformalitäten los. Die ersten 500m Albanische Straße bestanden rein aus Kiesel/schotter. Aber mir hat in Plav bereits eine Schweizerin berichtet, der rest der Straße ist futschneu. Also ging es dann über eine Holzbrücke... und wieder ein Foto vergessen, hinein in die Berge und auf die neue Straße. Ich muss sagen, das war ein absoluter Landschaftscut. Vom Üppigen Montenegro um Plav sind wir in karge Felsberge gelandet und es ging in Kurven an der Albanisch/Montenegrischen Grenze entland und dann den Grabompass in Serpentinen hinauf. Oben angekommen hat man bereits das Potential erkant und eine Aussichtsplatform errichtet. Wärend unseres Aufenthaltes kam sogar ein Albanisches Fernsehteam. Und die Straße war wirklich tiptop zum fahren! Fast zu gut meinte man, aber es kam noch anders.
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Hinter dem Pass ging es dann langsam richtung Skodra und man sah bereits eine weite ebene mit dem Skutarisee. Dort ging es dann doch recht Flott nach Shkodra hinein. Eine lebendige Kleinstadt die wir aber nur kurz streiften und für den Geldwechsel nutzten. Was wir gar nicht hätten machen brauchen, dann man kann überall mit Euro zahlen. Der Albanische Lek ist halt quasi nichts wert. Was aber an der Stadt bereits aufgefallen ist, das sie entegen dem allgemein bekannten Müllproblem in Albanien absolut sauber war! Auch später hat sich das andererorts wieder gespiegelt. Dafür lag entlang der Straße außerhalb der Ortschaften müll.
Nun ging es von Shkodra aus richtung Koman und hier wurden wir wieder wach gerüttelt und das im warsten sinne des Wortes. Denn die letzten ca 40km vor Koman war die Straße eine reine Schlaglochpiste. Der Siggi fuhr hinter mir und meinte, er wäre neidisch das ich quasi über die löcher Geflogen bin, doch ich hab selbst gemerkt das das Federbein hinten 2-3 mal durchgeschlagen ist. Dabei sind wir nicht schneller wie 30-40, wenn es mal ging 50 gefahren. Und bereits jetzt hatte ich das Gefühl zwischen den Welten zu fahren, denn während zwischen Montenegro und Albanien es eher Grau/Grün ist, war es hier Rot/Braun/Grün und die Grillen haben lauthals gezirpt. Man kam sich vor wie in Rohan (Herr der RInge) oder dem wilden Westen. Anders, als wenn man durch Gondor fährt (wieder Herr der RInge). Es war so genial und ich war überwältigt.
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In Koman angekommen fragten wir nach der rüttelpartie nach dem Weg zur Fähre. Und dieser war nagelneu. Es ging durch den 450m langen Tunnel und da standen wir, wurden direkt von ettlichen Menschen umringt die uns Tickets und Hotelübernachtungen und gefühlt auch ihre Schwester verkaufen wollten. Hier ist es geschehen, wie ich mein Fährticket vorzeigen wollte hab ich wohl mein Autozugticket verloren. Denn für die Fähre hab ich bereits vorgebucht gehabt. Also konnten wir unsere Motorräder bereits auf der Fähre abstellen und haben dann im Hotel eingecheckt. Da die netten Herren nicht mehr Englisch konnten als einem ein Fährticket zu verkaufen, gestaltete sich das zuerst etwas schwierig, auch das bezahlen. Naja es ging da und dann sah ich die zimmer... ich lass hier einfach Bilder sprechen :rofl: Das zimmer hat Pro Person wohl bemerkt 20€ gekostet. :lol:
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Wir haben dann noch ein wenig das Treiben uns angesehen und dann kamen nach und nach einige Personenfähren an, wovon eine ziemlich genial ist und sich erst auf dem zweiten Blick als Bus um den ein Boot gebaut wurde entpuppte. :D :lol:
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Am Sonntag konnten wir, auch wenn das Hotel mehr eine Saubere Absteige und das Essen nicht soo pralle war, stressfrei auf die Fähre steigen und die Fahrt genießen. Der Komanstausee, 1 von 3 Staustufen, schlängelt sich ca 35km wie ein Fjord durch das Gebirge und bietet einfach Faszinierende anblicke. Unterwegs gibt es einzelne Gasthäuser, welche mit dem Personenboot erreichbar sind und seehr gemütlich wirken. Das diese sich wohl lohnen hat sich bemerkbar gemacht, denn es war eine nicht unerhebliche anzahl an Rucksacktouristen unterwegs. Auch haben wir ein Junges paar kennen gelernt, das mit einem Merzedes Transporter 6Monate durch Europa tourt.
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Von Fierza ging es dann in vielen, vielen Kurven ca 120km nach Kukes. Dabei hatte man wieder das gefühl durch den wilden Westen zu fahren. Es war wie eine bergige Steppe mit ein paar Bäumchen. Am Rand des ganzen erstreckten sich die Albanischen Alpen und dann fanden wir sie, diese Westernmiene. Das haben wir zum Anlass eines kleinen Quatschfotos ausgenutzt :D
Es war Landschaftlich aber einfach nur überragend und auf der Straße hat sich die Warung der Schweizerin bewarheitet. Sie war überwiegend sehr gut, trotzdem sollte man nicht mehr wie 40-60 Fahren, da hinter jeder Kurve dreck auf der Straße liegen kann, die Straße stark beschädigt sein kann oder Tiere auf dieser stehen könnten.
So sind wir dann mit einem Zwischenstop nach Kukes gekommen und haben für 2 Tage im Hotel eingecheckt. Einfach mal einen Tag pause machen.
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Montag haben wir uns nach dem Frühstück entschlossen einen Rundgang durch die Stadt und dem Markt zu machen. Die Stadt selbst ist dabei nicht sehr besonders, doch fallen einem div Kuriositäten schon auf. So gibt es in Albanien keine Supermärkte, Baumärkte oder ähnliches. Alles scheinen kleine Geschäfte zu sein, wo man in einzelnen kleinen geschäften das bekommt, was man braucht, wie Baumaterialien, Gatengeräte usw. Dann kamen wir auf den Markt, der zuerst nur ein reiner Kleidungsmarkt ist und wenig spektakulär war. Dann gingen wir in die Gassen und da wr es weit belebter. Siggi kaufte sich ein Zigarettenetui und bekam eine Zigarete mit Albanischen Taback ausgegeben. Sehr nette Leute hier. Auch einer mit seinem Lastenmoped den ich Fotografierte hat sich extra Posiert und darüber gefreut.
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Anschließend wollten wir etwas Trinken gehen und sind in eine Bar hinein gegangen. Ohne das wir was sagten, hat uns jemand als Deutsche identifiziert. Kurz darauf wurden wir zum Kaffe und Raki eingeladen. Der Nette Herr hieß Mustafa. Er Importiert u.a. aus Deutschland Autos nach Albanien und konnte deswegen ganz gut Deutsch. Dazu gesellte sich später Jugert, welcher es einmal als Asylbewerber versucht hat und auch recht gut Deutsch kann. So konnten wir uns ganz gut verständigen und wurden von den beiden zum Abendessen in einem entlegenden Restaurant eingeladen.
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Daraufhin ging es ersteinmal in das Hotel zurück. Hier habe ich ersteinmal meine Wäsche wieder abgeholt. Am Vormittag hatte ich gefragt ob oder wie ich meine Wäsche waschen könnte, da hat der Oberkellner diese mir aus der Hand genommen und sie der Putzfrau gegeben. Ich bekam sie dann gewaschen, getrocknet, und zusammen gelegt wieder zurück. Und man wollte kein Geld dafür haben. :shock: Also alles verstaut, ein kleines Nickerchen gemacht und dann ging es wieder zur Bar. Meine Kamera hab ich aus Höflichkeit im Hotel gelassen...was sich dann doch als fehler herraus stellte. Nun ging es aber erstmal in einem Albanischen Auto und ich hab nie gedacht, das ich je in einem solchen sitzen werde zu dem Restaurant. Dabei haben wir mehrere Zwischenstops an einer alten Wassermühle, des tollen Ausblicks, einem Bunker und einem neuen großen Wasserkraftwerk zwecks Fotos eingelegt. Als wir am Restaurant ankamen, begann es leider zu Regnen, so das wir uns hinein gesetzt haben. Es gab Bier, Raki und ein super leckeres Essen mit super leckerem, super zarten Lamm, div Käsesorten, einem Rührei/Käsemix (auch seeehr lecker) und Brot. Das Essen war einfach nur genial. Und wir haben für 5 Personen nur 35€ bezahlt. Also ich vermute, für das Essen, hätte man bei uns 35€allein pro Person bezahlt. Dann ging es wieder zurück zum Hotel.
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Am Dienstag haben wir 4 uns dan nocheinmal in der Bar getroffen und verabschiedet. Dabei haben sich auch die Wege von Siggi und mir getrennt. Ich wollte über land nach Theht und er auf schnellsten weg (Autobahn) ans Meer. Also haben wir uns Verabschiedet sind noch bis zur Tankstelle gemeinsam gefahren und dann ging es getrennt weiter. Ich bin über land, wieder über eine Landschaftlich grandiose Strecke, die teils richtig wie eine Bergwüste wirkte gefahren. Ich hätte eigentlich mehr Bilder machen sollen, aber wie das so ist. Man kann nicht 5km Fahren und sofort wieder Bilder machen. Man will ja auch vorran kommen. :moto: Mit ca 40-60 ging es die sehr Kurvige Strecke, welche auch die ein oder anderen kleine und starke Schäden hatte, ca 120km richtung Shkodra zurück.
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Von dort sollte es nach Theth gehen. Da ich nun nur mit dem Navi Fuhr und die Karten nutzte um zu Planen wo es als nächstes hin gehen sollte, hat mich dieses auf dem weg nach Thet auf einen Feldweg geleitet der nur aus runden teils Faustgroßen(oder größer) steinen bestand. Nach ca 5km hatte ich die Kontrolle verloren und bin gestürzt. Mir ist dabei nichts Passiert, aber das Trägersystem von einem meiner Koffer hats leicht erwischt. Mit viel Fluchen hab ich es geschafft das Motorrad ohne Gepäck wieder auf zu richten und das Trägersystem gerichtet. Aber einen weiteren Sturz wollte ich nicht, was wenn ich mir das nächste mal was Breche? Nun 500m weiter kam wieder Asphalt und dieser führte mich zurück auf die HAuptstraße von der ich abgefahren bin. Also war die Aktion ziemlich unnötig. :evil: Nichts desto trotz, geht es nur unbefestigt nach Theth. Also bin ich dennoch nach Montenegro zurück und habe mir in Danilovgrad ein Hotel genommen, was auch eine gute Idee war, wie sich am nächsten Tag zeigte.

Mittwoch ging es dann richtung Dubrovnik. Die ersten 70km ging es durch die Montnegrischen Berge. Mehr wie 30-40km/h waren nicht möglich, denn die straße war sehr eng und dazu Kurvig, wenn auch im guten Zustand. Unterwegs gab es dafür viele tolle ausblicke und am ende hab ich dann noch eine Pause eingelegt und wieder an einem der Typischen Kiosk versorgt. Und hier sieht man auf dem Bild einmal, was man so in Montenegro fährt. Golf und Polo...so manch ein Fan bekommt dort das weinen, entweder wegen der Menge an Fahrzeugen oooder wegen des Zustandes. :lach: :lach:
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Von dort ging es mit einem Schwenk über Bosnien Herzigowina und einer Pause auf dem Berg mit der Orthodoxen Kirche von Trebinje. Von hier hat man einen genialen ausblick auf die Ungebung, kann die Kirche besuchen und direkt nebenann noch etwas Trinken und Essen. Bei dem Ausblick ist das gewiss ein Beliebter Treffpunkt der Einheimischen, aber auch Touristen!
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Dann ging es weiter und endlich, das Meer, die Adria. Nahe Dubrovnik habe ich nach langem mal wieder mein Zelt aufgestellt und bin mit einem Shuttleboot nach Dubrovnik. Und ich muss sagen, die Stadt ist das reine Tourizentrum und eine Gelddruckmaschine. Und schlecht zu fuß sollte man auch nicht sein, was Venedig an Brücken und Kanälen hat, hat Dubrovnik an Treppen mal 100. :shock: Für die Runde über die Stadtmauer habe ich 150kuna, ca 20€bezahlt. :shock: Aber es hat sich gelohnt, man hat einen tollen Überblick auf die Stadt und die Adria. Ich hatte nebenher ein Film zur Geschichte der Stadt ansehen können. Vor allem mit dem Schwerpunkt auf den Krieg von 1991. An anderer stelle hab ich mich geärgert, nicht die Badehose drunter gezogen zu haben. Denn an den Felsen neben der Stadtmauer gibt es 2-3 Bars mit Bademöglichkeiten. Zumal ich die Zeit dazu gehabt hätte. Wie ich dann um 20Uhr mit dem Letzten Boot zurück gefahren bin, war es leider schon dunkel, und an baden am Strand nicht zu denken. Es ist unglaublich wie früh dort die Sonne untergeht. Aber auch wenn ich nicht baden war,war es ein wirklich super klasse Tag.
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Entlang der Fahrt zurück ging es an einigen Hotelrouinen vorbei. Hier hat man auch noch spuren des Krieges gesehen, da diese teils zerbombt waren...

Am Donnerstag ging es dann weiter nach Mostar. Von Dubrovnik sind das etwa 150km, oft recht unspecktakuläre straßen... außer ich wäre über das Hinterland gefahren. Aaaber ich wollt ja unbedingt an der Adria entlang. Nun mit einem kurzen Badezwischenstop kam ich doch recht bald in Mostar an, nach einigen Suchen hab ich meine Pension auch gefunden und das in einem Hinterhof neben einer kleinen Mosche. Die Gastgeber waren super nett und der Hof von der Pension super gemütlich, direkt oberhalb des Flusses und das ganze unweit von der Innenstadt entfernt. Nachdem ich mich umgezogen hab, bin ich auch direkt los. Und ich muss sagen, Kontroverser geht es kaum, in Mostar begegnen sich Islam und Christentum und man lebt friedlich offenbar ohne diskusionen zusammen. Man kann Fotos von Moscheen mit Kirchen oder Kreuzen im Hintergrund machen. Ich weiß natürlich nicht, ob das nur für die Touris so friedlich ist, denn Mostar ist 100% Touristisch erschlossen. Es gibt ettliche Pensionen/Hotels, gefühlt 100 Tünefläden und die Brückenspringer, machen daraus aus ein riesen specktakel bevor sie springen und sammeln bei den Touris spenden ein. Was mich in Mostar etwas erschrocken hat, ist das man hier in massen aus Gewehrpatronen gebastelte Pfeifen oder Kugelschreiber kaufen kann, obwohl die Stadt im Krieg 1993 stark zerstört wurde. Darüber gab es an der Brücke auch eine sehr eindrucksvolle Fotoausstellung. Auch findet man unweit der Altstadt noch immer zerstörte Häuser.
Natürlich führte mich der weg dann auch in die "Besucher" Mosche. Für ganze 6€ konnte man in die Mosche und auf das Minaret hinauf. ALso wie haben Tourismus dort wirklich verstanden. :shock: Naja, man macht es aber halt mit. Der Aufstieg auf das Minaret ist sehr steil und eng, entgegen kommen darf da einen keiner. Auf dem weg runter musst ich sogar runter rufen das ich komme, weil gerade offenbar welche hoch wollten. :lach: Diese Warteten dann auch unten. Oben sollte man schwindelfrei sein, denn das Minaret ist gewiss 30m hoch und die Brüstung nicht gerade sehr hoch.
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Wie ich wieder unten war, bin ich auf einem kleinen Markt gelandet und man wurd sofort belagert alles mögliche zu kaufen, das war echt schlimm wie aufdringlich die waren. :| Ich hab mich dann los lösen können und bin an den Ruinen vorbei und wollte von einer Straßenbrücke aus ein Foto auf die Altstadt machen. Doch miteinmal ging die Kamera nicht mehr und es fing an zu regnen. Aus dem Regen wurd ein handfestes Gewitter und ein prächtiger Platzregen. Noch gerade so kam einer mit einem Schirm auf mich zu, und half mir mich unter zu stellen. Er entpuppte sich als Stadtführer, konnte Deutsch und bot mir für 20€ eine Führung mit besuch einer normal nicht besuchern zugänglichen Mosche an. Naja, dacht ich mir, kann man mal machen. Aber dann schlug er vor, weil wir nich so ganz trocken standen in das Geschäft gegenüber zu gehen... wir also hin und die hatten die türen zu, weiter um die ecke und ich war bis auf die Unterhose nass. :shock: Als ich ihn dann sagte, das aus der FÜhrung nix wird, hat er mich gefühlt 10min angebettelt das ich ihn doch wenigstens 10€geben solle, er habe Kinder, die brauchen Pempers usw... unddas mit einer Hartnäckigkeit. :shock: Irgendwann war er dann weg. Und nach weiteren 10min konnte ich ins Hotel zurück. Dort hat mich total erschrocken die Frau vom Pensionsbetreiber gesehen und angeboten meine sachen zu Trocknen. Kurz darauf, kam sie mit einer kleinen Leckerei zu mir und hat die Nassen sache mitgenommen. Wie es aufgehört hat zu regnen ging es wieder in die Altstadt. Es war derweil dunkel. Ich ärgerte mich, kein Stativ dabei gehabt zu haben. Es war wirklich wunderschön! Und ich hab super lecker gegessen, sowie ein Deutsches junges Pärchen kennen gelernt. So war ich den Abend nicht allein. :)


So das war es mit Teil 2. Ich habe jetzt über 3 Std hier und im MZ Forum daran gesessen. Wann Teil 3 Kommt weiß ich noch nicht so genau, da ich heute in die Nachtschicht gehe.
Anbei nochdie Route der Woche. Und da google die Komanfähre nicht kennt, gibts 2 Bilder.
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Gruß Alex :prost:

Aynchel
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Aynchel » 04.07.2018, 16:51

Der Komanstausee, ..........


....... ist langweilig geworden
der alte Seelenverkäufer war wenigstes noch was für die Adrenalipumpe :lol:

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und beim Tunnel unten an der Mauer sollte man auf tiefhängende Kabel achten :shock:

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hat sich das mit dem schwimmenden Müll endlich mal gebessert ?

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die Albaner und ihr Müll ist eh ein schlimmes Thema
die müssen es wirklich noch lernen
Aynchel aus Meddersheim
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)

Alex1989
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Alex1989 » 04.07.2018, 17:02

Also dieses Wrack hat sich noch immer nicht vom Fleck bewegt und liegt noch immer ca 1km vor dem Fähranleger in Fierza. Wo man einen nagelneuen Anleger gerade baut. Und eine große Fähre ist uns auch entgegen gekommen. Aber der Müll ist nicht so extrem gewesen wie auf deinem Foto, war dennoch vorhanden. Auch am Straßenrand fand man immer wieder etwas. Aber die Städte waren pikeobello sauber.
An der Stdtgrenze von Kukes sind wir auch an einer großen Deponie vorbei gefahren.

Und der Komanstausee ist nunmal ein Tourimagnet. Es sind eine ganze masse an Personenfähren und Boten unterwegs, die zu der vielzahl an entlegenen Pensionen oder Gasthäuser fahren. Auf der Fähre waren ja auch fast nur Touris. Rucksacktouris, wir 2 mitn Motorrad, 1 Deutsches Ehepar mit einem Leihwagen, das Junge Pärchen mit dem Merzedes Transporter, 2 Nagelneue Albanische Land Rover undso... also das waren alles Touris.

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Ich denke, wer schnell aus richtung Shkodra richtung Kosovo will, der nimmt die neue Autobahn und so bleibt die Fähre für die Touris. Man kann diese ja auch bereits Online buchen und mit paypal bezahlen. :gps: Aber es ist zum glück nicht so ein massentourismus wie in Dubrovnik oder den Plitvicer Seen...auch wenn beides warlich sich sehen lassen kann. Aber die Preise. Was ein glück das ich noch vor der Hauptsaison an den Plitvicer Seen war, die wollen jetzt 250kuna, ca 35€ Eintritt. :rms: Aber die Leute zahlens. Bei dem Preis hätte ich nein gesagt. Denn die leute werden da auch relativ durchgeschleust...
Gruß Alex :prost:

Bambi
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Bambi » 04.07.2018, 17:39

Hallo Alex,
tolle Geschichte!
Deshalb 'Man kann nicht 5km Fahren und sofort wieder Bilder machen.' habe ich gelegentlich meine Kamerafrau auf dem Sozius dabei. Iris ist inzwischen äußerst geübt darin und macht tolle Bilder ...
z.B.:

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Ein befreundetes Paar macht seine Bilder während der Fahrt. Dabei hängen deren Kameras an einer stabilen Schnur an der Jacke und bei Bedarf wird sie dann beim Rollen mit der rechten Hand gegriffen, grob gezielt und geschossen. Auf diese Weise haben wir unglaubliche Bilder ihrer diesjährigen Südamerika Tour aus Peru, Bolivien und Argentinien gesehen!
Schöne Grüße, Bambi
\'Find me kindness, find me beauty, find me truth\' (Dreamtheater \'Learning to live\')
Tip: http://www.morow.com (fantastisches Progressive Rock Radio)

Alex1989
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Alex1989 » 04.07.2018, 19:30

Klar so kann man das auch machen. Aber die BIG mit Sozius und Gepäck. :hmm: Das word grenzwertig. Zumal ich ja schon über die Hälfte der zulässigen zuladung ausmache. :D
Gruß Alex :prost:

Silke
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Silke » 05.07.2018, 05:47

Haha! Da haben wir schon im selben Bett gelegen! Das am Fähranleger. Es hat uns aber glaub 20€ für zwei gekostet, also gesamt. Mehr ist es auch nicht wert. Da haben die wohl kräftig angezogen---- oder Euch beschubst :-) Grad bei booking geschaut: Doppelzimmer 20€, da gab's bei Euch wohl ein "Kommunikationsproblem"....
Danke für die vielen Bilder! Da wurden Erinnerungen wach! :-) Auch an das Bett, das wir ja nun beide kennen :-)
Silke
Seit 27.2.2018 mit zwei alten DRs auf Weltreise: https://motorradreise.blog/

Björn
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Re: Südosteuropa 2018

Beitragvon Björn » 05.07.2018, 16:30

Hey Alex,

vielen Dank für deinen Bericht. :good: :good: :good:

Das macht viel Vorfreude auf den Balkan. Ich werde mit meinem Vater im September nämlich auch dorthin aufbrechen. :moto: :moto:

Und hätte mal ne Frage an dich. Wie ist so die allgemein Verfügbarkeit von Zimmer? Findet man ohne vorherige Buchung eins oder muss man immer schon ein paar Tage vorher buchen?

Normalerweise sind wir mit Zelt unterwegs, aber der alte Herr ist nun auch ein gutes Stückchen über sechszig und fragt ob man diesmal nicht auf Zimmer umsteigen kann. :zzz:

Viele grüße
Björn

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