Tank entrosten!!!!

Alles was irgendwie mit der BIG (oder auch anderen) zu tun hat.
sepp-t
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Tank entrosten!!!!

Beitragvon sepp-t » 02.10.2010, 13:45

staubig hat geschrieben:aber was soll's..
Offtopic:
sepp-t hat geschrieben: :shock:

Bild


gruß staubig.


:prost: :coool: Bild
einfach nur weg und nie ankommen, das wärs ...
siehe ->Foto


p.s.
Es ist kein Zeichen geistiger Gesundheit
gut an eine kranke Gesellschaft angepasst zu sein.
(Jiddu Krishnamutri)

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Beitragvon DReaM » 02.10.2010, 18:45

Herzlich Willkommen auf den Seiten der IG DR-BIG !

Falls Ihr Fragen zur BIG, zum Forum oder zu Veranstaltungen und Stammtische der IG habt, schaut im Forum vorbei und stellt dort eure Fragen. Dazu die Bitte, bei Problemen mit der BIG zuerst die FAQ und das technische Unterforum durchschauen oder auch mal die Suchfunktion verwenden, damit nicht immer die gleichen Fragen gestellt werden. Wenn ihr öfters vorbeischauen wollt oder Fragen im Forum stellt, dann meldet euch doch bitte an. Die Anmeldung ist kostenlos.

Viel Spaß wünscht die IG DR-BIG


:lol:

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Beitragvon Immel » 02.10.2010, 20:37

DReaM hat geschrieben:Herzlich Willkommen auf den Seiten der IG DR-BIG !

Falls Ihr Fragen zur BIG, zum Forum oder zu Veranstaltungen und Stammtische der IG habt, schaut im Forum vorbei und stellt dort eure Fragen. Dazu die Bitte, bei Problemen mit der BIG zuerst die FAQ und das technische Unterforum durchschauen oder auch mal die Suchfunktion verwenden, damit nicht immer die gleichen Fragen gestellt werden. Wenn ihr öfters vorbeischauen wollt oder Fragen im Forum stellt, dann meldet euch doch bitte an. Die Anmeldung ist kostenlos.

Viel Spaß wünscht die IG DR-BIG


:lol:


:hi: blas mal nicht so die backen auf .. gerade mal 15 beiträge und dann einen aufen dicken machen :prost: :zwinker:
gruß aus dem Hunsrück

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Beitragvon DReaM » 02.10.2010, 22:24

Hehe, mein Lieblings-Hundsbuckler: Die Suche ergab 1789 Treffer: +DRea :gps:

:coool:

:freund:

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Beitragvon Offroad Guide 04 » 18.08.2012, 12:45

Hallo Leute,
bezüglich des Tankentrosten habe ich mal noch eene Frage: Hat von Euch jemand Erfahrungen mit Klorix gemacht. Herr Mank och genannt Prof. of Bastelking, hat den Tank mit einer eens zu vier Mischung geflutet. Dann eine Annode hineingehangen und die Sache unter Strom gesetzt. Der Efekt war erstaunlich.

Vielleicht lässt sich ja Herr Mank personlich uff dat Thema ein.

Gruß der Duke of Sand
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Roland
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Beitragvon Roland » 18.08.2012, 14:39

Gola geht ooch (wg. der Phosporsäure). Ameisensäure wurde auch schon genutzt uvm. Google mal ein bisschen

Greetz
Roland aus Bonn
Wer nicht schraubt - fährt nicht richtig

99er GS 1100: 129 Tkm
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87er KLR650A: ~90 Tkm

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Beitragvon Offroad Guide 04 » 18.08.2012, 16:11

Roland hat geschrieben:Gola geht ooch (wg. der Phosporsäure). Ameisensäure wurde auch schon genutzt uvm. Google mal ein bisschen

Greetz


Cola mit Eis trinke ich bei diesem Wetter lieber, als es in einen verosteten Tank zu kippen. Es ging mir mehr um den Hintergrund für die Rostauflösung bei Klorix und Spannung.

Also, nischt für unjut :hi:

Gruß der Chris
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Beitragvon Aynchel » 18.08.2012, 17:42

Dan Clorix in 1 zu 4 mit Wasser mischen und den Tank mit ner Elektrode bestromen ?
interesannt
Mank, sag mal was
Aynchel aus Meddersheim
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)

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Beitragvon linkablinka » 18.08.2012, 20:59

OK Cola löst auch ein wenig den Rost, aber Danclorix und Strom greift deutlich besser.

Hier eine gute Beschreibung zur Vorgehensweise: Tank entrosten leicht gemacht
Nach zehnjähriger Standzeit und jeder Menge Rost im Tank, wurde der Tank meiner Kawa wieder blitzblank.

Froeschl
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Beitragvon Froeschl » 18.08.2012, 21:25

Gut zu wissen, danke für den Link! :good:
Ist schon in den Lesezeichen abgespeichert...

Grüße
Christian
My Name ist Christian... but I'm not christian

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Beitragvon Mankmill » 18.08.2012, 22:20

linkablinka hat geschrieben:Hier eine gute Beschreibung zur Vorgehensweise: Tank entrosten leicht gemacht

Aynchel hat geschrieben:Mank, sag mal was


Ick bin kein mann der großen worte
wie man vorgehen muß steht ja im link oben oder hier Einmal Tank entrosten? Eins Achtzig, der Herr! das waren auch die einzigen vorgaben die ich hatte

also mein scheuenfund von 1957 stand etwa mind. 20 jahre im schupen der nicht grade das beste klima für ein moped hatte so iss auch der zustand vom krad rost rost rost aber wat soll ich sagen unterbrecher nachgesehen und gaser entkeimt und dat ding läuft
aber darum geht es ja hier nicht sondern um den tank

als ich den tank entleert hab hatte ich 400ml sprit und laut waage schonmal 60gr losen rost im meßbecher
dann eine anode zusammengebraten aus bewährungsstahl und eine mischung von 2ltr klorix und 4ltr wasser in den 6ltr fassenden tank gekippt anode rein darauf achten das kein kontakt zum tank entsteht ich hab einfach einen alten mopedschlauch zwischen geklemmt und das ladegerät minus am tank plus anner anode
da mein ladegerät aber nur 5A liefert waren die anliegenden 9A zuviel und das gerät schaltete ab aufgeben wollte ich aber nicht also mit starthilfekabel eine 74Ah Batterie zur unterstützung hinzugeklemmt dann zeigte das ladegerät nur noch ca 5A und hielt tapfer die 3 stunden durch
also wie grad erwähnt das ganze hatte ich 3 stunden am laufen und das ergebiss überzeugt
da der tank extrem rostig war werde ich das ganze wiederholen und den tank dann versiegeln

jetzt mal noch ein paar bildchen die ich so gemacht habe

Vorbereitung
Klorix klauen oder legal kaufen
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Tank entleeren
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Anschluß Benzinhahn verschließen ( hab mir ein konischen Buchestopfen gedreht und eingeschlagen)
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Bild

Anode dengeln
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jetzt gehts los
tank vorher
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anode rein und ladegerät anklemmen
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mit hilfe der Batterie liegen knapp 12V und ca 5A an
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nach kurzer zeit kamm legger rost schaum oben raus
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nach 3h sah die anode nach der entnahme so aus
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und so nach dem reinigen
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das Ergebniss
kann sich sehen lassen
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Alle sagen, das geht ja nicht,
aber dann kommt einer,
der weiß das nicht und macht es einfach

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Beitragvon Mankmill » 18.08.2012, 22:22

ach ja Chriss

bring den tank nächstesmal mit inkl der richtigen menge klorix und 3h zeit

dann brutzeln wa uns ein süppchen und werfen den grill an ;)
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Beitragvon Tomgar3 » 19.08.2012, 09:34

Mahlzeit.

Mal abgesehen von euren Sommerlochdiskussionen die ihr hier so führt.

1.) das Colagetue zum entrosten ist kompletter Blödsinn! Ja, es gibt zig Seiten die dieses Ideechen hochhalten, aber außer Flugrost und extrem viel Zeit bringt das gar nix. Da könnt ihr besser simples Backpulver nehmen in Kombination mit der Elektrolyse.

2.) Manks beschriebene galvanische Lösung ist die ganz simple elektrolytische Reinigung wie sie in jeder Galvanik betrieben wird, wenn auch dort mit anderen Konzentrationen. Es erfolgt keine Passivierung der Oberflächen. Einzhig durch den Überzug durch die Lauge wird das rohe Eisen vor neuem Rost geschützt, selbst nach mehrmaligem ausspülen ist im Normalfall diese Schicht noch minimalst vorhanden. Durch Benzin wird diese nicht gelöst, wohl aber durch die im Fahrbetrieb einhergehenden Bewegungen. Rostschutz ist hiermit also nicht erreicht sondenr nur simple Glückssache und Frage der Zeit.

3.) Die elektrolytische Version bietet bei Tanks wie unseren Big, leider einige Nachteile, welche mit dem Aufbau von Stromfeldern zu tun haben, die nunmal in die Pfalzen und Winkel unserer Tanks nur schwer krabbeln können.
Zum zweiten geht mit dieser Version "immer" ein Materialabtrag des Grundmaterials einher. Und das unsere Tanks nunmal keine 3mm Stahlkanister sind wissen wir wohl alle.

4.) 1L Phospphorsäure oder Ameisensäure lösen das Problem auch chemische Weise, ohne die oben genannten Nachteile. Zudem bieten beide ein Rostumwandlung, einhergehend mit abschliessender Passivierung der Oberfläche. Also praktisch für die Leute die eben nicht mit einer Innenversiegelung weitermachen wollen.

Das Wort zum Morgen
Regards
das Tom
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Beitragvon Aynchel » 19.08.2012, 14:52

moin Tom
Danke für die Info

mit welcher Konzentration sollte die Phospphorsäure eingesetzt werden ?
das man immer die Säure in kleinen Portionen ins Wasser gibt und NIEMALS umgekehrt weis ich
ich schreibs trotzem hier rein nicht das einer das falsch nach macht und im das um die Ohren fliegt

habe ich dich richtig verstanden, dass bei der Säure Variante der Rost wieder in Stahl zurückverwandelt wird ?
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Beitragvon Tomgar3 » 19.08.2012, 19:00

Aynchel hat geschrieben:moin Tom
Danke für die Info

mit welcher Konzentration sollte die Phospphorsäure eingesetzt werden ?
das man immer die Säure in kleinen Portionen ins Wasser gibt und NIEMALS umgekehrt weis ich
ich schreibs trotzem hier rein nicht das einer das falsch nach macht und im das um die Ohren fliegt

habe ich dich richtig verstanden, dass bei der Säure Variante der Rost wieder in Stahl zurückverwandelt wird ?



Hei Aynch.

Jau, da gibbet den Spruch: "Erst das Wasser dann die Säure, sonst geschieht das Ungeheure."

Ich hatte mal einen Pumpenrückschlag aus 96%iger Schwefelsäure der ein Schwall Wasser hinterherkam.
Im letzten Moment durch Reflex den Rücken hingedreht, sonst würd meine Front heute so Sch..e aussehen wie mein Rücken.

However, nein, du erhälst keinen blanken Stahl zurück :)
Grobe Brocken werden ausgefällt und die holst du als Grütze mit raus, der kümmerliche Rest geht eine chemische Verbindung ein, eine Mischung aus FE und dem Phosphor, angeregt durch die Säureanteile und die unterschiedlich vorhandenen Zustände der Eisenanteile in ihren jeweiligen Zustandsformen (Rost, Reinstahl), und es bildet sich Eisenphosphat welches sich auf der Oberfläche ablegt.
Diese dichte geschlossene Schicht ist unanfällig für neuerliche Korrosion.

Als Träger für weitere Nachbehandlung wie Innenbeschichtung würde ich dies aber nicht empfehlen, da die Oberfläche sehr passiv ist und keine gute Haftgrundlage bildet.

Warum also doch beschichten? Einfach nur deswegen weil die Phosphatschicht nicht ganz so belastbar ist wie eine gut gemachte Siegelung.
Umgekehrt ist es völlig easy alle 4 Jahre einmal den Tank mit der Lösung durchzuspülen und hat somit eigentlich immer den Überblick über seinen Tank.

Mischungsverhältnis?
Naja, nen Liter 72% oder 80%ige Säure langt.
Jetzt entweder rein in den Tank und solange immer mal brav schwenken bis gut ist :)
oder bis maximal 1:8 mischen und weniger schwenken dafür ein bisserl länger warten.
Alles über 1:8 nähert euch dem Colaprinzip an, je dünner desto schwächer die Wirkung.

Zur Entsorgung entweder Recyclinghof oder extrem verdünnen und ins Abwasser.
Ich bitte, nehmt den Weg zum Recyclinghof.!

Hab ichs brauchbar rübergebracht? :prost:

Besten Gruss
das Tom
Zuletzt geändert von Tomgar3 am 19.08.2012, 19:02, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitragvon sir frathu » 19.08.2012, 19:57

Aynchel hat geschrieben:Dan Clorix in 1 zu 4 mit Wasser mischen und den Tank mit ner Elektrode bestromen ?
interesannt
Mank, sag mal was


Ja hab ich auch gute erfahrung damit gemacht,wichtig ist nur den Tank hinterher sauber ausspühlen und schnell Trocken zu bekommen. :(

Leider hab ich meine nicht versiegelt,und wenn man nach einer Tour nicht wieder volltankt kommt er wieder der Flugrost. :shock:

lg Franz


HAVE A NICE DAY :coool:

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Beitragvon Aynchel » 19.08.2012, 21:44

Tomgar3 hat geschrieben:.....Hab ichs brauchbar rübergebracht? :prost:

Besten Gruss
das Tom


jep, klare Ansage :good:
bleibt noch meine Frage woher die 72% Phospphorsäure beziehen
ist das frei käuflich ?
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Beitragvon Carsten » 19.08.2012, 21:58

Aynchel hat geschrieben:[
bleibt noch meine Frage woher die 72% Phospphorsäure beziehen
ist das frei käuflich ?


Scheint so. Sogar der gute alte Quelle-Versand hat es, inkl. detaillierter Infos.
... beste Grüße aus dem sonnigen Süden von Berlin
Carsten
(Bekennender Spritzschutzträger. NEIN, ich werde ihn nicht abschrauben. Ist dran, bleibt dran!)

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Beitragvon Aynchel » 21.08.2012, 08:27

ja, es ist frei verkäuflich, zb hier: http://www.purux.de


und als Zulage haben sie noch ne gut gemachte Info:

Info zur Phosphatierung:

Die Phosphatierung ist ein Verfahren in der Oberflächentechnik, bei dem durch chemische Reaktionen von metallischen Oberflächen mit wässrigen Phosphatlösungen eine Konversionsschicht aus fest haftenden Metallphosphaten gebildet wird. Wird meist bei Stahl angewandt, kann aber auch für verzinkte oder cadmierte Stähle und Aluminium verwendet werden.

Hauptanwendungsbereiche sind Korrosionsschutz, Haftvermittlung, Reib- und Verschleissminderung sowie elektrische Isolation.

Bei der Phosphatierung erfolgt zunächst ein Beizangriff auf den Grundwerkstoff, bei dem Metallkationen unter Wasserstoff-entwicklung in Lösung gehen. Dann erfolgt die Schichtbildung durch Ausfällung schwerlöslicher Phosphate.

Je nach Art der Lösung kann es sich dabei um Eisen-, Zink-, oder Manganphosphatschichten handeln.

Bei der nichtschichtbildenden Phosphatierung stammen die an der Schichtbildung beteiligten Metallkationen aus dem Grundwerkstoff, die Metallkationen aus der Phosphatlösung sind nicht am Schichtaufbau beteiligt.

Bei der schichtbildenden Phosphatierung erfolgt der Schichtaufbau durch Metallkationen aus der Phosphatlösung, zusätzlich können Metallkationen aus dem Grundwerkstoff beteiligt sein.

Die Phosphatschicht haftet sehr gut auf dem Untergrund und erlaubt durch die mikroporöse beziehungsweise mikrokapillare Schichtstruktur eine gute Verankerung nachfolgender Beschichtungen. Deswegen werden Phosphatschichten sehr oft als Untergrund für Beschichtungen verwendet.

Zusätzlich erschwert sie die Unterrostung an schadhaften Stellen der Beschichtung. Phosphatschichten alleine bieten einen brauchbaren temporären Korrionsschutz, der für das Lagern vor einem nachfolgenden Verarbeitungsschritt oft ausreicht. Zinkphosphatschichten sind Eisenphosphatschichten in der Schutzwirkung überlegen. Der Korrosionsschutz der Phosphatierung kann durch Einölen oder Wachsen verbessert werden.
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Beitragvon Tomgar3 » 23.08.2012, 15:30

@Aynchel:

Jau, hamse schick beschrieben.
Nur das mit der Nennung als tragfähigen Untergrund unterschreibe ich so nicht.

Weil: Ja, kann man so machen, aber da sind in den Säurelösungen meist noch weitere Zusätze außer der Phosphorsäure mit drin. Die Zusammensetzungen variieren zudem in prozentualen Anteilen, Temperaturen und Wirkungszeiten.
Was ich sagen möchte, ausgeführt durch einen Fachmann gerne, aber nur mit Säure ohne weitere Kenntnis, da rate ich von ab.
Da es aber bisserl wie Lotto ist, kann oder kann nicht funktionieren, ist des zum Glück dem Hobbygalvaniseur selbst überlassen.

Was mir ergänzend zu meiner oben erfolgten Erläuterung einfiel: Die elektrolytische Reinigung wird im Regelfall nicht zum entrosten selbst benutzt.
Im Normalfall sind die Schritte:
Laugen/Beizen = Entfetten
Säurebad = entrosten
Elektrolytische Reinigung = Absprengung verbliebener Reste
kurzes anbeizen zur Aktivierung vor der weiteren galvanischen Behandlung.

Elektrolytische Reinigungen sind zumeist alkalisch, wie übrigens auch das Klorix, was im Allgemeinen nicht als Rostlöser dient.
Bedingt durch hohe alkalische Konzentration und den entstehenden Gasbildungen bei der dadurch meist anliegenden guten Leitfähigkeit wird
Rost eben dadurch abgesprengt dass sich das Untergrundmaterial immer mehr abträgt und in Lösungszustand wechselt.
Weil, Rost ist selbst nicht wirklich leitfähig, wird also nirgends gelöst. (Bei langer Daueranwendung werden in den Rostsammlungen Reste von Eisenbestandteilen aktiviert und dadurch werden Rostbrocken physisch zerstört, mehr nicht)
Rostreste die sich vom Eisen nicht trennen wollen, landen dann eben als Pusteblume an der Kathode.


Wollt ich nochen hinzufügend gesacht haben :coool:

Regards
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