Fahrwerksinstandsetzung

Alles was irgendwie mit der BIG (oder auch anderen) zu tun hat.
Alex1989
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Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Alex1989 » 14.07.2018, 06:20

Hallo Zusammen,

Ich habe da ein kleines großes Problem und suche den Rat und evtl Hilfe erfahrener BIG Fahrer und Schrauber. :)
Es ist so, dass das Fahrwerk meiner BIG dringend einer überholung bedarf, nur ergeben sich dabei einige Probleme. So kann ich das Motorrad nicht einfach demontieren, die teile befunden und 2 Wochen auf Ersatzteile warten, da ich nur eine Tiefgarage zur Verfügung habe. Und der Hausmeister hat schon stress gemacht als ich nach dem Winter die MZ angelassen und vorher den Regler getauscht hab...

Also folgendes, im reinen Straßenbetrieb ohne Gepäck ist alles tutti. Pack ich nun noch gepäck drauf, federt sie bereits so weit ein, das sie nicht mehr sicher auf dem Seitenständer steht. Aus dem grund ist sie mir bei der Tour beim Anlegevorgang auf der Fähre auf dem Plattensee umgefallen. Auch musste ich immer schauen, wo ich sie abstelle, damit sie sicher steht.
Auf der Straße nach Koman, sowie die Tage aufn Feldweg, wo das Fahrwerk richtig arbeiten musste, ist mir 2-3 mal das Federbein durchgeschlagen.

Zu dem ganzen kommt, irgendwann hat das Geld ein ende und ich plane auch einen Umzug nächstes Jahr. Nur am falschen Ende will ich dennoch nicht sparen. :kratz:

Nun ist die Frage, was tun.

Telegabel:
1. Nur Ölwechsel, vorher auswaschen und neue Federn rein? oder..
2. Dazu noch alle Buchsen und Simmeringe Wechseln? Also komplett.
Später, wenn Geld da ist kann man noch einen Gabelstabi einbauen.
2,5. Wäre es nach 60.000km sinvoll evtl gleich noch das Lenkkopflager zu wechseln?

Federbein:
1. Die Kostengünstige Variante wäre eine neue Feder. Aber was wenn die Dämpfereinheit hinüber ist? Lässt sich das im Eingebauten zustand prüfen? Wie gesagt, mal eben ausbauen und schauen ist nicht. :-/
2. Neues Federbein. Hier favoritisiere ich das YSS als das Wirbes...150€ machen nen preislichen unterschied....

Schwinge:
Hier muss der Kettenschleifer neu. Da sie eh raus muss dazu, das Federbein raus muss, würde es sinn machen alle Buchsen und Lager zu tauschen? Ich habe gestern beim Reifenwechsel einmal etwas daran gerüttelt und so kein Spiel feststellen können.

Was wäre das vernünftigste. Im grunde tendiere ich dazu Die Gabel komplett zu machen, das Federbein zu tauschen und die Schwinge erstmal so zu lassen, außer den Kettenschleifer. Aber macht das sinn? :kratz:

Gruß Alex
Gruß Alex :prost:

StefanR
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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon StefanR » 14.07.2018, 07:43

Wenn das Geld knapp ist würde ich erstmal die Gabel in Ruhe lassen. Du schreibst ja selbst, dass das Federbein durchgeschlagen hat. Kannst höchstens mal die Kappen von der Gabel abschrauben und schauen ob noch ausreichend Vorspannung der Federn da ist.
Ich würde gleich ein neues Federbein verbauen, der Dämpfer ist nach so vielen JAhren sicher nicht mehr in Ordnung.
An der Schwinge den Schleifschutz tauschen ist immer gut, wenn der durch ist leidet sonst die Schwinge. Lager tauschen nur wenn defekt, kann man ja prüfen.

elmarfudd
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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon elmarfudd » 14.07.2018, 08:29

Da würde ich doch Mal den Stefan anrufen und mit ihm reden. Der kann dir dann sagen was deine optionen sind. Ich habe daraufhin die Gabel überholt ( Feder und Öl) und hinten die Feder ausgetauscht. Gabel war noch dicht und auch der Stoßdämpfer hinten war in Ordnung.
Nach dem was du so schreibst ist da schon was im Argen. Ein durchschlagen hatte ich selbst im Soziusbetrieb nicht.

Die Aktion ist eigentlich an einem Tag gemacht und das kann man auch Mal in einem Hof, einer tiefgarage oder eben bei einem Bekannten machen.
Schwingenschleifschutz am besten direkt. Meine schwinge war durch bis kurz vorm Lagersitz. Musste ne neue schwinge her. :shock:

Telekabel: ausbauen und gründlich mit Petroleum ausspülen und Austropfen lassen. Beim Ausbauen die Reihenfolge der Teile merken :D und wieder zusammenbauen. Gabelstabi habe ich erst Mal nicht verbaut. Kommt aber bestimmt noch.
Lenkkopflager würde ich wie alles andere nur wechseln wenn es kaputt ist. Wenn ich alles vorsorglich reparieren und erneuern wollte, hab ich bei so einem alten Motorrad eine Menge zu tun.

Schwinge: hier beim Ausbau einfach alle Lager die du siehst in Augenschein nehmen und auf Spiel kontrollieren. Die Buchsen der schwingenlager auf leichtgängigkeit und Laufmarken kontrollieren. Bissl fett schadet beim Zusammenbau nicht. Bei den Techniktipps vom Stefan findest du Tipps zu dem verschiedenen fetten die er empfiehlt.
SR 43 B
Baujahr 1991

Dickschiffkapitän
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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Dickschiffkapitän » 14.07.2018, 08:52

Hoi Alex. :hi:

Eine Frage, 40 Meinungen. Hier meine:

Deine BIG sackt so weit ein weil die Federn der Gabel erlahmt sind. Wenn die Gabel soweit funktioniert, würde ich das Gabelöl ablassen, die Gabel mit ca. 2 Litern Petroleum spülen, Progressive Gabelfedern einbauen, ob Wilbers oder Wirth ist egal und frisches Gabelöl einfüllen. Fertig.

Beim Federbein isses noch einfacher. Wenn der Dämpfer trocken ist, ist er wahrscheinlich auch noch in Ordnung. Die Dinger haben in der Regel das ewige Leben, dann reicht dir eine neue Feder.

Der Schwingenschleifschutz nutzt sich meistens unten ab. Wenn an der Schwinge, dem Federbein und dem Rad kein Spiel feststellbar ist, wechsel den Schleifschutz und gut. Kannst ja alles was Du in die Hände bekommst säubern und fetten, da freuen sich die Teile.
Allerdings ist bestimmt das untere Federbeinlager ausgenudelt, das merkst Du wenn Du das Hinterrad entlastest und die Schwinge dann bis zum spürbaren Widerstand des Federbeines ein paar Millimeter Leerweg hat. Aber das haben fast alle alten Mopeten und das Lager ist ein spezielles, damit kann man leben.
Neue Federn, neues Öl und eine neue Feder hinten und Du fährst ein neues Moped.

Axel...mach mal.
Mich muss man sich erst mal nervlich leisten können !!!

Bambi
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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Bambi » 14.07.2018, 09:17

Hallo Alex,
bei Stefan findest Du zu den Teilen auch fast immer einen Technik-Blog.
Zu Gabel und Federbein guckst Du hier: http://drbigtechnikhrt.blogspot.com/201 ... tipps.html
Schöne Grüße, Bambi ... schließt ansonsten Axel an ...
\'Find me kindness, find me beauty, find me truth\' (Dreamtheater \'Learning to live\')
Tip: http://www.morow.com (fantastisches Progressive Rock Radio)

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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon senne0371 » 14.07.2018, 10:09

Haste denn mal ans verstellen der vorspannung beim Federbein gedacht bei Beladung?
Dafür ist das Federbein verstellbar

dünnbrettbohrer
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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon dünnbrettbohrer » 14.07.2018, 10:28

Ich hab nach dem Kauf meiner BIG 2017 bei Km.Stand 56000 ebenfalls am Fahrwerk geschraubt. Kenne zwar die Vorgeschichte meines Moppeds nicht wirklich, glaube aber sie wurde nie mit viel Zuladung oder in schwerem Gelände benutzt (oder die BIG kann das so gut ab).
Die Gabel hatte möglicherweise vorher schon irgendwann einen kleinen Service (bin mir aber nicht sicher, möglicherweise wurde nur 1-2x das Öl gewechselt)
Gabel war auf jeden Fall dicht. Die Lenkkopflager waren spielfrei und auch auf den Rädern stehend kein Rastpunkt erkennbar - vorerst kein Handlungsbedarf.
Die Nadellager von dem Gewurstel um den Stossdämpfer hinten waren ebenfalls spielfrei, die Dichtlippen alle gut. Das Fett war ziemlich zäh und ranzig, also nicht mehr zum Verzehr geeignet - Lager gespült und neu gefettet. Der Dämpfer selbst war trocken. Ich habe ihn ausgebaut, die Feder und die Schutzkappen abgemacht und äußerlich gereinigt. dann einen Bolzen in den Schraubstock gespannt ein Auge vom Dämpfer drauf, einen 2. Bolzen durch das andere Auge und den Dämpfer über den ganzen Weg betätigt (geht schwehr) kein Leerweg, nicht mal ein leises Schmatzen! Der Dämpfer war also nach 20 Jahren einwandfrei. Wenn er etwas abgebaut haben sollte, was ich mit meiner Grobschmied-Methode nicht feststellen konnte, dann nur, weil das Dämpferöl Viskosität verloren haben könnte. Das Gewinde der Federvorspannung war ebenfalls einwandfrei, Ob die Feder noch gut war, kann ich nicht beurteilen, weil ich die Längentolereanz nicht kenne.
Hab dann hi. u. vo. auf Wilbers umgerüstet, was sicher nicht notwendig war.
Wenn es also preiswert werden soll, ist die Wahrscheinlichtkeit hoch dass das auch machbar ist. Für vorne neue Federn, auf Dein Gewicht und Deinen Einsatzzweck abgestimmt und für hinten eine Feder, die mehr kann als Deine jetzige, wird sich auch finden.
Der Rest icht eigentlich Genussschrauberei mit normalem Werkzeug und wenig Verbrauchsmaterial. Den Absauger fürs Gabelöl mit Höhenanschlag hab ich in 10 Minuten selbst zusammengebastelt. B.t.w.: Zamschannel hat schöne Gabelvideos!

Charly
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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Charly » 14.07.2018, 10:52

Die möglichen Maßnahmen sind ja schon ausreichend beschrieben. Aber bevor Du planst, mach doch erst mal eine Bestandsaufnahme.
Wie sind die Federwege vorne und hinten mit und ohne Last? Solange Du das nicht genau weißt, ist alles Spekulation.
Dann weißt Du, ob die Federn zu weich sind oder nicht und ob die Federvorspannung stimmt.
Artikel hierzu gibt's genug im Internet.
Wenn Du die Werte hast und dann immer noch unsicher bist, kannst Du die Werte ja posten, wirst dann wieder etliche Meinungen hören.
Erst wenn die Federn richtig abgestimmt sind, kann man schauen ob man die Dämpfung der Gabel optimieren kann, beim Federbein bliebe allerdings nur ein kompletter Austausch.

Gruß Charly

Alex1989
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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Alex1989 » 14.07.2018, 10:58

Vielen dank für die vielen Antworten und Hilfe. :)

Das die Federn erlahmt sind oder keine Ausreichende Vorspannung mehr haben, zeigt das die BIG mit Gepäck nicht mehr Sicher auf dem Seitenständer steht. Ein kleiner Schubs oder ein unförmiger untergrund reicht, das diese Kippt.

Und ich hab auch an die Federvorspannung gedacht, klar. Aber entweder bin ich blind, das Federbein ist Falsch montiert oder es ist ein anderes Federbein, aber ich hab keinen verstellring gefunden gehabt vor meiner Tour. Ich kann wenn ich zuhaus bin gern nochmal schauen. :hmm:
Gruß Alex :prost:

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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon senne0371 » 14.07.2018, 11:01

Stefan hatte sich mal die Mühe gemacht die Technik Tips zu verfassen
http://drbigtechnikhrt.blogspot.com/201 ... s.html?m=1

senne0371
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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon senne0371 » 14.07.2018, 11:03

Alex1989 hat geschrieben:Vielen dank für die vielen Antworten und Hilfe. :)

Das die Federn erlahmt sind oder keine Ausreichende Vorspannung mehr haben, zeigt das die BIG mit Gepäck nicht mehr Sicher auf dem Seitenständer steht. Ein kleiner Schubs oder ein unförmiger untergrund reicht, das diese Kippt.

Und ich hab auch an die Federvorspannung gedacht, klar. Aber entweder bin ich blind, das Federbein ist Falsch montiert oder es ist ein anderes Federbein, aber ich hab keinen verstellring gefunden gehabt vor meiner Tour. Ich kann wenn ich zuhaus bin gern nochmal schauen. :hmm:


Schlauerweise ist die Verstellung oben ,da brauchst winkelpfoten

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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Alex1989 » 14.07.2018, 11:44

Oder Japanische Kinderhände... ok kein wunder das ich das nicht gefunden hab :lol:
Gruß Alex :prost:

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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Roland54 » 14.07.2018, 12:09

Was man vorne noch leicht reparieren kann ist hinten schon schlechter das alte Öl mit Abrieb kommt da nie raus, federn sind meist auch für so einen 60kg Japaner ausgelegt :D da stößt man dann schon an die grenze wenn da ein 100kg deutscher platz nimmt.

Die frage ist was einen das wert ist, Franz Racing baut z.b auch ein original Federbein um für die 300€ dürfte man aber auch ein Yss Federbein bekommen, die Mondpreise von Wilberts und Öhlins braucht man gar nicht erwähnen da würde ich gerade die federn kaufen, da kann man sich wenigstens die Federrate heraussuchen, zumindest bei linearen. Ich selber würde die Luftpumpe raus werfen und anständigen Ersatz besorgen bevor ich mich ärgere, vielleicht passt auch was von KTM oder so die bekommt man ja auch günstig.

Grüße
Roland

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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon PeterM » 14.07.2018, 12:19

Wenn der Dämpfer platt ist, merkst du das. Fährt sich dann wie eine Ami-Schleuder aus den 60ern. Hatte ich mal, als sich der Dämpfer nach 10 Jahren Standzeit wunderte, dass er mal wieder was tun soll. :D

Schaukelnde Grüße
Peter
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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Aynchel » 14.07.2018, 18:45

wer jetzt nicht gerade der grosse Sportfahrer werden will tauscht vorn und hinten die Federn
bei der Gelegenheit mal die Umlenkung kompl. zerlegen, da ist irgendwann auch mal neue Nadelbüchsen fällig
wie das alles gemacht wird hat der Hessler Stefan ja haarklein beschrieben
und lass Dir nichts einreden, vorn und hinten gleichzeitig wechseln
sonst steht sie nimmer im Blei und fährt wie ein lauwarmes Wienerle

hier mal der Vergleich von eine niedergefahrenen Serienzeder zu eine Wirth Feder für den 100kg Fahrer, gekauft beim SRB

Bild
http://oi49.tinypic.com/hsroqv.jpg
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)

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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon drdes » 14.07.2018, 19:13

Wichtig ist vorne die Federn zu tauschen ! Dadurch vergrößert sich der Nachlauf und die Maschine fahrt sich besonders auf Reisen einfach besser :prost:
Das Serien-Federbein der Big ist eigtl ausreichend bei 1-Personenbetrieb und muss nicht unbgt. getauscht werden.

Aynchel hat geschrieben: ...und lass Dir nichts einreden, vorn und hinten gleichzeitig wechseln
sonst steht sie nimmer im Blei und fährt wie ein lauwarmes Wienerle


Diesen Effekt kann man auch haben, grade wenn man vo+hi tauscht und die Maschine so hoch kommt, daß sie sich schon wieder kippelig fährt ... Denn durch die verlängerten Federn im Federbein verkürzt sich der Nachlauf :shock: Gut fürs Gelände und die Dakar, schlecht für die Reise :coool:
ever since 1987 suzuki dr !

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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Alex1989 » 14.07.2018, 19:20

Du meinst quasi wenn die Federn dann zu hart sind für den Fahrer und die Maschine zu weit oben bleibt oder wie? :hmm:
Also fakrt ist, kch brauch leider Federn für 100kg+ fahrer. :shock:
Auch wenn ich schon eeewig und mehrfach versucht hab an mir selbst Gewicjtstuning zu betreiben... erfolglos :(
Gruß Alex :prost:

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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Eintopfquäler » 14.07.2018, 19:31

Nö, er meint die Veränderung der Fahrwerksgeometrie, die sich da einstellt.

Wenn die Federn vorn nicht mehr so schlaff sind, fährt die Gabel im Stand schon deutlich weiter raus. Dadurch wird der Winkel der Gabel zur Straße flacher. Der Nachlauf vergrößert sich (Abstand Radaufstandsfläche zu Senkrechte der Fahrbahn zu Steuerkopf) und bewirkt einen ruhigeren Geradeauslauf.

Wenn die Feder hinten weniger schlaff ist, geht das Heck weiter hoch und der Nachlauf verkürzt sich mit dem umgekehrten Effekt; der Geradeauslauf wird "kippeliger", die Fuhre geht leichter in Schräglage.

Ich hab mir Ende 2016 vorn und hinten Wilbers gegönnt, hinten gar mit Höhenverstellung wegen langen Beinen. :gps:
Dermaßen verschlechtert sich der Geradeauslauf nicht. Ich seh das so wie Aynchel, wenn man da was macht, sollte man wenn dann schon beide Enden herrichten. Mein Serienfederbein war völlig im Arsch, die Kolbenstange fuhr nach Belastung nicht mehr selbstständig aus und die Feder war dermaßen gestaucht, dass sie unbelastet nach dem Federbeinausbau nur so zwischen den Tellern schlackerte. :shock:
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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Aynchel » 15.07.2018, 21:51

Das der hintere Dämpfer kaputt ist, ist er die Ausnahme
Findet man heraus in dem man den Dämpfer ausbaut und die Feder abnimmt
Der Dämpfer muss sich gleichmässig ein und ausfahren lassen

Die Federhöhe kann man vorne indirekt beeinflusse indem man die Gabel nach oben durch schiebt
Dann wird die Fuhre handlicher
Aynchel aus Meddersheim
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)

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Re: Fahrwerksinstandsetzung

Beitragvon Eintopfquäler » 15.07.2018, 22:17

Stand vorher 15 Jahre beim Bauer in der Scheune mit lauter Kram obendrauf, hat das Fahrwerk nicht verkraftet. :D
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