SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Alles was irgendwie mit der BIG (oder auch anderen) zu tun hat.
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SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon Kolby » 07.09.2018, 09:32

Moin Leute,

nachdem ich 342 Km gefahren bin, entschied sich meine Big (EZ: 29.02.1988) bereits für eine Vergaserrevision. Erst beim Wiedereinbau des Vergasers (44B60 E811) den wahrscheinlichsten Grund dafür erkannt: Die hatte gar keinen Benzinfilter verbaut. Die Revision war gar nicht mal so komplex. Leider tropft der Vergaser stark. Klopfen gegen die Schwimmerkammern brachte nix. Es kam auch von weiter oben, woher genau konnte ich trotz artistischer Verrenkungen nicht erkennen.

Ich wollte den Vergaser jetzt wieder ausbauen und nochmal zerlegen.

Frage:
Gibt es die Möglichkeit, den Vergaser auch ohne Einbau auf Dichtheit zu prüfen?
Ich frage aus Zeit- und Gefrickelgründen, aber auch, weil ich nicht nach jedem fehlgeschlagenen Test das Öl wechseln will. Nach zwei Tests riecht letzteres bereits nach Benzin. Gestartet wird da nix ;-)

Da ich Voll-Laie bin, bitte sachte :D

Grüße aus "bei Würzburg"

Kolby
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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon PeterM » 07.09.2018, 10:20

Plastikpulle mit schlauch anschließen und gucken obs tropft.

Dichte Grüße
Peter
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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon Kolby » 07.09.2018, 10:58

Sehr gut! Danke für den Tipp, wird heute Nachmittag gleich ausprobiert!

Kolby
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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon Roland » 07.09.2018, 11:43

Und noch einer: Bei nächster Gelegenheit Schwimmerkammer-Deckel der 43er besorgen, die haben im Fall der Fälle einen Überlauf und der Motor läuft Dir nicht mehr voll. Die alter F650er und Pegasos hatten übrigens den gleichen Vergaser (und damit passende Deckel).

@"von weiter oben": Die - theoretisch vorhandenen - Möglichkeiten sind schon ziemlich begrenzt: Entlüftungsschlauch mit T-Stück, Dichtungen der Drosselklappenwellen, gebrochenes Messingröhrchen, Vergaserdeckel. Wie auch immer: Viel zu viel Sprit an der falschen Stelle. Mein Tipp: Benzinschlauch falsch angeschlossen.
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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon Neetro » 07.09.2018, 11:45

Genau. Vorher gehste aber noch zum Doc und besorgst dir vom Tröpfler einen alten Schlauch, der passt nämlich genau auf die Abläße unten an der Schwimmerkammer. Zwei 20-30cm Stücke Schlauch abgeschnitten, draufgesteckt, das andere Ende hochhalten und die Ablassschrauben öffnen. So, nu Sprit marsch. Was genau passiert? Sprit füllt die Kammern und auch die Schläuche, aber da du sie hochhälst, läuft nix auf die Erde, sondern der Sprit steigt im Schlauch genauso hoch wie in der Schwimmerkammer. Das bedeutet, du kannst exakt sehen, welcher Vergaser überläuft, wenn der Level im Schlauch viel höher steigt als Oberkante Schwimmerkammer. Die Oberkante +/- 5mm ist der optimale Level für die Einstellung. Aber bieg nicht gleich an den Zungen der Schwimmer herum, sondern check den hauptverdächtigen O-Ring an der Messinghülse des Schwimmerkammernadelventils zuerst.
Weiterhin riech am Öl, da könnte jetzt durchs Überlaufen Benzin drin sein und dir dadurch die Schmierung versauen! Ich würds auf Verdacht wechseln.

OT: Bescheuerte Lösung von Suzuki mit dem O Ring. Hatte neulich einen GPZ500 Vergaser in der Hand. Gleicher Aufbau, aber die Hülsen vom SNV sind fest verpresst, also keine O-Ringe, die sich zerlegen könnten! Is nur wieder Geldmacherei.

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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon Kolby » 07.09.2018, 12:41

...ja, das mit dem Benzinschlauch falsch angeschlossen hatte ich auch schon im Verdacht. Denn selbst wenn ich den Vergaser zerlegt hätte, hätte ich nicht wirklich gewusst, was gemacht werden müsste.

Allerdings hatte ich mir extra Zeit gelassen beim Anstöpseln. Ok, ich hab mir bei allem Zeit gelassen. 3 Tage reine Arbeitszeit...langsamer schaffts keiner :D

Ddie Zeichnungen im Werkstantthandbuch waren dabei aber weniger ne Hilfe. Ich hatte den Vergaser samt Schläuchen aber fotografiert.

Öl wird auf jeden Fall gewechselt.

Ich wende dann heute Nachmittag an...
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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon Komikus » 07.09.2018, 12:49

wenn Du nur die Dichtheit der Nadelventile testen möchtest, dass mache ich bei meinem Vergaser immer mit Druck"luft"

Dazu die Vergaser auf den Kopf stellen (Schwimmerkammer kann sogar offen bleiben) und mit einer kleinen Luftpumpe für Fahrradgabeln etwas Druck auf den Benzineinlass geben und die Pumpe dran lassen.
Der dazu notwendige Adapter besteht aus nem Stück passendem Schlauch und einem Ventilrohr (ohne Ventil) eines Vorder- oder Hinterreifenschlauches.
An dem Manometer kannst Du gut erkennen, ob der Druck bleibt oder verschwindet.
Ich gebe dazu etwa 1,2 Bar drauf.
Jetzt kannst Du durch Kippen der Vergaser auch feststellen, ob eine Seite etwas eher als die andere öffnet und auch, ob der Pegel stimmt.

Was du damit nicht testen kannst sind andere Undichtigkeiten oder ob ein Schwimmer eventl. ein Loch hat und dadurch nicht mehr aufschwimmt und das Ventil nicht schließt.

Damit kann man auch testen, ob die O-Ringe des Schwimmernadelventilsitzes (Messinghülse)noch in Ordnung sind. Dafür einfach die Ventile in den Sitz geben, Druck drauf und warten...
Das kann man alles vor dem letzten Zusammenbau testen.
... ich spreche fließend ironisch
und das sogar mit sarkastischem Akzent ...

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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon LuluBanane » 07.09.2018, 13:11

evtl. den UNterdruckschlauch der Benzinpumpe falsch an der Pumpe angeschlossen.
Oder den oberen Entlüftungsschlauch des Vergasers an die Pumpe?
Wo ist denn "weiter oben"? An der Dichtung der Schwimmerkammer, oder noch weiter oben? Evtl. die Gummistutzen nicht dicht?

GRuß Lutz
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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon Kolby » 07.09.2018, 13:47

..."noch weiter oben" ist auf jeden Fall über der Schwimmerkammer...ich konnte ca. bis in die vertikale Mitte der Vergaser spähen.

Wegen Anschluss: Eigentlich ergibt sich das ja auch aus den Strecken und Schlauchdurchmessern. Von der Pumpe geht der Formschlauch 6 <> 8 mm ca. 8 cm und der Unterdruckschlauch etwas verschlungen dann seitlich in den linken Vergaser. Und der Entlüftungsschlauch noch aus dem oberen T-Stück, der am anderen Ende lose im Motorraum hängt.

Aber jetzt fällt mir ein: Ein dünnerer, langer, schwarzer Schlauch war übrig. Der ist glaube ich so lang wie der Unterdruckschlauch, aber sehr viel dünner (5 mm (?) außen)...bin leider gerade nicht am Motorrad.

Kolby
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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon LuluBanane » 07.09.2018, 15:39

evtl. sind die DIchtungen des T-Stücks vom Benzinschlauch am Gaser hinüber. Oder das teure 8-6mm Schlauchstück ist oben eingerissen.

Gruß Lutz
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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon Kolby » 07.09.2018, 15:54

...ich bin jetzt an der Big und baue gerade den Tank ab. Auf den Formschlauch schaue ich gleich wegen der Risse. Was ich jetzt aber schon weiß: Die Dichtungen der T-Stücken sahen ziemlich abgef...t aus und ich war froh, dass ich die nicht austauschen musste (sieht nach weiterem Gefrickel aus), weil sie nicht im DR Big Austausch-Kit dabei waren. Die Rache der Big :D :D :D
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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon Kolby » 07.09.2018, 16:33

Dem Missetäter auf der Spur: Ohne Tank, dafür mit Flasche und "Spritzdeckel" - der noch zudem wie reingegossen in den 6 mm Benzinschlauch passt - den Bereich unteres T-Stück/Formschlauch eingrenzen können.

Danke nochmal für den Flaschentipp, 1A!

Jetzt also Luftfilter raus und dann hoffen, dass es nur der Formschlauch und nicht die Dichtungen des T-Stücks sind. ^^

Kolby
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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon LuluBanane » 07.09.2018, 16:39

Er kennt den Preis für das Formstück nicht :)
Evtl. aber auch nur schlechter Sitz durch Einbauwurstelei.
Statt Formstück gibt es den Trick einen 8mm Schlauch zu verwenden und über den Stutzen der Pumpe ein kurzes 6mm Stück zu schieben.

Gruß Lutz,
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Re: SR41 Vergaser-Dichtheit ohne Einbau testen > möglich?

Beitragvon Kolby » 07.09.2018, 17:33

...kannte den Preis. Nen Zwanni bei Stefan. Dachte mir ähnlichen Workaround: 8 und 6 mm mittig mit 8 / 6 mm Verbindungsstück.

Leider kenn ich aber jetzt auch den Missetäter: Es ist die linke Dichtung des unteren T-Stücks. War klar. Da wären mir jetzt sogar die 20 Öre für den Formschlauch lieber gewesen.

Eventuell könnten die Admins den "Flaschentrick" noch in die Vergaser-FAQ mit aufnehmen. Hätte mir 2 Stunden Arbeit erspart. Und (zurecht-)klopfen im ausgebauten Zustand wäre auch wesentlich einfacher ^^. Oder kann ich das irgendwo anmelden (die Aufnahme in die heiligen FAQ-Hallen)?

Auf zum DR Big Shop ;-)

Grüße und danke für die Tipps!

Kolby
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