Hitzeblech am original Endtopf

Alles was irgendwie mit der BIG (oder auch anderen) zu tun hat.
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Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Bigfoot » 02.07.2020, 21:11

Hallo,

ich hab vor an meine 43er wieder die originalen Töpfe dran zu bauen - dazu muss ich sie aber erstmal wieder ansehnlich kriegen, sprich komplett entrosten und lackieren.

Soweit alles klar, nur sollten dazu die großen silbernen Hitzebleche ab.

Die sind genietet, müssen das gasdichte Nieten sein oder standard oder ist das irgendwas ganz spezielles?

Bisschen auf oberflächlichen Rost im Spritzbereich vom Hinterrad sind Püffe noch ganz gut, von daher würd ich sie äußerst ungern vermurksen, kann da vielleicht jemand mit Erfahrungen dienen?

Demnächst hätte ich dann übrigens einen Sebring abzugeben.

Grüße
Bigfoot

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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon matzejochen » 03.07.2020, 00:11

Warum keine Schelle mit eingeschweißter Mutter/Gewinde?

Oder was ganz anders gebogenes? Enduristan Inferno Heat
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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Bigfoot » 03.07.2020, 12:10

Hm, das ist ja mehr ein Abstandshalter für Packtaschen usw.

Bei mir gehts um die großen silbernen Bleche die knapp zur Hälfte um die Töpfe rum sind. Die müssten runter zum entrosten und neu lacken und dann wieder möglichst original wieder drauf weil ohne die siehts ziemlich nackt aus und die Bleche selbst sind auch noch schön.

Hab allerdings nochmal genauer geschaut, an den Punkten wo sie genietet sind ist am Auspuff auch nochmal ein Blech aufgeschweißt, d.h wenn ich die Nieten sauber ausbohre dürfte da auch genug "Fleisch" für ein M4 oder 5 Gewinde sein - dann könnte ich die Bleche auch einfach mit schicken Edelstahl Linsenkopfschrauben wieder befestigen, das sollte dann auch falls die Löcher durchgängig sind gasdicht machbar sein.

Ich denke das werd ich mal riskieren :)

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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Aynchel » 03.07.2020, 14:38

moin auch

eine normale Alu Poppniet hält nicht
ich würde gasdichte Edelstahl Niet nehemn

https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R4 ... t&_sacat=0

alternativ eine Nietmutter nehmen

https://www.ebay.de/sch/i.html?_from=R4 ... nietmutter

ein bisschen HT Silikon kann nicht schaden

https://www.ebay.de/itm/DIRKO-HT-GRAU-7 ... SwWCte5RFl
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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon BIG Jesen » 03.07.2020, 16:09

Ich habe da Gewinde drin


Bild
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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Bigfoot » 03.07.2020, 16:49

Dann werd ich das wohl so wie bei BigJesen machen - sieht ja ganz gut aus, ist einfach und bis auf die paar Schrauben nix weiter zu besorgen :)

Danke euch

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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Aynchel » 03.07.2020, 18:07

nicht so voreilig

Du kannst in das Blech kein Gewinde schneiden
da must Du schon ein Nietmutter einziehen
und dazu braucht es gescheites Werkzeug

https://www.ebay.de/itm/Profi-Nietmutte ... 3540404070

an Deiner Stelle wrde ich mich umsehen ob jemand eine passende Zange hat

alternativ kann man natürlich auch ein Mutter einschweißen
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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon BIG Jesen » 03.07.2020, 20:56

Doch voreilig, an der Stelle sind Dopplungen aufgeschweißt, da ist genug Fleisch für Gewinde
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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Eintopfquäler » 03.07.2020, 21:07

Aynchel hat geschrieben:da must Du schon ein Nietmutter einziehen
und dazu braucht es gescheites Werkzeug

https://www.ebay.de/itm/Profi-Nietmutte ... 3540404070


Wer so ne Zange für M3 Muttern braucht, muss Arme wie Spaghetti haben. Ich reiß damit auf Arbeit sogar noch das Gewinde aus M8 Nieten. :lol:

Für so Kleinkram reicht diese völlig:
https://www.ebay.de/itm/Einhand-Gewinde-Nietmutternzange-M3-M4-M5-M6-Gewindemuttern-Niet-Zange-Werkzeug-/162903549850
Alles lief perfekt nach Plan... Aber der Plan war Kacke.

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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Bigfoot » 03.07.2020, 21:12

Wie gesagt, es sind nochmal Bleche aufgeschweißt, das sollte eigentlich reichen, falls nicht geht die Nietmutter ja immernoch :D

Zange hab ich auf der Arbeit :)

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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Bambi » 04.07.2020, 01:28

Eintopfquäler hat geschrieben:Wer so ne Zange für M3 Muttern braucht, muss Arme wie Spaghetti haben. Ich reiß damit auf Arbeit sogar noch das Gewinde aus M8 Nieten.

Hallo Martin,
DU bist ja auch ein starkes Stück!
Liebe Grüße nach München, Bambi
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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Aynchel » 04.07.2020, 11:08

es ist besser die große Zange zu nehmen
das Einsatzspektrum ist breiter und die Kosten tun sich nichts
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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Bigfoot » 30.07.2020, 23:15

Ach so ja - habe inzwischen fertig und will das Ergebnis natürlich nicht vorenthalten.

Habe die Hitzebleche abgekriegt, die sind mit gasdichten Edelstahlnieten in durchgängigen Löchern befestigt.

Leider sind beim abbohren ein paar von den Nietresten in die Schalldämpfer gefallen und sind allem Anschein nach ohne ihn komplett zu öffnen auch nicht mehr raus zu kriegen - macht aber eigentlich nix, fällt beim fahren nicht auf, bzw die Big rappelt so oder so genug dass man davon nix hört.

Die Töpfe selbst sahen ohne die Bleche erstmal noch ein gutes Stück schlimmer aus als erwartet - der rechte Topf war, warum auch immer, direkt nach dem hinteren Halter fast zur Hälfte rundrum gerissen, der Sammler hatte sich wohl vor dem letzten Ausbau auch irgendwie gelöst oder verschoben und hat auf der hinteren Kettenschiene aufgelegen (deren Halter war auch gebrochen, hab ich damals bei der Komplettzerlegung wieder geschweißt) und hatte an der Stelle ein Loch und noch nen kleinen Riss.

Vom Rost her grad noch ok, nirgends durch, aber definitiv zu viel um es vernünftig mit Kunststoffscheibe oder/und Drahtbürstenaufsatz entfernt zu kriegen.
Hab also alle Risse und Löcher erstmal wieder zu geschweißt, die alten angeschweißten Schellen abgeflext und anschließend 30€ zum sandstrahlen investiert, dann waren sie soweit wieder schön :)
Die 2 schwarzen Hitzbleche an den Endtöpfen und die 3 am Krümmer gingen mit der Kunststoffscheibe.

Dann noch dort wo die Nieten mal waren M6 Gewinde rein, braucht keine Nietmuttern, über den Löchern sind dicke Blechdopplungen aufgeschweißt (1 war abgerostet...), das reicht locker aus damit die Schrauben nachher halten.

Anschließend lackiert mit VHT Auspufflack bis 1093°C oder sowas, erst Grundierung, dann schwarz matt, 7 Tage trocknen lassen, nochmal ne Schicht und wieder trocknen, diesmal konnt ichs aber nicht länger als 3 Tage erwarten. Der Krümmer hatte keinen Rost, nur an paar Stellen die Farbe ab bzw größere Kratzer, den hab ich nicht strahlen lassen, nur überlackiert (ohne Grundierung) mit dem was aus der Dose noch übrig war.

Bohrungen in den Hitzeblechen noch soweit aufgebohrt dass die M6er Schrauben durch passen und alles wieder zusammen geschraubt (mein üppigst sortierter Baumarkt hatte leider keine Edelstahlschrauben mit flachen Köpfen, aber ich finds auch so ganz ok).
Die jeweils 6 Schrauben an den silbernen Blechen vorher am Gewinde mit FireGum eingeschmiert, scheint soweit dicht.

Stinkt und qualmt nach dem ersten starten zunächst mal eine Weile ganz ordentlich, gibt sich aber bald. Und scheint vor allem auch selbst am Krümmer tatsächlich zu halten, die Bilder sind schon nach ein paar hundert km Fahrt.
Und sieht bis auf ein paar kleine Farbläufer die man zum Glück kaum sieht wieder schön frisch aus :)

Leider ein bisschen weniger Leistung als mit dem Sebring (Motor mit 107er Kolben etc) - evtl werd ich doch mal noch den dicken Krümmer vom Hessler an den originalen Auspuff anzupassen, vielleicht wirds dann wieder besser.BildBildBild

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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Roland » 31.07.2020, 09:48

Bigfoot hat geschrieben:[...] Anschließend lackiert mit VHT Auspufflack bis 1093°C oder sowas, erst Grundierung, dann schwarz matt, 7 Tage trocknen lassen, nochmal ne Schicht und wieder trocknen, diesmal konnt ichs aber nicht länger als 3 Tage erwarten. Der Krümmer hatte keinen Rost, nur an paar Stellen die Farbe ab bzw größere Kratzer, den hab ich nicht strahlen lassen, nur überlackiert (ohne Grundierung) mit dem was aus der Dose noch übrig war. [...]


Sorry für die schlechte Nachricht: Das war leider Zeit und Lackverschwendung. Das einzige, was dauerhaft funktioniert ist Flammspritzen und dann mit Hochtemperatur-/Auspuff-Lack "umfärben". Voraussetzung dafür ist aber eine nahezu neuwertige Anlage (sonst funktioniert das Flammspritzen nicht bzw. die Anlage gammelt von innen durch).

Nur gelackt hält vielleicht 2-3 Jahre.
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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Aynchel » 31.07.2020, 13:33

bei dem Aufriss würde ich einen Hayabusatopf verwenden
würde auch nicht mehr kosten
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Re: Hitzeblech am original Endtopf

Beitragvon Bigfoot » 31.07.2020, 16:25

Naja - nichts ist für die Ewigkeit, irgendwann fault alles.

Meine (zumindest diese) Big ist ein Schönwetter-Garagen-Straßenfahrzeug, die Aktion war jetzt sooo aufwendig und teuer auch wieder nicht und sieht passabel aus, wenn das wieder ein paar Jahre hält bin ich zufrieden.
Zu gegebener Zeit dann halt nochmal, wenns gar nicht mehr geht muss eben der andere Auspuff her den ich hier noch als Reserve zu liegen hab - damit dürfte ich für die nächsten 10-15 Jahre auspufftechnisch erstmal versorgt sein :D

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