Für die Carnivore unter Euch...

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Dooneera
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Dooneera »

Also, es gibt Nahrungsmittel( scheinbar) die kommen bei uns nie, nie, niemals auf den Teller, sorry, da dreht sich mir der Magen um :x
Ja ich weiß, andere Länder andere Sitten. Das heißt aber nicht das ich so was essen muss.
Es gibt ja auch Schildkrötensuppe oder Haifischflossensuppe oder Froschschenkel, diese kleine Liste kann wer will auch beliebig erweitern,
da hab ich schon Probleme die Worte überhaupt zu schreiben geschweige denn so etwas zu essen, Meerschweinchen, sorry :( !!!!!!!!!
Ich weiß genau bei wem ich unser Fleisch und viele sonstige Lebensmittel erwerbe, der Preis spielt da eher eine nicht so große Rolle
und jetzt ist Säh-Zeit, der Garten gibt, so klein er auch ist eine ganze Menge her und unser Brot backe ich seit geraumer Zeit komplett selber!
Das ist das schöne, ein richtig schlechtes Gewissen muss ich( müssen wir) uns zum Glück nicht einreden lassen.
Wenn Ihr meine Malerei anschauen wollt, dann bitte hier
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Tomgar3
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Tomgar3 »

Dooneera hat geschrieben: und unser Brot backe ich seit geraumer Zeit komplett selber!
Rockt total oder :prost:
Kein Vergleich mit Kaufprodukten, außer wenn man doch einen echten Landbäcker in der Nähe hat.
Aber der Rest der Backketten kommt da Null mit!


@Knacki: Ui, warum rennsten so in meine offene Türe? :coool:
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Wernersen
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Wernersen »

Moin,
ich finde ja auch das Massentierhaltung und Massenschlachtung nix tolles ist.
Nur Menschen sind halt Allesfresser, und da gehört Fleisch nun mal zur artgerechten Haltung dazu.
Gut, Veganer und Vegetarier leben auch.
Find ich Klasse das man ausrechnen kann wieviel Tiere von Menschen gegessen wurden - nur sinnlos ist das auch.
Rechnet ja auch keiner aus, wieviel Beutetiere alle Raubtiere auf der Welt im Jahr so verputzen.
Wobei da regt sich kaum einer drüber auf, Wolf tötet Beute = artgerecht.
Tierhaltung und Fleischessen gehört halt dazu.
Was mich aufregt sind unnütze Tiertransporte.
Was macht es für nen Sinn, Schlachtvieh von z.B. Norddeutschland nach Barcelona zum Schlachthof zu karren, um dann Frischfleisch im Frigo zurück nach Deutschland zu fahren?
Okay, n paar Unternehmen verdienen Geld damit - das ist der einzige Sinn.
Fleischproduktion ja - Tierquälerei nein.
Wenn keiner mehr Fleisch isst, hört Massentierhaltung auf - dürfte stimmen.
Wenn morgen früh plötzlich die Menschheit nicht mehr existent wäre - Massentierhaltung, Resourcenausbeute, Umweltverschmutzung - alles vorbei.

Wie Meerschweinchen schmecken, weiß ich nicht. In den Ländern wo man die isst, sind´s halt Futtertiere wie hier Kaninchen.
Seit ich mal das Vergnügen hatte, ne Schneckenfarm zu besichtigen :x , ess ich die Dinger nicht mehr.

Grüße
Werner
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senne0371
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von senne0371 »

Eure probleme hätte ich auch gernmal , woanders verhungern die menschen die froh wären überhaupt was zwischen die Zähne zu bekommen und hier wird sich aufgeregt über massentierhaltung und gengemüse
hat mal einer drüber nachgedacht wie man alleine in Deutschland 80 millionen menschen satt bekommen will wenns nur noch ökobauern und streichelzoos gibt
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scannix
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von scannix »

senne0371 hat geschrieben:Eure probleme hätte ich auch gernmal , woanders verhungern die menschen die froh wären überhaupt was zwischen die Zähne zu bekommen und hier wird sich aufgeregt über massentierhaltung und gengemüse
hat mal einer drüber nachgedacht wie man alleine in Deutschland 80 millionen menschen satt bekommen will wenns nur noch ökobauern und streichelzoos gibt
So ein Stuss....

..und hat mal einer nachgedacht wie viel in westlichen Industrieländern überproduziert wird (dank der üppigen EU Subventionen) und der Rest dann weggeschmissen wird? Woanders müsste nicht gehungert werden, wenn wir unsere Überproduktionen nicht vernichten würden....

Mit Massentierhaltung und übermäßigem Fleischkonsum belasten wir unsere Trinkwasservorkommen, die Luft, den Boden und erzeugen großes Lied über unzähligen Lebewesen (die der Christ seine Mitgeschöpfe nennt). Nebenbei beträgt der weltweite Konsum dieser Produkte derzeit ein Vielfaches dessen, was durch Weidetiere überhaupt produziert werden kann. (siehe Abholzung und Rodung gigantischer Flächen für den Anbau von Monokulturen) In anderen Teilen der Erde fressen sie auch nicht täglich Fleisch zu allem und jeder Gelegenheit, weil sie es sich schlichtweg nicht leisten können. Dort werden sogar mehr als 80 Millionen Menschen ernährt - nur eben nicht in diesem Überfluss wie hier....

Aus gesundheitlicher Sicht wird immer argumentiert, dass eine "natürliche" Ernährung tierische Produkte enthalten müsse. Dazu ist zu sagen, dass unsere Ernährung und auch unser sonstiges Leben inzwischen völlig unnatürlich ist – unabhängig davon, ob man tierische Produkte konsumiert oder nicht.

Hier wurde auch angeführt, dass das Töten Teil der Natur sei. Dazu ist zu sagen, dass der Mensch selbstverständlich auch Teil der Natur ist bzw. es einmal war. Aber ein Hauptmerkmal, das den Menschen von anderen Tieren unterscheidet, ist seine tiefgreifende Fähigkeit der ethischen Reflektion und Abwägung. Während ein Löwe keine Wahl hat, außer zu töten, haben wir praktisch immer diese Wahl (vorausgesetzt es herrscht keine gravierende Lebensmittelknappheit). Wir müssen Tieren weder Leid noch den Tod zuzumuten, damit wir etwas zu essen haben. Deshalb können wir die ethische Entscheidung treffen, durch unseren Konsum das Mästen und Schlachten von Tieren nicht mehr zu unterstützen.

Es bleibt schlussendlich die Wahl der Masse der Konsumenten, ob sie sich daran beteiligen wollen und es ihnen egal ist, woher ihre Nahrung kommt oder wie sie produziert wird.
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Bambi
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Bambi »

... und da ist es wieder, da schlägt das Pendel gleich wieder in die andere Richtung ...
Der eine sagt, selbst unsere paar Millionen kriegt man nur noch mit Massentierhaltung und Gen-Pflanzen satt, der andere sieht die Lösung nur in der totalen Ein- bzw. Beschränkung.
Die Wahrheit liegt gewiß so wie meist irgendwo in der Mitte und wäre mit vernünftiger und anständiger 'Produktion' durchaus erreichbar. Wir haben doch Zweige, da wird tendenziell schon für's Wegwerfen produziert!
Nachdenkliche Grüße, Bambi
PS: jetzt hab' ich mich schon kurz gefasst und trotzdem ist der Scanner schneller ...
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Bambi
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Bambi »

Noch'n PS: Ich bezog mich auf Sennes Antwort, nicht auf die von Scannix. Im Wesentlichen sehe ich es genauso wie Mario. Bevor da was missverstanden wird ...
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Knacki
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Knacki »

senne0371 hat geschrieben:Eure probleme hätte ich auch gernmal , woanders verhungern die menschen die froh wären überhaupt was zwischen die Zähne zu bekommen und hier wird sich aufgeregt über massentierhaltung und gengemüse
hat mal einer drüber nachgedacht wie man alleine in Deutschland 80 millionen menschen satt bekommen will wenns nur noch ökobauern und streichelzoos gibt
Senne, deine Vorurteile sind grandios! Streichelzoos gibt es nur zum streicheln, einen anderen Zweck erfüllen die Tiere nicht. Tiere welche zum Verzehr gehalten werden, bekommen Streicheleinheiten maschinell oder vom Bauern. Du kannst dir gerne Hormone, Antibiotika und Klonfleisch rein stopfen und dich als Mensch ohne Mitgefühl für andere Geschöpfe präsentieren, aber du solltest schon bei der Wahrheit bleiben (siehe auch Scanners Antwort)! Da deutsche Felder genutzt werden um Diesel zu produzieren oder um Prämien fürs Brachland zu kasssieren ist deine Argumentation völlig daneben.
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senne0371
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von senne0371 »

Es klappt doch :prost:
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Knacki
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Knacki »

Nachtrag: Gründe für das Verhungern von Menschen sind:

Billigwaren aus westlichen Ländern, die heimischen "Betrieben" die Lebensgrundlage entziehen (in Indien sollen jetzt westliche Supermarktketten Geschäfte machen dürfen, das bedeutet für Millionen von kleinen Händlern das Aus!)

Entwicklungshilfe (kein afrikanischer Bauer pflanzt etwas an, wenn wir das Produkt auf den dortigen Märkten quasi verschenken)

Kriege und Krisen (oft auch von anderen gesteuert um die Gier nach Rohstoffen zu befriedigen, siehe Kongo, Irak, ... )

seltener:
Naturkatastrophen

Unsere Form der Massentierhaltung fördert die Armut der Entwicklungsländer, ebenso wie unser Handel. Länder mit Rohstoffen profitieren selten selbst von dem Geschäft, das machen wieder unsere Konzerne.

@Scannix:

ethische Reflexion - jau, genau daher nehme ich das Recht Tiere zu essen. Menschen ist von der Natur der Fleischkonsum vorgegeben, unsere nächsten Verwandten in der Natur essen auch Fleisch. Anscheinend zu wenig, denn nur ein hoher Fleischkonsum lässt genügend Zeit um sich mit anderen Dingen als Nahrungssuche zu beschäftigen und um ein Gehirn zu entwickeln welches sowas wie Ethik erfinden kann. Das züchten von Pflanzen wie es seit tausenden Jahren geschieht (mehrere zehn- oder hunderttausend Jahre - je nach Sichtweise - gab es nur Jäger und Sammler) ist ja auch ein schwerwiegender Eingriff in die Natur und maßlos betrieben ethisch mindestens genau so verwerflich. Wir müssen die Natur nutzen um zu überleben, so wie jede Lebensform - das geht nicht ohne anderes Leben (und sei es auch nur pflanzlich) auszulöschen.
Zuletzt geändert von Knacki am 18.04.2014, 17:11, insgesamt 1-mal geändert.
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Dooneera
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Dooneera »

Auf fast allen Feldern rund um den Stuxhof steht im Moment der Raps in voller Blüte, bestimmt auch eher für Sprit gedacht.
Ich hoffe mal das dies nur am Fruchtwechsel liegt, die Felder werden wie Bambi sagt vom gleichen Bauern bestellt bei dem wir auch die Kartoffeln holen,
und die sind nicht teurer als die aus dem Supermarkt, schmecken dafür aber besser.
Und noch was, wenn wir Freitags oder Samstags in den Supermarkt gehen, und ich dann sehe was da noch so alles an frischen Waren liegt, das geht dann Montags in den Müll, und das geht mit allen anderen Waren(Verfallsdatum) genau so. Heute steht das Verfallsdatum sogar auf Reis oder ähnlichen Lebensmitteln, und das nur deshalb damit die Kunden denken, oh, verfallen, den kann man nicht mehr kochen, was aber Quatsch ist!
Dies wird doch nur praktiziert um noch mehr produzieren und verkaufen zu können.
Und damit es hier genug Fleisch zum wegwerfen gibt hungern woanders die Menschen weil auf deren Feldern unser Viehfutter angebaut wird.
Da geh ich lieber in unseren Hofladen.
So jetzt reicht`s, reg mich sonst nur noch mehr auf, zu Sennes Aussagen sag ich mal lieber nichts.
Knacki war zwar schneller macht aber nichts, sagt er doch fast das gleiche. :good:
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von eltorte »

scanner schrieb
Es bleibt schlussendlich die Wahl der Masse der Konsumenten, ob sie sich daran beteiligen wollen und es ihnen egal ist, woher ihre Nahrung kommt oder wie sie produziert wird.

hallo Scanner,
das sehe ich nicht ganz so.
Die Masse der Konsumenten ist doch in 3 Schichten untergliedert oder 2 ? :)
Die Untere hat keinen grossen Auswahlbereich um auf Lebensmittel zurückzugreifen die weniger verwerflich und meist teurer erhältlich sind.
Diese haben aber das kostbarste gelernt und praktizieren gelebte Bescheidenheit.
Das könnte die mittlere und obere von Denen lernen, aber wer will den gewohnten`` Lebens-Standard `` aufgeben von Denen welche sich keine Gedanken machen ? Freiwillig ? Niemals ...
gruss Torte
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Donna »

..einmal in der Woche bekommen wir eine Kiste mit Obst und eine Kiste mit Gemüse und Salat.....weiter beziehen wir unsere Gemüsepflanzen, Kräuter, Kartoffeln und Mehl (Brotbäckerei) von dort....http://www" onclick="window.open(this.href);return false;.ökokiste-schwarzach.de/....warum????

Aus Überzeugung! Wenn jeder nur ein wenig mit Respekt auf unsere Ressourcen schaut, ja dann...erklärt es sich von selbst.

Auch ich vergehe mich mal an einem blutigen Steak und sogar mit Freude.... :) ....doch muss es jeden Tag eine halbe Sau auf Toast sein?
Das mit dem Meerschweinchen hab ich auch versucht....auch was niedlich ist schmeckt lecker... :(
Unsere Tierhaltung treibt mir zu großen Teilen Tränen un die Augen....ebenso Tranzport und Tötung! :nono:


Die Moral von der Geschichte?.....wenn jeder sich selbst der nächste ist können wir uns gleich die Kugel geben...
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Dooneera
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Dooneera »

Ja Sonja, genau so sehe ich es auch :good:
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scannix
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von scannix »

torte hat geschrieben:Scanner schrieb: Es bleibt schlussendlich die Wahl der Masse der Konsumenten, ob sie sich daran beteiligen wollen und es ihnen egal ist, woher ihre Nahrung kommt oder wie sie produziert wird.

Hallo Scanner,
das sehe ich nicht ganz so. Die Masse der Konsumenten ist doch in 3 Schichten untergliedert oder 2 ? :) Die Untere hat keinen grossen Auswahlbereich um auf Lebensmittel zurückzugreifen die weniger verwerflich und meist teurer erhältlich sind.vDiese haben aber das Kostbarste gelernt und praktizieren gelebte Bescheidenheit. Das könnte die mittlere und obere von Denen lernen, aber wer will den gewohnten "Lebens-Standard" aufgeben von Denen welche sich keine Gedanken machen ? Freiwillig ? Niemals ...
gruss Torte
Also grundsätzlich stimme ich Dir zu. Aber ich kenne auch Hartzer in meinem Bekanntenkreis, denen das gelingt. Sie legen trotz des Wenigen wert auf Gutes. Das kriegen sie ganz gut in den Griff und haben ihren Speiseplan dementsprechend verändert. Es muss nicht Bio sein, um sich gesund zu ernähren. Das geht auch konventionell. Früher hat man Mahlzeiten mehrfach verwendet, indem aus den Resten andere Speisen zubereitet hat. Viele unserer Mütter konnten das, weil sie Ahnung vom Kochen haben. Die jüngere Generation beginnt gerade sich wieder damit zu befassen und alte Werte aufzugreifen.

Die (spätrömische ) Dekandenz des Geldadels möchte nicht verzichten sondern sich leisten, was immer man sich leisten kann. Zum Glück ist das aber nur ein geringer Anteil der Bevölkerung, denn die meisten sind nicht reich. Aber auch einige Reiche beginnen verantwortungsvoller zu handeln. Heisst aber nicht, dass sie Vorbilder sind. Ich gehe täglich in reiche Haushalte um deren Hunde zu trainieren. Daher kann ich das aus eigener Erfahrung sagen... meist sind es jüngere Familien mit viel Geld, nicht die Alten....

@Knacki
Auch Dir stimme ich im Grunde zu. Zitat: "Wir müssen die Natur nutzen um zu überleben, so wie jede Lebensform - das geht nicht ohne anderes Leben (und sei es auch nur pflanzlich) auszulöschen." Ja, und jetzt hat ein Teil der Menschen schon damit aufgehört. Genauso wie er irgendwann aufgehört hat in den Wald zu kacken und in Höhlen zu leben. :zwinker:

Ihr denkt vermutlich ich bin Veganer, aber das ist nicht so. Aber mein Denken und mein Konsum habe ich radikal geändert. Die Informationen und die Statistiken über Landwirtschaft, Herstellung, Globalisierung, Auswirkungen und Abstrusitäten (z.B. die ausländischen Märkte kaputt zu spekulieren mit Rohstoffwetten a' la Deutsche Bank und Co.) haben mich dazu gebracht. Bestimmte Waren konsumiere ich gar nicht mehr, weil sie mit natürlicher Ernährung gar nichts mehr zu tun haben. Die vegane Ernährung kann sehr lecker und auch die Lust am Essen befriedigen.

Leider wissen die Meisten nichts über Zubereitung, Garzeiten und welche LM überhaupt geeignet sind. Wenn Testfamilien im TV eine 2-wöchige vergane Ernährung "aufgebrummt" bekommen, ist die Weise des Berichtes immer sehr einseitig, weil den Probanden nicht gezeigt wird, wie sie damit umgehen sollen. Und es gibt wirklich grausame Tofu oder Soja Produkte. aber es gibt auch welche, die z.B. wie ne Krakauer vom Grill schmeckt, aber fleischlos ist. Ich persönlich esse auch noch Fleisch. Nur eben längst nicht mehr jeden Tag. Mir geht es damit trotzdem wunderbar, weil es endlos viele Rezepte gibt, die mir Gaumenfreuden bereiten - ohne wirklichen Verzicht! Meine Blutwerte haben ich vor meinem aktuellen Sportprogramm spasseshalber mal testen lassen und weiss jetzt, wie ich meine Nährstoffe durch andere Produkte ganz einfach ersetzen kann. Das ist keine große Kunst. Es bedeutet aber, dass man sich auf neue Wege einlassen muss. Die oben genannten Argumente machen es mir heute einfach leichter....und es gibt Vorbilder:

[youtube]https://www.youtube.com/watch?v=UYXzp3jccW4[/youtube]

Scannix
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kahlgryndiger
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von kahlgryndiger »

Als Neuling hier in diesem Forum halte ich mich eigentlich ganz gerne erst einmal etwas zurück. Hier möchte ich aber einmal bemerken dass ich überrascht bin über diesen Fred hier und vor allem auch darüber wie zivilisiert er verläuft.

Ich selbst beschäftige mich seit ein paar Jahren mehr und mehr mit diesem Thema. Meine Freundin ernährt sicht weitestgehend vegan, ich dagegen esse schon mal ganz gerne Fleisch. Wir leben nicht zusammen aber wenn wir zusammen sind kochen wir vegetarisch. Wir sind schon auch Genußmenschen und kochen gerne. Es gibt unglaublich viele Gerichte vor allem aus der indischen Küche, die einen nichts vermissen lassen. Manchmal gibt es auch Wildschwein direkt vom Förster ...

Was ich nicht mag sind die meisten Fleischersatzprodukte. Ich arbeite oft in einem Reisegewerbe und kann dann nicht immer allzu wählerisch sein. Vor allem bei unseren Freunden westlich des Atlantiks :|

Es wird Zeit ein klein wenig umzudenken bei unserer Ernährung. In Bezug auf Fleisch bedeutet das für mich, weniger ist manchmal mehr.

Weitermachen.

:)
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Knarf
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Knarf »

Hallo Gemeinde,

ich bin ja an sich auch kein Verächter guter tierischer Proteine. In Anbetracht der Entwicklungen der letzten Jahre, habe ich meinen Fleischkonsum allerdings schon deutlich zurückgeschraubt. Wenn es Fleisch gibt, dann vom örtlichen Bauern mit Direktvermarktung, vom marokanischen Fleischer (da ist halt nur die Halal-Schlachtung blöd für das Tier) oder aus'm Wald...

Die ganze Nummer mit dem Fleischkonsum wird noch richtig dicke kommen, da China seit zwei Jahren gut dabei ist, den Rückstand in Puncto Fleischkonsum pro Kopf der westlichen Welt anzupassen. Wenn die Entwicklungsländer Dank Billigfleisch aus Europa richtig nachziehen... :kratz:
Globale Reduzierung des Fleischverzehrs wäre da sicherlich'ne gute Nummer allerdings stößt man da an die gleichen Grenzen wie beim Umweltschutz. Es lässt sich halt nicht vermitteln, warum nicht jeder soviel konsumieren kann wie in der westlichen Welt.... :x

Zum Thema Ernährung von 9 Milliarden gibt es einen sehr guten Film von Marie-Monique Robin welcher mal bei ARTE ausgestrahlt wurde: Zukunft pflanzen - Bio für 9 Milliarden. Für jeden Interessierten, aus meiner Sicht seeehr sehenswert!


Beste Grüße
Stephan
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Superbig »

Das Problem ist, es würden ja mehr bewußt essen, wenn die Lebensmittel teurer wären. Da überlegt sich jeder ob er etwas essen muß oder nicht. Die Dumpingpreise gerade zu den Wochenden machen einen dies bewußt. Hier noch einmal 30% und da 30%. Da macht sich kaum einer Gedanken, hauptsache er hat ein Schnäppchen gemacht. Juhu 10 kg Fleisch für 3 Euro ( iss nur ein Beispiel ). Die denken dann auch die 3 Euro kann man auch mal verschmerzen, wenn man es denn wegschmeissen muß.

Andererseits gibt es auch Hartz 4 Empfänger die sich freuen einmal für ein paar Taler ein Stück Fleisch auf den Tisch zu bekommen.
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Hein
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Hein »

Dumpingpreise zum Wochenende :?:
Die Lammlachse sollten heute 36€ kosten :cry:
Da habe ich dann doch lieber auf Irish Rind zurück gegriffen.
Bei uns gibt es vielleicht 2x die Woche Fleisch, aber dafür greifen wir dann gerne mal ein wenig tiefer in die Tasche.
Wurst essen wir fast gar nicht mehr.
Dafür essen wir viel Fisch(obwohl auch bedenklich, Aquakultur,Antibiotika), Gemüse und Salat, Käse und Marmelade.
Das Brot hole ich seit Anfang des Jahres bei der Tafel, oder backe es selbst.

Gruß aus dem wohl größten Masttiergebiet der Republik, dem Münsterland.
Lieber in der Jugend verausgabt, als im Alter nichts erlebt zu haben.
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Re: Für die Carnivore unter Euch...

Beitrag von Superbig »

Dumpingpreise zum Wochenende bezog sich darauf, wenn Lebensmittelkonzerne mehr Waren ordern als sie verkaufen können. Eine Stunde vor Ladenschluß kommen überall die besagten Prozente drauf, damit sie diese Lebensmittel nicht entsorgen müssen. Kunde Geizhals freut sich drüber und denkt mit keinem Wimpernschlag darüber nach.
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