Frankensteins Vergaser...

Alles was irgendwie mit der BIG (oder auch anderen) zu tun hat.
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Copitz-big
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Re: Frankensteins Vergaser...

Beitrag von Copitz-big »

Danke für deinen Tipp
LG Titus

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Bigfoot
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Re: Frankensteins Vergaser...

Beitrag von Bigfoot »


dnwalker hat geschrieben:...an dem Thema Lambdasonde bin ich auch gerade dran.

Die Schaltung habe ich möglichst einfach und kostengünstig mit einfach zu bekommenden Teilen aufgebaut.

Bild

Lambdasonde habe ich auch günstig "geschossen".

Im Trockentest funktioniert das sehr gut...
Das sieht interessant aus, hast du zu der Schaltung vielleicht ein paar genauere Infos?

Sowas würd ich mir evtl auch gerne basteln, so fertige Anzeigen sind ja gar nicht mal unbedingt so günstig und selbst gebaut macht sowieso mehr Spaß :)

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Eintopfquäler
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Re: Frankensteins Vergaser...

Beitrag von Eintopfquäler »

Kernstück zur wirklich aussagekräftigen Messung für eine Abstimmung ist eine Breitbandsonde. Und die kostet schon ein bissl was. :D
Das macht schon den Löwenanteil aus. Spannungsprungsonden haben einen viel zu schmalen Bereich, um gerade bei hohen Drehzahlen anständige Daten zu liefern. Die "kippen" ihre Spannungswerte ab Lambda 0.98 oder 1.02 extrem. Ältere Einspritzer fahren deshalb feste Kennfeldwerte ab Drosselklappenstellung X, weil die Lambdaregelung ab Drehzahl Y nicht mehr richtig greifen kann. Sprungsonde kann man daher zur Vergaserabstimmung direkt vergessen.

https://www.mft-shop.de/marken/innovate ... atool?c=27

Dieses Kit werde ich mir wohl mal demnächst anschaffen, da ich beim Autowagen vor dem gleichen Problem steh. :D
Vielleicht beschaff ich mir noch einen Krümmer für die SR43 und steck diese Sonde da rein. Dann hätten wir ne Forenleihgabe. :gps:
Alles lief perfekt nach Plan... Aber der Plan war Kacke.
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dnwalker
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Re: Frankensteins Vergaser...

Beitrag von dnwalker »

Bigfoot hat geschrieben: 21.02.2021, 20:42
dnwalker hat geschrieben:...an dem Thema Lambdasonde bin ich auch gerade dran.

Die Schaltung habe ich möglichst einfach und kostengünstig mit einfach zu bekommenden Teilen aufgebaut.

Bild

Lambdasonde habe ich auch günstig "geschossen".

Im Trockentest funktioniert das sehr gut...
Das sieht interessant aus, hast du zu der Schaltung vielleicht ein paar genauere Infos?

Sowas würd ich mir evtl auch gerne basteln, so fertige Anzeigen sind ja gar nicht mal unbedingt so günstig und selbst gebaut macht sowieso mehr Spaß :)

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Hallo,

um die Schaltung und auch die Lötarbeiten auf einer Lochrasterplatine möglichst gering zu halten, habe ich einfach einen Arduino Nano (kostet nicht mal 5€) als Herzstück genommen.

So spart man sich schon mal die ganze Schaltung um den Prozessor herum und auch das Aufspielen der Software wird über den USB-Anschluss sehr einfach. Man braucht nur einen PC und eben ein

übliches USB-Kabel um die Datei auf den Chip zu kopieren.

An den Arduino nano braucht man dann lediglich 10Led's mit je einem Vorwiderstand an jeweils 10 Ausgangspins zu löten.

Den Code habe ich mit Bascom geschrieben. Die Daten/Spannungen wann die LED's geschaltet werden müssen sind ja bekannt und recht einfach (Diagramme) im Internet zu finden.

Weitere gute Infos gibt es z.B. auf dieser Seite. http://mdvp.bplaced.net/Lambda/Lambda.html

Dort wird auch die klassische Schaltung mit den LM3914 IC's vorgestellt.

Bei der klassischen Schaltung werden die LED's aber nicht genau nach der Kurve/Sprungverhalten geschaltet sondern quasi linear.

Da mir das gerade bei dem engen Nutzungsbereich einer günstigen Sprungsonde zu ungenau war habe ich dann die tatsächlichen Werte auf Grund der Kurve genommen.

Ich habe auch beide Kurven einmal für 650Grad und 800Grad Betriebstemperatur in den Code geschrieben. Welche Kurve man nimmt kann man mit einem Jumper auf der Lochrasterplatine auswählen.

Bei meinem Code wird für die Umschaltung der Temperaturbereiche nur ein Jumper verwendet und nicht wie bei der Schaltung auf der genannten Seite zwei Pins.

Da ich eine beheizte Sonde verwende liegt bei mir die Temperatur immer über 650Grad (habe ich an der Sonde testweise mal nachgemessen) - somit stelle ich bei meiner Sonde immer den 800Grad Bereich ein was auch ganz gut funktioniert.

Im Grunde müsste meine Schaltung fast genau das machen was das Gerät von Aynchel (hat er auch mal hier im Forum gezeigt) macht.

Klar ist eine Breitbandsonde genauer aber es ist halt auch eine Sache ob ich mal schnell 300-500€ für so eine Profilösung ausgebe oder eben Bauteile für nicht mal 10€ und eine günstige Sprungsonde (ich habe meine für 8€ in der Bucht geschossen) ausgibt.

Ich habe für meine beiden Bigs einen Gunson CO-Messer und eben die einfache Lösung mit der Sprungsonde und bekomme eine so denke ich gute Abstimmung hin.

Schaltplan habe ich noch keinen gemacht aber den Code kannst Du haben. Aufspielen kann man den auch ohne Arduino IDE oder Bascom mit dem kostenlosen Mini-Tool XLoader.

Schaltplan kann ich aber auch mal zeichnen.

Gruß
Dieter
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Re: Frankensteins Vergaser...

Beitrag von Bigfoot »

Hey,

das mit dem Code wär ja super :)

So ne Platine löten sollte ich hinkriegen, von Code und Software schreiben hab ich allerdings keine Ahnung...
Schaltplan nehm ich natürlich auch gerne wenn du mal einen hast - die ganze Geschichte wäre doch evtl auch was für die FAQ?

Wie hast du die Sondenheizung angeschlossen? Überlebt die einfach dauerhaft 12V drauf? Bei Autos werd die meine ich doch meist angetaktet und nach Bedarf runtergeregelt.

Danke auch für den Link, da muss ich mich beizeiten mal in Ruhe einlesen :)

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dnwalker
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Re: Frankensteins Vergaser...

Beitrag von dnwalker »

Hallo,

ich habe meine Heizung direkt auf 12V liegen. Wenn Du da mal den Strom misst siehst Du wie der nach kurzer Zeit mit steigender Erwärmung der Sonde kleiner wird.

Meine Sonde nimmt dann so zwischen 0,8 - 1A auf.

Bisher hat die das überlebt ohne Takten oder sonstige Regelungen.

Ich denke wenn man die Sonde direkt vorne in den Krümmer setzt braucht man auch nicht unbedingt eine Sonde mit Heizung.

Man kennt ja das Bild von der Big wenn der Krümmer glüht - da braucht man dann bestimmt auch nicht
die Sonde extra zu heizen.

Hier mal der Schaltplan:

Bild

Um die Datei auf den Arduino zu kopieren kann man dieses kleine Tool verwenden:

http://www.hobbytronics.co.uk/download/XLoader.zip

Also Arduino an den USB-Port stecken. Da wird dann ein Treiber benötigt den man aber schnell im Netz findet. Ist der installiert sieht man den Arduino im Gerätemanager als Com-Port.

Diesen Com-Port bei Xloader einstellen und den Arduino Nano Atmega 328P auswählen. Die Baudrate sollte eigentlich 57600 oder 115200 sein (je nach Herkunft des Arduino kann die variieren). Einfach mal testen.

Die hex-Datei vorher in das Verzeichnis von XLoader kopieren und diese dann im Tool auswählen.

Dann "Upload" drücken und die Datei in den Nano kopieren. Sollte nur wenige Sekunden dauern. Dann am Arduino die "Reset-Taste" drücken und dann sollte das Teil eigentlich laufen.


Gruß
Dieter
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