Stabilität der Gabel

Alles was irgendwie mit der BIG (oder auch anderen) zu tun hat.
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PaulAim
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Stabilität der Gabel

Beitrag von PaulAim »

Hallo zusammen,

mich hat vor ein paar Tagen ein Rentner zum Absprung gezwungen.
Als ich das Motorrad wieder angeworfen habe, war der Lenker schräg, während das Vorderrad geradeaus fuhr.
Ist mir durch die Hektik aber erst auf der Landstraße aufgefallen. :zzz:

Zuhause alles auseinander gebaut:
Lenker: Gerade
Lenker zu oberer Gabelbrücke: Gerade
Standrohre: Gerade
Tauchrohre: Gerade

Jedoch lässt sich die untere Gabelbrücke drehen.
Gehört das so?
Ist das der Grund für den HRT-Stabi?
Oder muss da was repariert werden?

Liebe Grüße
Paul
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Bambi
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Bambi »

Huch, der Paul!
Wir hatten ja bei den Caferacern gerade das Vergnügen. Bei diesem Satz
PaulAim hat geschrieben: 27.02.2021, 21:28 Jedoch lässt sich die untere Gabelbrücke drehen.
Gehört das so?
kann ich Dir nicht ganz folgen. Immerhin sollte sich die gesamte Einheit Lenker, obere Gabelbrücke, Stand- und Tauchrohre und unter Gabelbrücke gemeinsam drehen lassen. Könnte Dein Steuerrohr (das, welche durch den Lenkkopf geht und obere und unter Gabelbrücke verbindet) gebrochen oder in der unteren Brücke (dort ist sie fixiert!) lose sein?
Schöne Grüße, Bambi
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Bambi
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Bambi »

Zu Stefans (HRT - Heßler Rallye-Team bzw. www.dr-big-shop.de) Gabelstabi: der verhindert das Verdrehen der Tauchrohre gegeneinander, z.B. beim heftigen Bremsen. Dein Problem liegt woanders ...
Noch mehr Grüße, Bambi
Ach ja, empfehlen kann ich ihn durchaus ...
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PaulAim
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von PaulAim »

Ahoi,

Vielen Dank für die Antwort.

Wenn alles zusammengebaut ist, bewegt sich das natürlich als Einheit.

Ich hab aber alles auseinandergebaut. Momentan sieht es wie auf dem Bild aus.

Im Lenkkopf steckt ja der ganze Kram drin.
Und der untere Teil lässt sich drehen. Schwergängig, aber er lässt sich drehen.

Viele Grüße
Paul


Bild
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Eintopfquäler
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Eintopfquäler »

Wenn du das eh schon soweit auseinander hast, ists ne gute Gelegenheit um das Lenkkopflager neu zu machen.
Die Brücken lassen sich tatsächlich zueinander verdrehen, was ja auch die vom Hessler beschriebene Verwindung begründet. Die obere Brücke ist quasi nur aufgesteckt und mit Hutmutter und Nutmutter gekontert. Wahrscheinlich hat das LKL vom Umfaller bissl zuviel abgekriegt und den oberen Käfig zerdrückt. Davon zuviel Spiel.
Alles lief perfekt nach Plan... Aber der Plan war Kacke.
Aynchel
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Aynchel »

Die meiste Arbeit ist getan
also nimm das Gabeljoch ganz aus dem Lenkkopf
Mach mal Fotos von den Lagern und speziel der Lagerschale unten im Lenkkopf
Aynchel aus Meddersheim
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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PaulAim
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von PaulAim »

Vielen Dank für die Antworten.

Beim Einschlagen rastet nix ein und in der Kurve ist die Fuhre auch nicht kippelig.
Lediglich freihändig fahren bei 60-80 ging nicht, weil die Lenkung dann geflattert hat.
Lenkkopflager hatte ich auch schon mal im Sinn, wollte das bei dem jetzigen Umbau auch machen, war mir aber nicht sicher, weil es bisher ja gepasst hat.

Dann werde ich das mal demontieren und Fotos machen.
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Roland
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Roland »

PaulAim hat geschrieben: 27.02.2021, 22:39 Lediglich freihändig fahren bei 60-80 ging nicht, weil die Lenkung dann geflattert hat.
Lenkkopflager hatte ich auch schon mal im Sinn, wollte das bei dem jetzigen Umbau auch machen, war mir aber nicht sicher, weil es bisher ja gepasst hat.
Vergiss „weil es bisher gepasst hat“. Lenkerflattern ist ein deutlicher Hinweis auf Schaden am LKL. Wahrscheinlich Rattermarken am unteren Lager. Photo kannst Du Dir dann sparen. Sauber machen, anschauen, falls „ja“: Tauschen!
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Hoehni
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Hoehni »

Naja. Die Aussage, dass ein Lenkerflattern (Shimmy) durch ein defektes LKL hervorgerufen wird ist mir neu. Ich möchte nicht direkt behaupten, dass es nicht sein kann. Aber die von ihm beschriebene Problematik beim geradeausfahren passt da schon eher. Weil das Lager aufgrund der von Roland angesprochen „Rattermarken“ um die Lenkachse herum einrastet und machen somit einen vernünftigen Geradeauslauf unmöglich. Leider fressen die Bigs die Dinger. Meine schaffen max. 25000 km. Wenn es soweit ist merkt man das beim einlenken bei entlastetem Vorderrad. Am besten nochmal testen.
Der Shimmy ist aber eher ein Phänomen bei ungleichmässig abgefahrenen Reifen, Luftdruckproblemen, Unwucht, oder einfach einem Reifen der scheisse ist und dazu neigt. Dafür spricht auch der angegebene Geschwindigkeitsbereich. Entsprechend hört es sich für mich nach zwei Problemen unterschiedlicher Ursache an.

Gruß Marco
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PaulAim
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von PaulAim »

Ich komme heute leider erst dazu, die Kabelbrücke/LKL anzuschauen.
Zum Reifen:
Ich fahre die Metzeler Tourance, letztes Jahr durch ne Fachwerkstatt montiert und gewuchtet. Luftdruck wird regelmäßig gecheckt.
Daran kann es also nicht liegen. :-/

Ich baue die ja sowieso komplett auseinander. Wahrscheinlich ist das Thema danach dann erledigt. :hmm:
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Big Willi
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Big Willi »

Und welchen Druck fährst du vorne? Ich frage das deshalb, weil schon wenige Nachkommastellen beim Druck vorne enorme Auswirkungen haben können. Mir war der Druck mal von 2,3bar vorne auf 1,7bar abgefallen. Ein Loslassen des Lenkers wollte die Dicke da sofort mit Abwerfen des Reiters bestrafen. Wieder auf 2,3bar aufgepumpt, und alles war fein.
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Andy17 »

Die im Handbuch angegenen 1,75bar oder so sind für die heutigen Reifen auf jeden Fall zu wenig.
Keine Ahnung wie ausgeprägt dein Lenkerflattern ist, aber der Tourance fand ich da auch nicht das Optimum ;-)
Nach meinem Empfinden war das auf der DR eine Rückschritt vom Enduro 4.
Zu viel >2,4bar sollte es aber auch nicht werden, dann bekommt er schnell ein Sägezahn.
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Roland
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Roland »

Hoehni hat geschrieben: 02.03.2021, 06:44 Naja. Die Aussage, dass ein Lenkerflattern (Shimmy) durch ein defektes LKL hervorgerufen wird ist mir neu.
Dafür nich. Die Stabilität von drehenden Rädern hängt nun mal von einer Vielzahl unterschiedlicher Parameter ab, darunter die Wesentlichsten: Nachlauf, Aufhängungssteifigkeit, Reifenart und -Dimension, Geschwindigkeit.
Die Big hat - für eine Enduro - ein superstabiles auf guten Geradeauslauf ausgelegtes Fahrwerk, das eione Menge wegsteckt. Mein (und das anderer Leute) Gewicht, schlechte Reifen, Sägezahn u.v.m. Nur auf Schäden / Falscheinstellungen den LKL mag es nicht. Und zur Haltbarkeit der Konstruktion haist Du ja schon was gesagt.

Wenn der TO ohnehin alles draußen hat, ist die Kontrolle auf Rattermarken nun wirklich kein Hexenwerk.
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Big Willi »

Die Frage stellt sich doch gar nicht. Wenn alles draußen ist, wird das Lager auf jeden Fall neu gemacht. Wenn ich nen Motor spalte, mache ich das doch genau so und tausche immer alle Lager und nicht nur einen Teil.
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PaulAim
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von PaulAim »

Die Reifen fahre ich mit 2 Bar vorne und 2,2 hinten.

Heute habe ich mal den Lenker demontiert und versucht, das LKL auszubauen.
Jetzt hängt quasi nur noch die Gabelbrücke am Rahmen. Und wenn man die bewegt, spürt man merkliche Rastpunkte an verschiedenen Stellen.
Besonders ist die Arretierung etwas neben der Mittelstellung.

Davon hat man bei voller Montur der Gabel nix gemerkt.

Also: da wird alles getauscht, dann sollte das wieder passen.

Vielen Dank für eure Hilfe und Denkanstöße.

LHzG vom nicht fahrenden Paul.
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Big Willi
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Big Willi »

Nichtsdestotrotz sind 2bar vorne und 2,2bar hinten ein bißchen wenig... :zwinker:
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Andy17
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Andy17 »

Metzeler gibt 2,0 / 2,5 an. Ich fahre aber auch mit 2,3 / 2,5.
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Aynchel »

moin auch
kalt 2,0 - 2,3 für einen einzelnen Fahrer ist iO
wenn man dann nach 100km an der Tanke nachmisst sind das 2,2 - 2,5

mit 2 Leuten und Gepäck muss man hoch gehen

ein Scout hat eine harte Karkasse, die braucht nicht so viel Luft
im Dreck mit je einem Reifenhalter fahre ich die mit 1,0 - 0,8

dagegen der Trail Attac 2 deutlich weicher, der braucht etwas mehr

aber jeder wie er denkt :D
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Big Willi »

Der K60 Scout war es, welcher mich bei 1,7bar vorne abwerfen wollte. Oberhalb 2bar war er vollkommen i.O. Darunter wollte er mich bei 70 bis 80km/h abwerfen. Deshalb fahre ich vorne immer 2,3 und hinten ebenfalls 2,3 bis 2,5.
Willi...fährt mit der Dicken nicht mehr im Dreck :nono:
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Re: Stabilität der Gabel

Beitrag von Aynchel »

ne
ich auch nimmer
dafür hab ich die 650er
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