Probleme bei der Vergasereinstellung

Alles was irgendwie mit der BIG (oder auch anderen) zu tun hat.
Antworten
Benutzeravatar
dnwalker
Fresh Boarder
Fresh Boarder
Beiträge: 198
Registriert: 03.02.2006, 17:11
Wohnort: Köln
Status: Offline

Probleme bei der Vergasereinstellung

Beitrag von dnwalker »

Hallo zusammen,

ich habe hier eine 43er Big neu aufgebaut die auch durch die Abgasuntersuchung beim TÜV durchgekommen ist.

Das bedeutet ja nicht das der Motor auf vernünftig läuft - in meinem Fall läuft der Motor wie ein Sack Muscheln und gerade im Leerlauf gibt es einige Probleme.

An dem Moped habe ich einen Edelstahlleistungskrümmer montiert der dann über ein 1in2 (also Y-Stück) auf zwei GPR Pötte (ja ich weiß Brülltüten aber der Besitzer will es so) die Abgase verteilt.
Das Y-Stück habe ich quasi aus mehreren Stücken der originalen Rohre geschweißt die bei den GPR-Tröten dabei sind. Ich hatte da noch einige Rohre in der Metallkiste von anderen GPR Tüten die man verwenden konnte. Der Durchmesser der Anlage ist somit ordentlich groß.

Soweit ich das sehen/prüfen konnte ist die komplette Auspuffanlage dicht.

Die Vergaser sind überholt worden und mit den originalen Düsen für eine 43er versehen.

Da der Motor einen Schaden hatte (Kette übergesprungen und somit Ventile im Eimer) wurde auch der soweit gemacht. Alle Dichtungen sind neu, Ventile sind neu und per Hand sauber eingeschliffen.

Das man zu den Umgebungsbedingungen.

Das Problem ist das der Motor sehr schlecht anspringt und sich ein Leerlauf erst einstellt wenn der Motor schon sehr heiß ist.

Startet man das Moped mit Choke (Choke bewegt sich frei und der Zug ist neu und auch so verlegt das da keine Probleme sein sollten) qualmt das Moped wie die Sau aber läuft mit erhöhter Drehzahl.
Im Vergleich zu meiner eigenen Big hat man das Gefühl das bei dem Problem-Moped die Menge Sprit die über die Choke funktion zusätzlich in den Zylinder kommt um einiges höher ist als bei meinem Moped.
Diese Menge kann man ja nicht einstellen und sollte doch bei allen Vergaser der Baureihe gleich sein.

Schiebt man selbst nach Minuten des Warmlaufen den Choke zurück stirbt der Motor sofort ab. Würde ja bedeuten das das Leerlaufgemisch zu mager ist.
Ist der Motor dann irgendwann so richtig heiß läuft der Motor auch im Leerlauf mit einem CO von 2,5 laut Tester beim TÜV.

Gibt man jetzt Gas nimmt der Motor nur unwillig und ruckeld das Gas an. Dreht man sofort richtig auf stirbt der Motor auch sofort wieder ab. Würde ja auch wieder auf zu mager hindeuten. Fahrbar ist die ganze Nummer so nicht.

Die Frage wäre ja jetzt ist eventuell die Leerlaufdüse zu klein. Aber eigentlich sollte die geänderte Abgasanlage doch im Leerlauf nicht solche Auswirkungen haben und das Moped sollte mit den originalen Düsen im Leerlauf wenigstens laufen.

Irgendwie bekomme ich das Fehlerbild nicht unter einen Hut.

Ach ja Schwimmerstand stimmt genau - alle Dichtungen einschließlich Nadelventil und der Dichtungen an der Drosselklappenwelle sind auch neu.


Es bringt ja jetzt auch nichts wild an der Leerlaufgemischschraube zu kurbeln denn so einen weiten Einstellbereich hat man da ja nun auch nicht.

Wie geschrieben tappe ich da aktuell völlig im Dunkeln und ich hoffe das Ihr mir hier weiter helfen könntet.

Schöne Grüße
Dieter
Benutzeravatar
Würmer
Platinum Boarder
Platinum Boarder
Beiträge: 2116
Registriert: 21.10.2011, 22:51
Wohnort: Würm
Kontaktdaten:
Status: Offline

Re: Probleme bei der Vergasereinstellung

Beitrag von Würmer »

Bei Änderungen an der Abgasanlage ist immer die Leerlaufdüse anzupassen. Sprich die muß größer
http://www.das-toeff.de" onclick="window.open(this.href);return false;
Ned schwätzen, sondern machen!
Benutzeravatar
LuluBanane
Platinum Boarder
Platinum Boarder
Beiträge: 3250
Registriert: 03.02.2006, 08:36
Wohnort: Gößweinstein
Status: Offline

Re: Probleme bei der Vergasereinstellung

Beitrag von LuluBanane »

Servus,
ich könnte mir vorstellen, daß der Luftfilter nicht mehr zur GPR Doppeltüte passt.
Immerhin ersetzt normalerweise 1 GPR den den original Doppelauspuff.

Gruß Lutz
Der Mensch, wie ihn die Natur erschafft, ist etwas Unberechenbares, Undurchsichtiges, Gefährliches. (H.Hesse)
Benutzeravatar
dnwalker
Fresh Boarder
Fresh Boarder
Beiträge: 198
Registriert: 03.02.2006, 17:11
Wohnort: Köln
Status: Offline

Re: Probleme bei der Vergasereinstellung

Beitrag von dnwalker »

Hallo,

danke für Eure Infos...

Einen Fehler habe ich schon gefunden.

Da hat sich eine der Muttern mit der die Bowdenzügen am Vergaser befestigt und eingestellt werden gelöst und ist entlang dem Bowdenzug in Richtung der "Scheibe" an der Drosselklappenwelle gerutscht.
Die hat dafür gesorgt das die Klappen immer etwas offen standen und somit erklärt sich die hohe Drehzahl.

Da muss meine Tochter bei der letzten Fahrt wohl gerade noch bis zur Garage gekommen sein und dann hat sich die Mutter gelöst sonst hätte die sich damals schon über zu hohe Leerlaufdrehzahlen beschwert.

Bei der Demontage der Schwimmerkammer konnte ich dann einen Blick auf die "tollen" Dichtungen der Rep-Sätze von Keystar werfen und sehen das sich die Dichtungen schon geworfen haben und nicht mehr sauber in den Führungen liegen.

Beim Entleeren der Schwimmerkammern kam aus einem Vergaser auch grün verfärbter Sprit was ja auch schon ein Zeichen ist das sich da entweder etwas aufgelöst hat.

Da ich jetzt keine Zeit habe mich wieder mit den Vergasern zu beschäftigen habe ich die jetzt zum Stefan Hessler gesendet um die dort vernünftig überholen zu lassen. Meine Tochter soll ja endlich Spaß an ihrem Alteisen haben und das so schnell wie möglich.

Hoffentlich läuft das Teil dann endlich sauber.

Ich werde Euch informieren was daraus geworden ist.

Gruß
Dieter
Antworten