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Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 11:00
von sepp-t
aus einem anderen Thread, wo das Thema nich jepasst hat
Knacki hat geschrieben:sepp-t schrieb:
also wenn eener uffna Rennsemmel nen Organspendeausweis dabei hat, issa mir ehrlich jesacht perse erstmal sympatisch... :good:
denn den Ausweis haben eigentlich vielzu wenich dabei...
sorry, aber für mich war Frankenstein ein Horrorfilm! Ich persönlich finde diese Art Ersatzteilmedizin im höchsten Maße unmoralisch. Ich werde niemals mir Körperteile anderer Menschen oder Tiere einsetzen lassen und versuche auch zu verhindern, dass Körperteile von mir für andere wiederverwertet werden. Ich kann gar nicht verstehen, wie man auf solche Ideen kommt.

So ... Ring frei! Nu prügelt mal alle auf mich ein :shock: .

Gruß
Knacki

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 11:01
von sepp-t
Knacki hat geschrieben:Ich werde niemals mir Körperteile anderer Menschen oder Tiere einsetzen lassen und versuche auch zu verhindern, dass Körperteile von mir für andere wiederverwertet werden. Ich kann gar nicht verstehen, wie man auf solche Ideen kommt.
So ... Ring frei! Nu prügelt mal alle auf mich ein :shock: .
Gruß
Knacki
WARUM? Das Entscheidende ist doch, dass jemand ne klare Meinung hat... und die muss man gefälligst akzeptieren :good:

Und Du hast Dir offensichtlich wenigstens eine Meinung gebildet, Dich also mit dem Thema beschäftigt, und das ist mir tausendmal wichtiger.

Denn die Gleichgültigkeit der Leute, die sich keine Meinung bilden und nichts dazu sagen, macht es doch den Ärzten schwer, die in der Lage wären das Leben eines Menschen zu retten, wenn Sie wüssten, dass das klinisch tote Unfallopfer, dessen Herz z.B. passen würde, damit einverstanden ist.

Ich vertrete ja sogar die ketzerische Meinung, dass es eigentlich genau andersrum sein müsste...
Also jeder der nicht Organe Spenden will muss einen "Nichtorganspendeausweis" bei sich haben, also explizit ausdrücken, keine Organe spenden zu wollen, weil es dann deutlich kürzere Wartelisten gäbe.
so ... Ring frei! Nu dürfta mal alle auf mich einprügeln :shock:

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 11:22
von hcw
Mir isses wurscht, was nach meinem Tod mit meinem Körper passiert. Von mir aus können sie ihn auch hier ausstellen :P


Ich hab nen Organspendeausweis in der Tasche. Schon seit über 15 Jahren. Ich halte das für sehr sinnvoll. Was ich nicht unbedingt für sinnvoll halte - ist beispielsweise die chirurgische Medizin in Bezug auf dicke Titten, Facelifting und sonstige aus meiner Sicht unnötige OPs. Aber das ist mal wieder streng subjektiv - daher nich sonderlich relevant. :D :D :D


Was ich beispielsweise nich will - anner Maschine Tage-, Monate- oder Jahrelang dranhängen und nicht mehr wirklich da sein. Ich will leben - und nicht vegetieren... Auch das hab ich irgendwo festgelegt.


Ärzte sind auch nur Mechaniker... :D :D :o


Besten Gruß
Christian

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 12:47
von Knacki
hcw schrieb:
Ärzte sind auch nur Mechaniker... :D :D :o
Im Bezug auf die Berufsausübung gebe ich dir Recht. Deshalb machen die auch die gleichen Fehler ("wo ist denn der Lappen?") :gps:
Nun sind Lebewesen keine Maschinen, und sollten deshalb auch nicht ausgeschlachtet werden. Besonders krass finde ich, dass arme Hungerleider ihre Organe schon zu Lebzeiten an westliche Geldsäcke verkaufen um so ihre Familie zu ernähren. Organhandel ist ein Riesengeschäft und deshalb wird in Zukunft noch so mancher über die Klinge springen um irgendwelchen elitären A......chern zu ermöglichen zB. die kaputt gesoffene Leber auszutauschen.
Es ist auch völlig blödsinnig einer immer älter werdenden und wachsenden Bevölkerung zu erlauben die Ressourcen zu verbrauchen, welche eigentlich den jungen Leuten zur Verfügung stehen sollten.

Gruß
Knacki

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 13:20
von eintopf
Knacki hat geschrieben: ...
Es ist auch völlig blödsinnig einer immer älter werdenden und wachsenden Bevölkerung zu erlauben die Ressourcen zu verbrauchen, welche eigentlich den jungen Leuten zur Verfügung stehen sollten.
...
menschenökonomie?

hatten wir schonmal vor ein paar jahrzehnten.

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 13:26
von Tomgar3
Knacki hat geschrieben: Nun sind Lebewesen keine Maschinen, und sollten deshalb auch nicht ausgeschlachtet werden.
Gruß
Knacki
Ich muss gestehen, hier ziehts mir die Hose aus. 8)
Wie ist denn laut dieser Ansicht der Stellenwert all jener Viecher die der MENSCH für allesMögliche ausweidet?
Ist der Sinn einer Jacke niedriger oder höher zu bewerten wenn die eine aus Lebewesen geschnibbelt wurde und die andere aus nem Strauch?
Vor allem da wir Menschen die lebewesen sogar etxra dafür jagen und töten..., was schön zu sehen ist am Beispiel des Organhandels, sogar unsere eigene Rasse.

Meine Ma kriegt hoffentlich bald ihre neue Leber. Ihre eigene hats zerfressen, ausgelöst durch eine Operation vor vielen Jahren.
Also da ist mir schon liebe wenn es Organspende gibt.

Ich für mich habe eher ein spirituelles problem, was nämlich leider erst nach dem jeweiligen Tod ein jeder selber erfahren wird: "Was passiert wirklich mit uns?"
Aber bei derWahl: Vergammeln inner Erde oder ein Teil von mir einem Unfallopfer das Leben schenken zu lassen, also ich habe hier nichtmal ne Frage.
Knacki hat geschrieben: Besonders krass finde ich, dass arme Hungerleider ihre Organe schon zu Lebzeiten an westliche Geldsäcke verkaufen um so ihre Familie zu ernähren.
Gruß
Knacki
Dies hingegen ist nun leider unabdingbar menschlich und zeigt auf dekadente Weise was für Tiere wir eigentlich trotz all der scheinheilgen Phrasendrescherei wirklich sind.
Das ganze zivilisierte Blabla ist nämlich Nonsens, getrieben von der Verdrängung wahrer Umstände die uns überhaupt erst das leben ermöglichen welches wir führen.
Doof ist halt, wenn man zu sehr drüber nachdächte, hilft nur Selbstmord oder der Weg eines Ghandi.

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 14:23
von hcw
@Knacki: Aus meiner Sicht vermischst du da was.

Organspende - ist etwas, was man freiwillig macht.

Organhandel - ist etwas was man gezwungendermaßen macht. Das ist etwas was auch ich nicht gut heiße.

Es ist wie immer im Leben - es gibt Licht und Schatten - und ganz viel dazwischen.


Tomgar3 muss ich da größtenteils zustimmen. Wenn ich mir den Kopf um so einiges mache, was bei uns auf der Welt schief läuft, dann mag ich nicht mehr leben. Man kann nicht alles immer direkt im Blick haben. Beispielsweise habe ich letztens ein Buch gelesen, was mich absolut schockiert hat. Ich komme gerade nicht auf den Titel - es ging um die generelle Haltung von Menschen zu Tieren. Massentierhaltung - nicht nur hier in Deutschland, auch in anderen Ländern, etc....

Es gibt einfach zu viele schlimme Dinge auf der Welt - aus meiner Sicht darf man aber nicht alles an sich heran lassen, weil man sonst nicht mehr glücklich werden kann. Dinge, auf die ich Einfluß habe, versuche ich zu ändern, oder anzusprechen - alles andere muss mehr oder weniger außen vor bleiben.



Besten Gruß
Christian - heute schon philosophiert?

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 14:50
von Dickschiffkapitän
Grüße..

Das ich keinen organspendeausweis habe liegt dadran, daß ich auf eine frage keine antwort weis:

Was passiert mit mir /meinem körper nach dem tod?

Ich bin der überzeugung, daß bei meinem tod alle lichter ausgehen. Ende. Wie ein traumloser schlaf, man ist sich seiner existenz nicht bewusst. Da ist es auch gleich was mit meinem körper passiert. Ganz egal ob er in der erde verrottet, seine asche in einer urne liegt oder er von irgend einem tier das mich gefressen hat verdaut wird und er später die wiese düngt.

Aber das ein teil von mir in einem anderem körper "weiterlebt"?? Das ist mir sehr unheimlich.Für mich ist da eine grenze, genau wie bei der ganzen genmanipulation.

Auf der anderen seite denke ich an die menschen, die händeringend auf ein organ warten. Wenn ich plötzlich auf ein spenderorgan angewiesen wäre, würde ich meine meinung ändern? Ich befürchte schon.

@ knack:
Der organmafia würde es bestimmt sehr schaden, wenn es mehr legale organspenden geben würde.

Noch ein argument pro organspende: Eine bekannte meinte , daß sie wenigstens mit sicherheit tot wäre, wenn ihre organspende zum tragen käme. Keine gefahr, lebendig beerdigt zu werden.


Axel....alles nicht so einfach.

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 15:27
von Knacki
eintopf schrieb:
menschenökonomie?

hatten wir schonmal vor ein paar jahrzehnten.
ich glaube du verstehst mich falsch. Ich meine man sollte den Dingen ihren natürlichen Lauf lassen. Wenn ein Mensch oder Tier mit den eigenen Organen nicht mehr leben kann ist es halt Zeit zu gehen. Das hat nix mit Nazi-Gedankengut zu tun, sondern wird ja so seit Millionen Jahren in der Natur praktiziert. Möchtest du etwa deinen Nachkommen zumuten für mehrere Alte den Lebensunterhalt (Rente) zu verdienen? Oder andersrum gefragt: ist es in Ordnung, wenn irgendwann die Alten alles das für sich beanspruchen, was die Jungen dringend nötig haben um zu überleben und die Art (Mensch) zu erhalten? Man muss diesen Wahnsinn doch nur mal konsequent zu Ende denken.

Tomgar3 schrieb:
Ich muss gestehen, hier ziehts mir die Hose aus.
na, na, na, bitte keine Pornographie hier :lol:
Wie ist denn laut dieser Ansicht der Stellenwert all jener Viecher die der MENSCH für allesMögliche ausweidet?
Ist der Sinn einer Jacke niedriger oder höher zu bewerten wenn die eine aus Lebewesen geschnibbelt wurde und die andere aus nem Strauch?
Vor allem da wir Menschen die lebewesen sogar etxra dafür jagen und töten..., was schön zu sehen ist am Beispiel des Organhandels, sogar unsere eigene Rasse.
Ich hab mich nur gegen diese Ersatzteilmedizin ausgesprochen. Ich habe kein Problem damit Tiere aus Hunger zu töten und deren Fell dann auch noch zu verwenden.
... unabdingbar menschlich und zeigt auf dekadente Weise was für Tiere wir eigentlich trotz all der scheinheilgen Phrasendrescherei wirklich sind.
das ist ziemlich beleidigend für die Tiere.
Meine Ma kriegt hoffentlich bald ihre neue Leber. Ihre eigene hats zerfressen, ausgelöst durch eine Operation vor vielen Jahren.
nu wirds ganz kritisch ... mir liegt natürlich nix daran dir oder deiner Ma zu nahe zu treten und möchte mich in diese konkrete Entscheidung gar nicht einmischen.
Deshalb kann ich aber meine grundsätzliche Überzeugung nicht aufgeben. Weil es mir nicht darum geht jemanden weh zu tun, entschuldige ich mich hiermit bei allen Betroffenen für meine hier geäußerte Meinung.
Dennoch ... für mich käme sowas nicht in Frage. Ich kratz lieber ab als mit Körperteilen anderer Menschen am Leben gehalten zu werden. Ich glaube an nix, würde mich eher als Freund der Wissenschaft bezeichnen. Aber nur weil es möglich ist, sollte man noch längst nicht alles tun. Hier ist eben wirkliche Moral gefragt und nicht religiöse Verlogenheit (die ich keinem von euch unterstelle!!!)

Wie gesagt, ich will niemanden beleidigen, bekehren oder gar den Tod wünschen! Also nehmt es mir nicht übel, dass ich ehrlich meine Ansichten vertrete. Ich weiß auch wie alleine ich damit stehe, ändert aber nix. Ich bin zu diesen Ansichten gelangt durch den hundertfachen Umgang mit sterbenden und toten Menschen. Wann es mich trifft ist mir seitdem egal, nur was bis dahin war ist wichtig!

Und ob ich meine Überzeugung (die noch weiter geht als hier geschildert) auch wirklich aufrecht erhalten kann, wenn ich selbst von Todesangst gepeinigt werde, muss sich noch erweisen.

Ich wünsch euch allen ein leichtes und fröhliches Leben ohne solche Entscheidungen!

Gruß
Knacki

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 15:34
von Knacki
Axel schrieb:
Aber das ein teil von mir in einem anderem körper "weiterlebt"?? Das ist mir sehr unheimlich.Für mich ist da eine grenze, genau wie bei der ganzen genmanipulation.
genau so meine ich das!

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 15:35
von Tomgar3
Kurzform: Also ich hab nix beleidigend aufgenommen!
Rest heut Abend erst, ich muss innen Feierabend jetzt, die Sonne lacht und die BIG brubbelt schon.fast :prost:

Einer aber: Wir nutzen weitaus mehr in Zuge der Endverwerttung aus tierischen Beständen als wie es uns bewusst ist. Alleine was alles aus Katzen gemacht wird ist ....

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 15:37
von Knacki
hcw schrieb:
Aus meiner Sicht vermischst du da was.

Organspende - ist etwas, was man freiwillig macht.

Organhandel - ist etwas was man gezwungendermaßen macht. Das ist etwas was auch ich nicht gut heiße.
ja und nein, weil der Organhandel ja nur möglich ist, weil es Ärzte gibt die Organe transplantieren.

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 15:53
von Dickschiffkapitän
Grüße...

Knack, wenn du den tot vor augen hättest, und dich könnte eine transplantation retten, du würdest es machen.


Axel...am leben hängt man mehr als man denkt.

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 16:34
von Knacki
Axel hat geschrieben:Grüße...

Knack, wenn du den tot vor augen hättest, und dich könnte eine transplantation retten, du würdest es machen.


Axel...am leben hängt man mehr als man denkt.
Leider werde ich die Genugtuung, mir treu geblieben zu sein, in dem Fall nicht auskosten können. :( :lol:
Andersrum wäre mein Selbstachtung allerdings völlig im Arsch.

Gruß
Knacki

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 18:38
von Bigfoot
In meinem Geldbeutel liegt ein Organspendeausweis mit ausdrücklicher Erlaubnis zum ausschlachten.

So viel Unterschied zu ner Maschine ist da eigentlich wirklich nicht, das Mopped würd man nachm Unfall ja auch schlachten und alles was man noch verwenden kann verkaufen bevor der Rest in die Presse geht.
Nur seh ich das für mich in diesem Fall nicht negativ, ich geb anderen gerne was ich nicht mehr brauche wenn sie dafür Verwendung haben.

Wenn man keine Organe spenden will sollte aber evtl trotzdem überlegen sich einen solchen Ausweis zuzulegen und darin das ausschlachten ausdrücklich zu verbieten. Ein Organspendeausweis hat zwar eigentlich rechtlich nicht wirklich was zu sagen, aber normalerweise kann man davon ausgehen, dass auch das gemacht wird was du willst/wolltest und könnte indem du deinen Willen ausdrücklich zeigst eventuelle Fehlentscheidungen verhindern.

Zum Thema Organmafia: du kannst ja nicht einfach irgendwo ins Krankenhaus spazieren und sagen "ich hab mir bei Ebay ne Niere ersteigert, baut mir die mal ein".
Dass die gesamte Ersatzteilgeschichte oder was auch immer für dich ein Grund ist keine Organe zu spenden ist natürlich absolut in Ordung, aber ich wollt nur mal sagen, dass ein Organspenderausweis mit Organhandel nicht das geringste zu tun hat.

Gruß
Bigfoot

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 18:53
von sepp-t
GEIL

Man redet und diskutiert drüber... :P

Ich muss hier aber mal eine Lanze für Knack brechen... :good:
Er hat sich nämlich eine klare Meinung zum Thema gebildet und das ist VIEL MEHR als bei der Masse.

Deshalb bin ich ja so sehr für eine grundsätzliche Annahme der Organspendebereitschaft von mündigen Bürgern mit einer jederzeit möglichen Widerspruchsmöglichkeit dagegen...

So wäre jeder (z.B. Jugendliche in der Schule) gezwungen sich mit der Thematik a) zu befassen und b) sich eine Meinung zu bilden.

Konsequenz daraus wäre (meiner Überzeugung nach), dass die Knappheit an Spenderorganen deutlich gelockert werden würde, was wiederum die denkbaren Gewinnmargen für die sogenannte Organmafia und damit deren Anreiz schmälern würde (is oben schon mal angeklungen)
Gleiches gilt für die perverseste Art der Prostitution (ja eigentlich geht es auch genau darum) nämlich Teile seines Körpers zu verkaufen.

Deshalb BITTEBITTEBITTE weiter diskutieren, denn hier geht es nicht um Pro und Kontra der Organspende, sondern einfach nur um Information und Meinungsbildung. :coool:

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 19:00
von jöärch
sepp-t hat geschrieben:
Ich vertrete ja sogar die ketzerische Meinung, dass es eigentlich genau andersrum sein müsste...
Also jeder der nicht Organe Spenden will muss einen "Nichtorganspendeausweis" bei sich haben, also explizit ausdrücken, keine Organe spenden zu wollen, weil es dann deutlich kürzere Wartelisten gäbe.
so ... Ring frei! Nu dürfta mal alle auf mich einprügeln :shock:
Find ich ne interessante Herangehensweise....rechtlich bedenklich...aber warum nicht???.....würd in dem Fall so unentschlossenen und bequemen Menschen wie mir (ich muss mal so nen Ausweis beantragen....vielleicht morgen :? ) ne Entscheidung abnehmen oder nen Schritt abnehmen.

Auf jeden Fall hat mich der Thread mal wieder dazu anmiert, den Ausweis nun endlich mal anzugehen und zu beantragen...

...und es würde wie bereits erwähnt der Organspendemafia das Leben schwer machen. Allerdings...sehe ich nich bei der Mafia das Problem, sondern bei den schwerreichen Drecksäcken, die durch ihr Geld wie so oft gleicher sind als gleich....und so ner Mafia erst die Grundlage für ihre Machenschaften geben.

greetz

jöärch

Bild....und Auto und Vespa und geht zu Fuß und fliegt...fährt auch ab und zu mal Bahn und allet ohne Organspendeausweis....NOCH

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 19:10
von sepp-t
jöärch hat geschrieben:(ich muss mal so nen Ausweis beantragen....vielleicht morgen :? ) ne Entscheidung abnehmen oder nen Schritt abnehmen.

Auf jeden Fall hat mich der Thread mal wieder dazu anmiert, den Ausweis nun endlich mal anzugehen und zu beantragen...
musste nich beantragen... :nono:

Ausdrucken, ausfüllen, viell. sogar einlaminieren, einstecken und dabeihaben reicht völlig...
:zwinker: guggstu hierOrganspendeausweis
mit vielen weiterführenden Infos :good:

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 19:13
von jöärch
Hi Sepp,

danke....

Organspender

Verfasst: 30.06.2009, 23:33
von Tomgar3
Knacki hat geschrieben:eintopf schrieb:
menschenökonomie?

hatten wir schonmal vor ein paar jahrzehnten.
ich glaube du verstehst mich falsch. Ich meine man sollte den Dingen ihren natürlichen Lauf lassen. Wenn ein Mensch oder Tier mit den eigenen Organen nicht mehr leben kann ist es halt Zeit zu gehen. Das hat nix mit Nazi-Gedankengut zu tun, sondern wird ja so seit Millionen Jahren in der Natur praktiziert. Möchtest du etwa deinen Nachkommen zumuten für mehrere Alte den Lebensunterhalt (Rente) zu verdienen? Oder andersrum gefragt: ist es in Ordnung, wenn irgendwann die Alten alles das für sich beanspruchen, was die Jungen dringend nötig haben um zu überleben und die Art (Mensch) zu erhalten? Man muss diesen Wahnsinn doch nur mal konsequent zu Ende denken.

Tomgar3 schrieb:
Ich muss gestehen, hier ziehts mir die Hose aus.
na, na, na, bitte keine Pornographie hier :lol:
Wie ist denn laut dieser Ansicht der Stellenwert all jener Viecher die der MENSCH für allesMögliche ausweidet?
Ist der Sinn einer Jacke niedriger oder höher zu bewerten wenn die eine aus Lebewesen geschnibbelt wurde und die andere aus nem Strauch?
Vor allem da wir Menschen die lebewesen sogar etxra dafür jagen und töten..., was schön zu sehen ist am Beispiel des Organhandels, sogar unsere eigene Rasse.
Ich hab mich nur gegen diese Ersatzteilmedizin ausgesprochen. Ich habe kein Problem damit Tiere aus Hunger zu töten und deren Fell dann auch noch zu verwenden.
... unabdingbar menschlich und zeigt auf dekadente Weise was für Tiere wir eigentlich trotz all der scheinheilgen Phrasendrescherei wirklich sind.
das ist ziemlich beleidigend für die Tiere.
Meine Ma kriegt hoffentlich bald ihre neue Leber. Ihre eigene hats zerfressen, ausgelöst durch eine Operation vor vielen Jahren.
nu wirds ganz kritisch ... mir liegt natürlich nix daran dir oder deiner Ma zu nahe zu treten und möchte mich in diese konkrete Entscheidung gar nicht einmischen.
Deshalb kann ich aber meine grundsätzliche Überzeugung nicht aufgeben. Weil es mir nicht darum geht jemanden weh zu tun, entschuldige ich mich hiermit bei allen Betroffenen für meine hier geäußerte Meinung.
Dennoch ... für mich käme sowas nicht in Frage. Ich kratz lieber ab als mit Körperteilen anderer Menschen am Leben gehalten zu werden. Ich glaube an nix, würde mich eher als Freund der Wissenschaft bezeichnen. Aber nur weil es möglich ist, sollte man noch längst nicht alles tun. Hier ist eben wirkliche Moral gefragt und nicht religiöse Verlogenheit (die ich keinem von euch unterstelle!!!)

Wie gesagt, ich will niemanden beleidigen, bekehren oder gar den Tod wünschen! Also nehmt es mir nicht übel, dass ich ehrlich meine Ansichten vertrete. Ich weiß auch wie alleine ich damit stehe, ändert aber nix. Ich bin zu diesen Ansichten gelangt durch den hundertfachen Umgang mit sterbenden und toten Menschen. Wann es mich trifft ist mir seitdem egal, nur was bis dahin war ist wichtig!

Und ob ich meine Überzeugung (die noch weiter geht als hier geschildert) auch wirklich aufrecht erhalten kann, wenn ich selbst von Todesangst gepeinigt werde, muss sich noch erweisen.

Ich wünsch euch allen ein leichtes und fröhliches Leben ohne solche Entscheidungen!

Gruß
Knacki

Sodele.

Konsequent zuende denken ist richtig, und gefährlich. Auch das Thema mit dem Wandel, wo in deinem Szenario die Nachkommen zuviele Alte versorgen müssen..., alles schon dagewesen. Und wenn zuviele Junge da sind, wird bisi Krieg gespielt. Menschlich eben. :coool:

Aber was ist nun mit dem Wunsch den der Mensch seit jeher hat und der ihn bewegt...dem Tod eben ein Schnippchen zu schlagen?
Schon von Kind an wollen wir jene Dinge die *kaputt gehen* wieder zusammenkleben und weiter benutzen.
Was also liegt näher als dies auch mit unserem Körper zu tun?

Wo hört das Gepfusche an Titten auf und wo beginnt ethisch Wertvolles?
Ist es höherwertiger wenn dem Unfallopfer NUR eine Prothese aus Plastik angeschraubt wird statt die Muskelgruppe eines Verstorbenen?

Was ist mit den Bekloppten (nur meine subjektive und nicht objektive Sichtweise) die ihr Kind im Krankenhaus verbluten lassen weil eine transfusion ihre Religion verbietet?
Ist das vielleicht schon Mord?

Meiner Sicht nach ist das ganze Thema extrem vielschichtig, und eigentlich wirklich nur individuell von jedem für sich ganz allein vereinbar.
Dumm hierbei, die Parameter sind flüchtig.
Ich selbst stehe dem Theme in vielen Punkten sehr skeptisch gegenüber, wäre aber einer der Ersten Freiwilligen wenn die Medizin soweit ist ganze Wirbelsäulen zu transplantieren.

Aber sich vorstellen das nun in einem ein fremdes Organ werkelt?
Wie lange dauert es, bis man das verdrängt hat?

Und was ist Moral wirklich?
Ist die Moral unserer Breitengrade mehr wert als jene der Asiaten?

Ironischerweise werden in usnerem eigenen Land körperlich benachteiligte gradezu gesellschaftlich gemieden wie die Pest, als ob man sich anstecken könnte.
Dabei wird einem beim Anblick jener Eingeschränkten nur jedesmal aufs Neue die eigene Zerbrechlichkeit dargeboten...die kaum einer ertragen kann.

Nun erhalte ich ein Herz von einem Toten und lebe weiter?
Was sage ich der Mutter meines Nachbarn, der dummerweise verstarb weil er nicht genug Geld hatte für ein Organ?
Was ist mit der ewigen Gleicherheit des Geldadel?

Und ist es wirklich wichtig nicht alles zu tun was man theoretisch tun könnte?
Wären wir Menschen heute schon so weit, wenn niemand die Wichtigkeit der Zahnpflege erkannt hätte und wir eben weiter so jung verstorben wären?

Egal wie man dieses Thema dreht, es werden eher mehr Fragen und weniger Antworten.
Man landet schlussendlich wieder bei einer emotionalen und nicht einer rationalen Antwort.

Ich selbst sehe es ein bischen ähnlich wie du Knacki, Regel1: Wenn einem die Zeit läutet, dann soll es so sein!
Dummerweise stolpere ich in Bezug auf dies Thema hier, denn wenn nun im OP meine Leber ersetzt wird und ich weiterleben kann....dann sollte es wohl laut Regel1 wohl doch noch nicht sein.
Ebenfalls ist zu der Wannfrage, noch die WIEFrage zu stellen. Schmerzhaft über ein Jahr verrecken oder Organ annehmen?



Das Thema gehört durchaus in die Öffentlichkeit, aber um Himmels Wilen bloss nicht per Dekret.
Ich finde den genannten Ansatz nicht schlecht, alle sind Organspender, aber jeder kann sich ohne Begründung austragen lassen.
Die Umsetzug wird nur schwierig, chippen is glaub ich noch nicht so angesagt :)


Einschätzend würde ich behaupten wollen, ein jeder kann solche Überlegungen anstellen und auch argumentieren, aber jeder wei erst was er für ein Blatt hat wenn der Geber die Karten verteilt hat.
Und erst dann kommen all die Theorieen von hier zum Vorschein und sind gewiß nicht immer gleichklingend.
Und ja, ich schließe mich dir hier zu 100% an: "Ich wünsche dies keinem, weder zu sich selbst noch XY-Kreis, solche Gedanken treffen zu *müssen*."

Regards
das Tom