Knacki hat geschrieben:eintopf schrieb:
menschenökonomie?
hatten wir schonmal vor ein paar jahrzehnten.
ich glaube du verstehst mich falsch. Ich meine man sollte den Dingen ihren natürlichen Lauf lassen. Wenn ein Mensch oder Tier mit den eigenen Organen nicht mehr leben kann ist es halt Zeit zu gehen. Das hat nix mit Nazi-Gedankengut zu tun, sondern wird ja so seit Millionen Jahren in der Natur praktiziert. Möchtest du etwa deinen Nachkommen zumuten für mehrere Alte den Lebensunterhalt (Rente) zu verdienen? Oder andersrum gefragt: ist es in Ordnung, wenn irgendwann die Alten alles das für sich beanspruchen, was die Jungen dringend nötig haben um zu überleben und die Art (Mensch) zu erhalten? Man muss diesen Wahnsinn doch nur mal konsequent zu Ende denken.
Tomgar3 schrieb:
Ich muss gestehen, hier ziehts mir die Hose aus.
na, na, na, bitte keine Pornographie hier
Wie ist denn laut dieser Ansicht der Stellenwert all jener Viecher die der MENSCH für allesMögliche ausweidet?
Ist der Sinn einer Jacke niedriger oder höher zu bewerten wenn die eine aus Lebewesen geschnibbelt wurde und die andere aus nem Strauch?
Vor allem da wir Menschen die lebewesen sogar etxra dafür jagen und töten..., was schön zu sehen ist am Beispiel des Organhandels, sogar unsere eigene Rasse.
Ich hab mich nur gegen diese Ersatzteilmedizin ausgesprochen. Ich habe kein Problem damit Tiere aus Hunger zu töten und deren Fell dann auch noch zu verwenden.
... unabdingbar menschlich und zeigt auf dekadente Weise was für Tiere wir eigentlich trotz all der scheinheilgen Phrasendrescherei wirklich sind.
das ist ziemlich beleidigend für die Tiere.
Meine Ma kriegt hoffentlich bald ihre neue Leber. Ihre eigene hats zerfressen, ausgelöst durch eine Operation vor vielen Jahren.
nu wirds ganz kritisch ... mir liegt natürlich nix daran dir oder deiner Ma zu nahe zu treten und möchte mich in diese konkrete Entscheidung gar nicht einmischen.
Deshalb kann ich aber meine grundsätzliche Überzeugung nicht aufgeben. Weil es mir nicht darum geht jemanden weh zu tun,
entschuldige ich mich hiermit bei allen Betroffenen für meine hier geäußerte Meinung.
Dennoch ... für mich käme sowas nicht in Frage. Ich kratz lieber ab als mit Körperteilen anderer Menschen am Leben gehalten zu werden. Ich glaube an nix, würde mich eher als Freund der Wissenschaft bezeichnen. Aber nur weil es möglich ist, sollte man noch längst nicht alles tun. Hier ist eben wirkliche Moral gefragt und nicht religiöse Verlogenheit (
die ich keinem von euch unterstelle!!!)
Wie gesagt, ich will niemanden beleidigen, bekehren oder gar den Tod wünschen! Also nehmt es mir nicht übel, dass ich ehrlich meine Ansichten vertrete. Ich weiß auch wie alleine ich damit stehe, ändert aber nix. Ich bin zu diesen Ansichten gelangt durch den hundertfachen Umgang mit sterbenden und toten Menschen. Wann es mich trifft ist mir seitdem egal, nur was bis dahin war ist wichtig!
Und ob ich meine Überzeugung (die noch weiter geht als hier geschildert) auch wirklich aufrecht erhalten kann, wenn ich selbst von Todesangst gepeinigt werde, muss sich noch erweisen.
Ich wünsch euch allen ein leichtes und fröhliches Leben ohne solche Entscheidungen!
Gruß
Knacki
Sodele.
Konsequent zuende denken ist richtig, und gefährlich. Auch das Thema mit dem Wandel, wo in deinem Szenario die Nachkommen zuviele Alte versorgen müssen..., alles schon dagewesen. Und wenn zuviele Junge da sind, wird bisi Krieg gespielt. Menschlich eben.
Aber was ist nun mit dem Wunsch den der Mensch seit jeher hat und der ihn bewegt...dem Tod eben ein Schnippchen zu schlagen?
Schon von Kind an wollen wir jene Dinge die *kaputt gehen* wieder zusammenkleben und weiter benutzen.
Was also liegt näher als dies auch mit unserem Körper zu tun?
Wo hört das Gepfusche an Titten auf und wo beginnt ethisch Wertvolles?
Ist es höherwertiger wenn dem Unfallopfer NUR eine Prothese aus Plastik angeschraubt wird statt die Muskelgruppe eines Verstorbenen?
Was ist mit den Bekloppten (nur meine subjektive und nicht objektive Sichtweise) die ihr Kind im Krankenhaus verbluten lassen weil eine transfusion ihre Religion verbietet?
Ist das vielleicht schon Mord?
Meiner Sicht nach ist das ganze Thema extrem vielschichtig, und eigentlich wirklich nur individuell von jedem für sich ganz allein vereinbar.
Dumm hierbei, die Parameter sind flüchtig.
Ich selbst stehe dem Theme in vielen Punkten sehr skeptisch gegenüber, wäre aber einer der Ersten Freiwilligen wenn die Medizin soweit ist ganze Wirbelsäulen zu transplantieren.
Aber sich vorstellen das nun in einem ein fremdes Organ werkelt?
Wie lange dauert es, bis man das verdrängt hat?
Und was ist Moral wirklich?
Ist die Moral unserer Breitengrade mehr wert als jene der Asiaten?
Ironischerweise werden in usnerem eigenen Land körperlich benachteiligte gradezu gesellschaftlich gemieden wie die Pest, als ob man sich anstecken könnte.
Dabei wird einem beim Anblick jener Eingeschränkten nur jedesmal aufs Neue die eigene Zerbrechlichkeit dargeboten...die kaum einer ertragen kann.
Nun erhalte ich ein Herz von einem Toten und lebe weiter?
Was sage ich der Mutter meines Nachbarn, der dummerweise verstarb weil er nicht genug Geld hatte für ein Organ?
Was ist mit der ewigen Gleicherheit des Geldadel?
Und ist es wirklich wichtig nicht alles zu tun was man theoretisch tun könnte?
Wären wir Menschen heute schon so weit, wenn niemand die Wichtigkeit der Zahnpflege erkannt hätte und wir eben weiter so jung verstorben wären?
Egal wie man dieses Thema dreht, es werden eher mehr Fragen und weniger Antworten.
Man landet schlussendlich wieder bei einer emotionalen und nicht einer rationalen Antwort.
Ich selbst sehe es ein bischen ähnlich wie du Knacki, Regel1: Wenn einem die Zeit läutet, dann soll es so sein!
Dummerweise stolpere ich in Bezug auf dies Thema hier, denn wenn nun im OP meine Leber ersetzt wird und ich weiterleben kann....dann sollte es wohl laut Regel1 wohl doch noch nicht sein.
Ebenfalls ist zu der Wannfrage, noch die WIEFrage zu stellen. Schmerzhaft über ein Jahr verrecken oder Organ annehmen?
Das Thema gehört durchaus in die Öffentlichkeit, aber um Himmels Wilen bloss nicht per Dekret.
Ich finde den genannten Ansatz nicht schlecht, alle sind Organspender, aber jeder kann sich ohne Begründung austragen lassen.
Die Umsetzug wird nur schwierig, chippen is glaub ich noch nicht so angesagt
Einschätzend würde ich behaupten wollen, ein jeder kann solche Überlegungen anstellen und auch argumentieren, aber jeder wei erst was er für ein Blatt hat wenn der Geber die Karten verteilt hat.
Und erst dann kommen all die Theorieen von hier zum Vorschein und sind gewiß nicht immer gleichklingend.
Und ja, ich schließe mich dir hier zu 100% an: "Ich wünsche dies keinem, weder zu sich selbst noch XY-Kreis, solche Gedanken treffen zu *müssen*."
Regards
das Tom