T-Shirts BIG-Treffen 2017
Verfasst: 24.03.2017, 02:44
Dieser Beitrag ist nicht von der Orga autorisiert, es handelt sich hier um die private Meinung eines Einzelnen. Diese Shirts wird es nicht geben.
Juergen
So würde blau auf schwarz ausehen.

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Servas
Die Vorlagen sind fertig und als *.tif mit jeweils 3 Farbebenen unterwegs zum T.-Shirt-Drucker. Von denen haben wir bereits das Okay, alles ist machbar und selbst die feinsten Einzelheiten kommen gut heraus. An den Vorlagen arbeiteten erfahrene Grafikerinnen und Grafiker aus Schottland, Deutschland, Ungarn, der Slowakei und Österreich - mit insgesamt 50 Arbeitsstunden. In diesem Entstehungsbericht eingestreut seht ihr bereits die diversen Farbangebote.
blau auf schwarz

Damit sind wir auch schon beim eigentlichen Thema. Beim Orga-Treffen in Süß hatten wir uns drauf festgelegt, euch etwas ganz Besonderes zum Anziehen anzubieten. Nicht, um andere bisherige Treffen auszustechen, sondern weil wir einfach die Möglichkeiten dazu haben. Kleinhau in der Eifel präsentierte eine Motocross-Strecke und eine herrliche Burg, Breitenbach in Thüringen glänzte durch Museumsbesuche und Stefans Ausstellung - und wir haben heuer halt nebst anderen Bonbons diese Leiberl [T-Shirts].
blau auf weiß

Von Beginn an stand fest, dass der Schnabel drauf sein musste. Der BIG-Schnabel ist das herausragende Merkmal unserer Motorräder und ohne diesem wäre es nur irgend ein einspuriges KFZ. Unser Schnabel war Wegbereiter für alle heutigen Schnabeltiere, auch wenn diese von ihrem stlistischen Urahn nichts wissen wollen. Und wir von ihnen auch nicht, denn was da oft hinter modernen Schnäbeln entlanggezerrt wird - na ja, lassen wir das. Anfangs wollten wir 3 BIG's der jeweiligen Serien 41, 42, 43, die halb verdeckt nebeneinander herfahren sollten. Es gab Schwierigkeiten mit passenden Fotos und auch Überlegungen bezüglich der 42er, die sich vom Vormodell durch die hintere Scheibenbremse unterscheidet - die man aber nicht gesehen hätte. Nun gut, der erste grobe Entwurf war fertig, doch dann kam von einer mit dem Projekt gar nicht befassten Dame die Frage "und wo ist euer vielgerühmter Einzylinder-Motor?"
schwarz auf weiß

Da war es kurz still, denn an bisherigen Entwürfen sah man von diesem wirklich so gut wie nichts. Es musste also ein Motor her und dass einer von uns bereits eine ganze Palette gut fotografierter Motoren aus allen Blickwinkeln uns zur Verfügung gestellt hatte - das hatten wir schlichtweg verpennt. Dann fanden wir jene berühmte Aufschnittsgrafik im Web, ein Scann aus einer Motorradzeitschrift, wo man die Buchstaben der Rückseite durchschimmern sah. Das wegzuretouschieren - eine Arbeit, gegen die der alte Sisyphos ein von schnellem Erfolg gekrönter Typ war. Niemand von uns hatte die Geduld, die Slowaken hingegen hatten sie und lieferten eine einwandfreie Arbeitsbasis.
blau auf schwarz

Gut, der Motor stand und eine begnadete Grafikerin warf oben drüber Schnabel, Scheinwerfermaske und andeutungsweise den Tank. Das Bild tauchte kurz drauf im Forum auf - doch die Reaktionen waren dürr und sehr verhalten. Man wollte es "sacken lassen", doch wann da fertig gesackt war, erfuhren wir nie - obwohl es für uns wichtig gewesen wäre. Nun passierte uns leider ein Fehler. Im BIG-Forum blitzte die Diskussion nach copyright auf. Es ging zuerst um das Suzuki-S und als klar war, dass das aus der Druckvorlage mit wenigen Klicks zu löschen war, kamen Bedenken wegen des Schnittmotors. Einwände hinsichtlich künstlerischer Freiheit und Abwägen der prozentualen Möglichkeit, dass Hammamatsu Spione nach Süß entsendet, brachten keinen Erfolg. Der Scann aus dem Web war gestorben.
gelb auf blau

Dieses Hickhack brachte kurzzeitig eine Art Scheiss-drauf-Gefühl und in dieser Zeit wurde aus Not etwas geboren, das wir euch sicher niemals zeigen werden. Ein schwarzer, seelenloser Motoklumpen, eine einfallslose Schrift und das alles vor einem Kreis, den niemand braucht. Externe Fachleute sahen sich das an und schlugen in Mehls die Hände vor's Gesicht. Egal, es war ein Versuch von mehreren und auch schon vergessen. Jetzt aber tauchten Fragen auf, die wir uns besser gleich am Beginn hätten stellen sollen. Mit wem haben wir es beim BIG-Treffen zu tun? Mit irgendwem, der sich für's Treffen irgendwas über die Rippen zieht und es daheim für immer vergisst? Mit eher älteren Semestern, die mit allem Neuen und Ungewohnten gefühlsmäßige Probleme haben? Mit Leuten mit Sinn für Kunst am Leiberl, die das aus genau diesem Grund auch nach dem Treffen immer wieder tragen? Mit teils Älteren, die aber trotz mitunter krachender Gelenke im Kopf jung geblieben sind? Mit Jüngeren, die einem ausgefallen-modernen Styling allein schon altersbedingt aufgeschlossen sind?
gelb auf weiß

Wir wissen es bis heute nicht, bis jetzt noch nicht. Das Lagerfeuer samt Bier, rustikalem Essen und prinzipiell grundgescheiten Gesprächen, die Ausflüge mit erstaunlicher Disziplin und trotzdem Schnelligkeit, das Einander-helfen, besser Kennenlernen bis hin zum herzlichen Abschied "bis zum nächsten Jahr!" - alldas sagt nicht wirklich was aus, welche Leute das im Alltag sind. Sind es kurzeitige Ausbrecher aus einer monotonen Welt? Gelegenheits-BIGger, die ab und zu ein bisschen damit durch die Gegend rollen? Extremisten, die nur ein Leben auf dem Motorrad kennen? Aussteiger, die sich mit Lust und Freude dem grassieren Ständig-neue-Sachen-kaufen-Wahnsinn entgegenstemmen? Wir wissen es nicht. Nicht, dass wir in privaten Fratze-to-Fratze-Gesprächen kein Interesse dran haben, wer ihr seid. Aber jetzt sitzt ihr hier, habt eine Bierflasche in der Hand (die übrigens schon wieder fast leer ist) - jau und nur das zählt. Zumindest in diesem Moment.
weiß auf schwarz

Über die Momente später, wo ihr entscheidet, ob ein schnarchiges 17er-T-Shirt im Schrank vergammelt, oder ob ihr etwas Außergewöhnliches durch die Gegend tragt - über die entscheidet ihr selber. Nochmals zum Mitschreiben: Das ist ein Gemeinschaftsprojekt des Orga-Teams 2017. Kein Weihrauch über einzelne, sondern wenn schon unbedingt, dann über uns alle. Die Bestellungen werden in den nächsten Tagen wieder aktiviert.
Gruß aus'n Orga-Team
Juergen
So würde blau auf schwarz ausehen.

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Servas
Die Vorlagen sind fertig und als *.tif mit jeweils 3 Farbebenen unterwegs zum T.-Shirt-Drucker. Von denen haben wir bereits das Okay, alles ist machbar und selbst die feinsten Einzelheiten kommen gut heraus. An den Vorlagen arbeiteten erfahrene Grafikerinnen und Grafiker aus Schottland, Deutschland, Ungarn, der Slowakei und Österreich - mit insgesamt 50 Arbeitsstunden. In diesem Entstehungsbericht eingestreut seht ihr bereits die diversen Farbangebote.
blau auf schwarz

Damit sind wir auch schon beim eigentlichen Thema. Beim Orga-Treffen in Süß hatten wir uns drauf festgelegt, euch etwas ganz Besonderes zum Anziehen anzubieten. Nicht, um andere bisherige Treffen auszustechen, sondern weil wir einfach die Möglichkeiten dazu haben. Kleinhau in der Eifel präsentierte eine Motocross-Strecke und eine herrliche Burg, Breitenbach in Thüringen glänzte durch Museumsbesuche und Stefans Ausstellung - und wir haben heuer halt nebst anderen Bonbons diese Leiberl [T-Shirts].
blau auf weiß

Von Beginn an stand fest, dass der Schnabel drauf sein musste. Der BIG-Schnabel ist das herausragende Merkmal unserer Motorräder und ohne diesem wäre es nur irgend ein einspuriges KFZ. Unser Schnabel war Wegbereiter für alle heutigen Schnabeltiere, auch wenn diese von ihrem stlistischen Urahn nichts wissen wollen. Und wir von ihnen auch nicht, denn was da oft hinter modernen Schnäbeln entlanggezerrt wird - na ja, lassen wir das. Anfangs wollten wir 3 BIG's der jeweiligen Serien 41, 42, 43, die halb verdeckt nebeneinander herfahren sollten. Es gab Schwierigkeiten mit passenden Fotos und auch Überlegungen bezüglich der 42er, die sich vom Vormodell durch die hintere Scheibenbremse unterscheidet - die man aber nicht gesehen hätte. Nun gut, der erste grobe Entwurf war fertig, doch dann kam von einer mit dem Projekt gar nicht befassten Dame die Frage "und wo ist euer vielgerühmter Einzylinder-Motor?"
schwarz auf weiß

Da war es kurz still, denn an bisherigen Entwürfen sah man von diesem wirklich so gut wie nichts. Es musste also ein Motor her und dass einer von uns bereits eine ganze Palette gut fotografierter Motoren aus allen Blickwinkeln uns zur Verfügung gestellt hatte - das hatten wir schlichtweg verpennt. Dann fanden wir jene berühmte Aufschnittsgrafik im Web, ein Scann aus einer Motorradzeitschrift, wo man die Buchstaben der Rückseite durchschimmern sah. Das wegzuretouschieren - eine Arbeit, gegen die der alte Sisyphos ein von schnellem Erfolg gekrönter Typ war. Niemand von uns hatte die Geduld, die Slowaken hingegen hatten sie und lieferten eine einwandfreie Arbeitsbasis.
blau auf schwarz

Gut, der Motor stand und eine begnadete Grafikerin warf oben drüber Schnabel, Scheinwerfermaske und andeutungsweise den Tank. Das Bild tauchte kurz drauf im Forum auf - doch die Reaktionen waren dürr und sehr verhalten. Man wollte es "sacken lassen", doch wann da fertig gesackt war, erfuhren wir nie - obwohl es für uns wichtig gewesen wäre. Nun passierte uns leider ein Fehler. Im BIG-Forum blitzte die Diskussion nach copyright auf. Es ging zuerst um das Suzuki-S und als klar war, dass das aus der Druckvorlage mit wenigen Klicks zu löschen war, kamen Bedenken wegen des Schnittmotors. Einwände hinsichtlich künstlerischer Freiheit und Abwägen der prozentualen Möglichkeit, dass Hammamatsu Spione nach Süß entsendet, brachten keinen Erfolg. Der Scann aus dem Web war gestorben.
gelb auf blau

Dieses Hickhack brachte kurzzeitig eine Art Scheiss-drauf-Gefühl und in dieser Zeit wurde aus Not etwas geboren, das wir euch sicher niemals zeigen werden. Ein schwarzer, seelenloser Motoklumpen, eine einfallslose Schrift und das alles vor einem Kreis, den niemand braucht. Externe Fachleute sahen sich das an und schlugen in Mehls die Hände vor's Gesicht. Egal, es war ein Versuch von mehreren und auch schon vergessen. Jetzt aber tauchten Fragen auf, die wir uns besser gleich am Beginn hätten stellen sollen. Mit wem haben wir es beim BIG-Treffen zu tun? Mit irgendwem, der sich für's Treffen irgendwas über die Rippen zieht und es daheim für immer vergisst? Mit eher älteren Semestern, die mit allem Neuen und Ungewohnten gefühlsmäßige Probleme haben? Mit Leuten mit Sinn für Kunst am Leiberl, die das aus genau diesem Grund auch nach dem Treffen immer wieder tragen? Mit teils Älteren, die aber trotz mitunter krachender Gelenke im Kopf jung geblieben sind? Mit Jüngeren, die einem ausgefallen-modernen Styling allein schon altersbedingt aufgeschlossen sind?
gelb auf weiß

Wir wissen es bis heute nicht, bis jetzt noch nicht. Das Lagerfeuer samt Bier, rustikalem Essen und prinzipiell grundgescheiten Gesprächen, die Ausflüge mit erstaunlicher Disziplin und trotzdem Schnelligkeit, das Einander-helfen, besser Kennenlernen bis hin zum herzlichen Abschied "bis zum nächsten Jahr!" - alldas sagt nicht wirklich was aus, welche Leute das im Alltag sind. Sind es kurzeitige Ausbrecher aus einer monotonen Welt? Gelegenheits-BIGger, die ab und zu ein bisschen damit durch die Gegend rollen? Extremisten, die nur ein Leben auf dem Motorrad kennen? Aussteiger, die sich mit Lust und Freude dem grassieren Ständig-neue-Sachen-kaufen-Wahnsinn entgegenstemmen? Wir wissen es nicht. Nicht, dass wir in privaten Fratze-to-Fratze-Gesprächen kein Interesse dran haben, wer ihr seid. Aber jetzt sitzt ihr hier, habt eine Bierflasche in der Hand (die übrigens schon wieder fast leer ist) - jau und nur das zählt. Zumindest in diesem Moment.
weiß auf schwarz

Über die Momente später, wo ihr entscheidet, ob ein schnarchiges 17er-T-Shirt im Schrank vergammelt, oder ob ihr etwas Außergewöhnliches durch die Gegend tragt - über die entscheidet ihr selber. Nochmals zum Mitschreiben: Das ist ein Gemeinschaftsprojekt des Orga-Teams 2017. Kein Weihrauch über einzelne, sondern wenn schon unbedingt, dann über uns alle. Die Bestellungen werden in den nächsten Tagen wieder aktiviert.
Gruß aus'n Orga-Team