Renthal Lenker

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HB 800
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Renthal Lenker

Beitrag von HB 800 »

Hallo zusammen,

ich habe mir jetzt den Renthal Lenker von Stefan besorgt und möchte den
jetzt montieren.
Bevor ich den gekauft habe, hat mir der Stefan das TÜV Gutachten zugemailt.
Ich bin dann damit hier vor Ort beim TÜV gewesen, da hat man mich zu einer anderen
TÜV Stelle verwiesen, da dort ein Fachmann wäre der auch Gutachten erstellt.
Da war ich dann, der TÜV Beamte war sehr nett und sich das Gutachten auch
durchgelesen und meinte, „Wäre kein Problem“.
Er hat mir dann seine Visitenkarte gegeben, damit ich direkt dann ein Termin
mit ihm vereinbaren kann. Ich werde dann auch die anderen ABE Sachen eintragen
lassen, damit ich dann nicht immer den ganzen Zettelkram mitnehmen muss.
Werde dann auch mal versuchen, ob ich denn 140er Reifen eingetragen bekomme.
Aber ich habe da noch ein paar Fragen.
1. Als ich dies Jahr meine Dekoeinheit gegen Handdeko umgebaut habe, hatte
ich festgestellt, dass da an jeder Einheit ein Stift wohl als Verdehsicherung angebracht
ist, wofür auch ein Loch im Lenker gebohrt ist. Es gibt da wohl eine Bohrschablone
dafür. Aber, wenn ich den Lenker montiert habe, weiss ich ja noch gar nicht, ob diese
Position in Ordnung ist oder ob ich den Lenker nochmal in die eine oder andere Richtung
drehen muss. Ich würde den Stift einfach abschleifen, aber wieder die Frage, geht das
oder erlischt dann wieder die Betriebserlaubnis? Wie habt ihr das gemacht?
2. Lt. TÜV Gutachten muss die Typenkennziffer Nr 613 mit 3mm hohen Zahlen der Name
RENTHAL mit 5mm hohen Zahlen und da drunter die „Herstellerspezezifische Kennzeichnung“
in 3mm hohen Zahlen eingepresst sein!!!
Bei meinem Lenker fehlen die eingepressten Zahlen und Kennzeichnungen, die sind aber in der
Lenkermitte auflackiert!!
Reicht das oder kann das wieder zu Problemen führen. Die schon umgebaut haben, habt ihr die
einpressten Kennzeichen am Lenker oder auch nur die auflackierten Kennzeichnungen??

Gruß
Hartmut
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Alex1989
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Alex1989 »

Moin Hartmut,

Zu 1: Den Stift an der Armatur einfach abfeilen, dann etwas Isoband um den Lenker machen und die Schaltereinheit darauf fest ziehen. Das hält auch so. Da musst du nix bohren. Denn am ende hast du an der falschen Position gebohrt oder wills den Lenker in einem anderen Winkel montieren und hast den Salat.

Zu 2: Ich müsste nachschauen, aber der Lenker ist ja Eloxiert und die Zahlen sind aufgelasert. Das sollte denke ich kein Problem sein. Bei mir ist damals der TÜV Prüfer mit dem Zollstock um das Motorrad gegangen und hat gemessen ob die Angaben aus dem Gutachten zum Lenker stimmen.

Und zu dem 140er Reifen, nimm halt die Reifenfreigabe mit. Pass nur auf das der dir für den 140er keine Reifenbindung einträgt...
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Bambi
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Bambi »

:good:
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HB 800
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von HB 800 »

Hallo,

danke für die Antwort.
Ich habe jetzt den Lenker so angebaut, Stifte weggefeilt, passt alles.
Ich werde dann mal zum TÜV fahren, mal sehen, was da so noch passiert.

Im Netz habe ich Bilder von Fahrzeugscheinen gefunden, auf dem einen
ist der Renthallenker und auf dem anderen ist der 140er Reifen eingetragen.
Werde dann mal berichten, was dabei rausgekommen ist.

Gruß
Hartmut
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Aynchel »

mE fahren sich 140er Reifen scheiße, die Fuhre wird unhandlich
probier es aus, ich bin jedenfalls wieder auf 130 zurück gegangen
Aynchel aus Meddersheim
_____________________________________________________________________________________________________________

ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Big Willi
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Big Willi »

Aynchel hat geschrieben: 14.12.2025, 16:08 mE fahren sich 140er Reifen scheiße, die Fuhre wird unhandlich
probier es aus, ich bin jedenfalls wieder auf 130 zurück gegangen
Kann ich bestätigen. Der 140er hinten mag zwar nach "mehr" aussehen, aber das auf Kosten der Handlichkeit.

Gruß Willi
Man muss aufwärts blicken, um die Sterne sehen zu können!
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Italian
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Italian »

Servus zusammen,

es wurde ja schon erwähnt, deshalb meine Frage: Unter welchen Umständen würde ein 140er Vorteile haben?

Beste Grüße, Hannes
Wer nichts probiert wird nie wissen wie es geht.
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reisemichel
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von reisemichel »

Servus,

theoretisch bringt dir das durch die breitere Auflagefläche eine bessere Traktion abseits der Strasse. Ich fahre auf der 42er auch einen 140er Reifen und kann keine Einbußen in der Handlichkeit feststellen. Ist aber auch abhängig vom Einsatzzweck und dem verwendeten Reifen. Von der Reifenbreite mal abgesehen spielt das Profil eine deutlich wichtigere Rolle für das Handling, Mach dir da nicht soviel Gedanken, zieh die 140er Pelle drauf, wenn dir die Optik gefällt.
Gruß Michel
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DR_UPS
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von DR_UPS »

moin
den scout in 140 hatte ich jetzt auch ein paar mal drauf.

klasse optik unf durch den mittelsteg hielt der einfach ein paar tausend kilometer mehr.

auf den tuev mist hab ich auch keinen bock und fahr jetzt immer die 130er scout.

von der handlichkeit haben mir beide gefallen.

gruss,uwe
Big fahren ist wie nach langer Zeit Hause kommen..
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reisemichel
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von reisemichel »

DR_UPS hat geschrieben: 15.12.2025, 19:49 auf den tuev mist hab ich auch keinen bock und fahr jetzt immer die 130er scout.
Bei meiner ist der 140er zum Glück eingetragen, natürlich ohne Reifenbindung😅
Gruß Michel
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Knacki
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Knacki »

reisemichel hat geschrieben: 15.12.2025, 19:04 theoretisch bringt dir das durch die breitere Auflagefläche eine bessere Traktion abseits der Strasse.
Moin,

der von dir erwähnte "Vorteil" wird aber mehr als vernichtet durch den höheren Rollwiderstand, gerade im Gelände.

Gruß Knacki
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HB 800
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von HB 800 »

Moin zusammen,

so die Sache mit dem 140er Reifen habe ich jetzt erstmal sein lassen.
Ich bin jetzt zum TÜV gefahren. Super, der TÜV Prüfer, mit dem ich alles
durchgesprochen hatte, ist krank. :?:
Dann zu meinem TÜV nach Gelsenkirchen, die machen keine Sonderabnahmen und
Gutachten.
Ich musste dann nach Bottrop. Da war dann ein junger TÜV Prüfer. Der hat sich das
alles durchgelesen und sagte direkt, das er das auf keinen Fall eintragen würde, da
keine Typenbezeichnung und kein Materialzertifikat usw. vorhanden. Da er aber sowieso
kein Gutachter war, hat mich dann auf einen Kollegen verwiesen, der am nächsten Tag
da wäre. Ich hatte die Pappe auf
Dann am nächsten Tag mit dem Motorrad hingefahren, damit sich der Prüfer evtl. alles
direkt mal anschauen kann.
Da saß dann ein etwas älterer Herr hinterm Schreibtisch. Ich erklärte ihm das kurz, der
blätterte kurz in dem Teilegutachten und sagte, „Man, das ist doch ein altes Motorrad,
klar trage ich das ein“ :-P :-P
Ich hatte gar keinen Termin. Da fragte er, ob ich Zeit hätte, dann würde er das sofort
machen. 16:00 Uhr war eigentlich Feierabend, um 16:30 Uhr war die Sache erledigt.
Das nennt ich man mal Dienst am Kunden :gps:
Der hat sich nur die Kennzeichnung vom Lenker angeguckt und fotografiert, das wars!!
Da ich keine Lust hatte, für die anderen Teile mit ABE`s immer die Zettel mitzunehmen,
hat er mir die Sachen auch eingetragen.
Und mit meinen Reifen hat ere auch noch was geändert, ich darf jetzt jeden Reifen eines
Anbieters mit dem gleiche Profil fahren. Angeblich wäre der Eintrag, den ich bisher hatte,
nur eine Übergangslösung gewesen die jetzt ausgelaufen wäre.
Bei dem Reifenthema habe ich aber vor ein paar Jahren abgeschaltet, das war mir zu blöd.
Aber es ist schon bemerkenswert, dass der eine sagt, Kein Eintrag, beim anderen kein Problem.
So jetzt muss ich das nur noch eintragen lassen, und da ist das nächste Problem.
Hier in Gelsenkirchen einen Termin zu bekommen, Katastrophe!!
Muss man eigentlich diesen Eintrag an dem örtlichen Strassenverkehrsamt oder kann man das
auch in einer anderen Stadt machen??
So, das war es erstmal, das Thema Renthal Lenker ist somit Geschichte, hat aber einige Nerven
gekostet.

Gruß
Hartmut
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HB 800
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von HB 800 »

Habe ich noch vergessen, der TÜV Prüfer fährt eine 46 Jahre alte Kawasaki, das sagt doch eigentlich schon alles!!
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Eintopfquäler
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Eintopfquäler »

HB 800 hat geschrieben: 17.12.2025, 11:57 Muss man eigentlich diesen Eintrag an dem örtlichen Strassenverkehrsamt oder kann man das
auch in einer anderen Stadt machen??
Du musst natürlich zu der Zulassungsstelle, die für dich zuständig ist. (Landkreis)
HB 800 hat geschrieben: 17.12.2025, 12:01 der TÜV Prüfer fährt eine 46 Jahre alte Kawasaki, das sagt doch eigentlich schon alles!!
Das sagt erst mal gar nichts, außer dass er ein altes Motorrad hat. Bunte Turnschuhe machen aus mir auch nicht automatisch einen Athleten. :D
HB 800 hat geschrieben: 17.12.2025, 11:57 Aber es ist schon bemerkenswert, dass der eine sagt, Kein Eintrag, beim anderen kein Problem.
Warum denn das?
Die Prüfer haben längst nicht mehr so viel Spielraum wie früher, de iure gar keinen mehr.

Abgesehen davon, dass jeder Dahergelaufene ihnen im Glauben es besser zu wissen erst mal sagt, xyz kann einfach eingetragen werden: Mit allem was sie einfach so mal durchwinken, stehen die Herren Inschenöre quasi mit einem Bein im Knast. "Falschbeurkundung im Amt" kann mit bis zu fünf Jahren Haft bestraft werden, der Job ist dann selbstverständlich auch futsch.
Folglich werden da nur noch die Sachen erledigt, die für sie selbst und die Firma bei wenig Risiko viel Marge bringen: Hauptuntersuchungen, ab und zu mal ein Felgensatz mit TGA und sonst nichts wo man sich reinarbeiten müsste. Ohne die richtigen Papiere wird das echt schwer. Und je älter Fahrzeug und Gutachten, desto schwerer wirds.
Die, die können und wollen, werden weniger. Ich hab über zwei Jahre gebraucht, um die Bremse am Auto endlich eingetragen zu bekommen. War vielen Prüfstellen zu heikel, ich bekam Abwehrangebote >2000€ (GTÜ) und einmal gar >5000€ (TÜV Nord). Hab dann mal aus Frechheit nach einem Termin gefragt, dann kam die Antwort man sei für die Prüfung nicht ausgestattet. Wozu macht man dann überhaupt zuerst ein Angebot?
Von meiner akribischen Vorbereitung und Dokumentation der grundsätzlich bauartgeprüften und typgenehmigten Bauteile aus der VAG-Großserie wollte niemand was wissen, dabei hab ich jetzt über sechs Jahre als KFZ-Meister hauptberuflich Fahrzeuge umgerüstet und weiß, was unter welchen Umständen eingetragen werden kann.

Am Ende hab ich für ein schlichtes 21er Gutachten 1150€ bezahlt und 12€ bei der Zulassungsstelle für den neuen Fahrzeugschein. Bekam Lob für die Vorbereitung und ein Kopfschütteln zum Hergang bis dahin.
Hab Respekt für alle, die das noch durchziehen. Was den Prüfern nämlich auch den Spaß dran versaut: Mal sehen wann der erste schlechtgelaunte Polizist das anzweifeln mag. :gps:
Alles lief perfekt nach Plan... Aber der Plan war Kacke.
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Alex1989
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Alex1989 »

Die Herren Prüf"ingeneure" sind doch alles nur noch Sachbearbeiter. Deren arbeit kann auch ein Geselle machen. Der kann auch entscheiden ob Bauteil XY korrekt montiert ist und dann ins Papier gucken ob alles passt. Was soll der Quark und die Diskusion immer? Ich habe ein Gutachten indem steht dieser Lenker, mit der Aufschrift und den Maßen ist tauglich für den Straßenverkehr. Dann guckt man ob der ordentlich verbaut ist und nirgendwo anschlägt. Fertig.

Als ich an meiner 650 die Rade Garage Verkleidungsscheibe eintragennlassen wollte das gleiche Thema. Ich hatte ein Gutachten indem dagelegt wird was es für ein Material ist und div Tests bestanden hat. Jezt ist man doch Ingeneur und kann beurteilen vor Ort ob die Scheibe auch Korekt Montiert ist und den Normen entspricht (Kantenschutz z.b. das hatte mir dann der Prüfing. erklärt der es am ende gemacht hat). Da hieß es dann auch zuerst 2000Euro... am ende waren es, weil noch mehr dazu kam, 400 Euro. Aber auch da, als ich gefragt habe, bin ich zuerst bei einem jungen INGENEUR gelandet, der mir gar den Tower nicht abgenommen hätte, obwohl der als Hilfsträger nicht hätte eingetragen werden müssen. Was ist denn wenn ich bei so einem Spezialisten bei der normalen HU lande? Da muss ich ja Angst haben, dass ich keine HU bekomme, obwohl es eingetragen ist. Die sollen sich mal einig sein und echt überlegen wofür die Studiert haben. Andernflls brauch ich da nur nen Sachbearbeiter aus dem Büro.
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Eintopfquäler »

Alex1989 hat geschrieben: 17.12.2025, 14:23 Die Herren Prüf"ingeneure" sind doch alles nur noch Sachbearbeiter. Deren arbeit kann auch ein Geselle machen. Der kann auch entscheiden ob Bauteil XY korrekt montiert ist und dann ins Papier gucken ob alles passt. Was soll der Quark und die Diskusion immer? Ich habe ein Gutachten indem steht dieser Lenker, mit der Aufschrift und den Maßen ist tauglich für den Straßenverkehr. Dann guckt man ob der ordentlich verbaut ist und nirgendwo anschlägt. Fertig.
Eintopfquäler hat geschrieben: 17.12.2025, 13:05 Abgesehen davon, dass jeder Dahergelaufene ihnen im Glauben es besser zu wissen erst mal sagt, xyz kann einfach eingetragen werden
:gps:

Ganz so einfach ist es nun wirklich nicht, Alex. Ingenieur ist nicht gleich Ingenieur, die Befugnis zum Eintragen gibts auch nicht geschenkt. Die Sachverständigen haben auch keine Lust auf Diskussionen - und sie sitzen sowieso gegenüber dem Endverbraucher am längeren Hebel.

Vielleicht kann der Bernhard ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von HB 800 »

Hallo zusammen,

eigentlich war das Thema beendet, aber muss da doch nochmal drauf antworten.
Mit der Aussage, dass der TÜV Prüfer ein 40 Jahre altes Motorrad fährt wollte ich nur sagen,
dass der natürlich ein ganz anderes Verständnis zu der ganzen Sache hat, als jemand der kein
Motorrad fährt. Das war auch bestimmt keine Gefälligkeitseintragung, der hat sich da schon richtig
Zeit genommen. Ich vermute, dass der das Gutachten und den Lenker kannte, somit hat er da gar
nicht so ein großes Trumbum gemacht. Für meine ganzen anderen Eintragungen hat er sich richtig
Zeit genommen, es wurde alles dokumentiert und fotografiert.
Alleine für die Reifengeschichte hat er ca. 20 min im Inter-/Intranet recherchiert.
Es wurden Fotos von den Felgen, von den Reifen u. von dem ganzen Motorrad gemacht.
Auf meine Frage, wo das denn alles abgespeichert wird, sagte er mir, dass das alles zum KBA
Flensburg geschickt wird und da werden diese Gutachten auch nochmal stichartig kontrolliert.
Die Zukunft sieht so aus, dass bei Polizeikontrollen die Polizei dann diese Gutachten mit Fotos
direkt runterladen können.

Ich glaube, dass die Zeit der Gefälligkeitsgutachten vorbei ist.
Aber so ein TÜV Prüfer hat bestimmt ein gewissen Spielraum, in dem er sich auf Grund seines Wissen
und Erfahrung bewegt!

Übrigens müssen die Prüfer da Ahnung haben Die Prüfstelle ist direkt neben BRABUS und die lassen alle
ihre Fahrzeuge von denen begutachten. Ich glaube, da werden wohl Fahrzeugscheine im DIN A4 Format
ausgestellt.

Übrigens gibt es einen Bericht auf YouTube speziell für diesen Lenker.
Da gibt es die Aussage, dass dieser Lenker eigentlich niemals eingetragen werden dürfte.
Grund ist, dass es kein Materialcertifikat, ich glaube die Kennzeichnung war CBO, für diesen
Lenker in dem TÜV Gutachten gibt!!

So. das wars dann.

Gruß
Hartmut
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Alex1989 »

Eintopfquäler hat geschrieben: 17.12.2025, 17:31
Alex1989 hat geschrieben: 17.12.2025, 14:23 Die Herren Prüf"ingeneure" sind doch alles nur noch Sachbearbeiter. Deren arbeit kann auch ein Geselle machen. Der kann auch entscheiden ob Bauteil XY korrekt montiert ist und dann ins Papier gucken ob alles passt. Was soll der Quark und die Diskusion immer? Ich habe ein Gutachten indem steht dieser Lenker, mit der Aufschrift und den Maßen ist tauglich für den Straßenverkehr. Dann guckt man ob der ordentlich verbaut ist und nirgendwo anschlägt. Fertig.
Eintopfquäler hat geschrieben: 17.12.2025, 13:05 Abgesehen davon, dass jeder Dahergelaufene ihnen im Glauben es besser zu wissen erst mal sagt, xyz kann einfach eingetragen werden
:gps:

Ganz so einfach ist es nun wirklich nicht, Alex. Ingenieur ist nicht gleich Ingenieur, die Befugnis zum Eintragen gibts auch nicht geschenkt. Die Sachverständigen haben auch keine Lust auf Diskussionen - und sie sitzen sowieso gegenüber dem Endverbraucher am längeren Hebel.

Vielleicht kann der Bernhard ein bisschen Licht ins Dunkel bringen.
Dann erkläre mir, wozu es das Gutachten gibt, wenn der Herr Sachverständige nicht dazu bereit ist dieses an zu erkennen und mit das Teil kraft seiner Sach und Fachkentnis einzutragen. Wenn ich es falsch montiert habe oder es mit einem anderen Verbauten teil nicht Kompatibel ist, da es zu einer Gefährdung führt, dann ist das nachvollziehbar. So wurde mein Acerbistank auch nicht eingetragen, weil nicht das Korrekte Papier da ist. Das kann ich in Grenzen nachvollziehen. Aber was ich nicht nachvollziehen kann ist, wenn 2 Prüfingeneure für die selbe Sache unterschiedliche Meinungen haben. Vor allem wenn es zum jeweiligen Bauteil ein Gutachten oder ABE gibt.
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Roland »

Vielleicht solltest du dich erstmal mit dem Unterschied zwischen Äpfeln und Birnen beschäftigen: eine ABE ist was ganz anderes als ein Gutachten.
Das eine eine grundsätzliche Erlaubnis, das andere eine Bestätigung, dass einer etwas für gut befunden hat (ein Gutachten kann natürlich auch bestätigen, dass etwas schlecht war, würde dir nur kein Hersteller mitgeben). Ob das von anderen als ausreichend anerkannt wird, ist deren Entscheidung. Im übrigen darf nicht jeder eintragen.
‘s gibt hat Schrankenwärter und Hilfsschrankenwärter…
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Re: Renthal Lenker

Beitrag von Eintopfquäler »

Danke Roland, so schauts nämlich aus.
Alex1989 hat geschrieben: 18.12.2025, 18:27 Dann erkläre mir, wozu es das Gutachten gibt, wenn der Herr Sachverständige nicht dazu bereit ist dieses an zu erkennen und mit das Teil kraft seiner Sach und Fachkentnis einzutragen.
Hab ich doch schon:
Eintopfquäler hat geschrieben: 17.12.2025, 13:05 Folglich werden da nur noch die Sachen erledigt, die für sie selbst und die Firma bei wenig Risiko viel Marge bringen: Hauptuntersuchungen, ab und zu mal ein Felgensatz mit TGA und sonst nichts wo man sich reinarbeiten müsste. Ohne die richtigen Papiere wird das echt schwer. Und je älter Fahrzeug und Gutachten, desto schwerer wirds.
Typisches Beispiel? Spoilerlippen für Fahrzeuge. Auf ebay gibts den Schrott zuhauf mit "TÜV Materialzertifikat/TÜV Materialgutachten". Im Gutachten steht dann drin, das Teil ist aus ABS gegossen. Fertig. Niemand sagt, für welches Fahrzeug das Teil überhaupt gedacht ist oder wie es befestigt wird. Niemand garantiert, dass es während der Fahrt einfach abfliegt. Niemand garantiert das Bruchverhalten, niemand garantiert dass es keinen Fußgänger im Falle eines Zusammenstoßes aufspießt. Kunde jammert aber, da wär doch TÜV dabei. Egal was der Prüfer dazu sagt, er ist der Arsch.

Im Falle des Renthal Lenkers heißt das zum Beispiel: Hält das Ding auch, wenn das Motorrad einfach mal umfällt oder bricht der gleich ab? Der Hartmut sagt, der Renthal habe angeblich kein Materialzertifikat. Wie willst was eintragen, von dem nicht nachgewiesen ist ob es aus Alu, Stahl, Butter oder alten Zeitungen mit Kabelbindern besteht?
Wir wissen zwar, dass dem nicht so ist. Aber Papier ist geduldig und wenns irgendeinem Büttel bei der Kontrolle nicht gefällt, bist nicht nur du dran, sondern auch der Prüfer der das abgenommen hat. Der hält dafür seine Hand ins Feuer.

Du musst halt das Gutachten auch anschauen, ob es überhaupt beiträgt, ob der Verwendungsbereich eingehalten ist, ob dies, ob das. Ist teils erheblicher Aufwand, viele Prüfer lehnen das deshalb pauschal ab. Dann meckert der Kunde kurz, kommt nie wieder und es gibt keinen Ärger falls mit der Eintragung irgendwas passierte. Die Hürden wurden zuletzt ohnehin stark verschärft, zum Beispiel sind Vergleichsgutachten (= "Aber bei dem ist das gleiche Teil am gleichen Auto/Motorrad eingetragen!") schon seit 2022 nicht mehr zulässig. Was früher völlig normal war, geht heute wegen der Vorschriften nicht mehr. Ich versteh das schon, wenn die keinen Bock drauf haben. Ich weiß das auch nur, weil ich mal aaS werden wollte - musste ich übrigens wegen des Aufwandes verwerfen. :D
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