Jemand aus der Solarbranche hier?

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Knüppel-Knappe
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Beitrag von Knüppel-Knappe »

Das gibt es auch schon. Für Dachziegel, Dachsteine, Schiefer, Metalldeckungen, usw..
Aber das Temperaturproblem bleibt bestehen.

Auch bei Foliendächern gibt es integrierte Module, die haben das Wärmeproblem nicht so stark.
Das ist aber z. Z. nur bei Industriedächern machbar.

Was ganz neu kommt sind Dachsteine mit Wärmekollektoren um eine Wärmepumpe daran zu hängen.
Von den Kosten gesehen, kannst Du dann aber auch fast eine Erd/Luftwärmepumpe nutzen.
Und so ganz ausgereift scheint das auch noch nicht zu sein.
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diede
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Jemand aus der Solarbranche hier?

Beitrag von diede »

weil man dann große elemente mit dachziegeln machen muss, sonst muss man ja jeden ziegel einzeln anschliesen was ne riesen fummelei wäre und nicht sinnvoll.
außerdem viel zu kleinteilig und unwirtschaftlich.

gruß diede
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Knüppel-Knappe
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Beitrag von Knüppel-Knappe »

Das sind schon Einzelpfannen, die Untereinander mit einem festen Stecksystem verbunden werden.
Die machen auch optisch was her. Das Element ist als solches von der Straße aus nicht erkennbar.
Da glaubt man, es wäre ein normales Dach mit Betondachsteinen.

Die Probleme scheinen zum einen aus dem Temperaturbereich zu kommen, mit dem das System arbeitet. Bis -15° oder in dieser Größenordnung soll das arbeiten.
Weiterhin sind fixe Lattmaße vorgegeben.
Evtl. ist auch die Stabilität des auf die Pfanne geklebten Elementes noch verbesserungswürdig. Die Materialstärken fühlen sich für meinen Geschmack etwas dünn an.
Aber da kann sich ja noch etwas entwickeln. Das waren wohl noch Probeserien, die ich da gesehen habe.

Gruß Knappe
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Tomgar3
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Beitrag von Tomgar3 »

Oha, BIG Forum bildet :)

Okay, da etwas mehr Hintergrund gefordert wurde, hier mal ein paar Eckdaten in den Raum geworfen.
Wir sind 3 Leute:

-Ich suche im westlichen Speckgürtel von Berlin aktuell nach einem EFH
-soll ein Altbau werden, Bj. irgendwo zwischen 1930 und heute
-hier in der Gegend gibt es noch massig Häuser die steinalte Schwerkraftheizungen verbaut haben
-kein Gas bis zum Haus gelegt, etc.
-Größenordnung wird so zwischen 90 und 130m² werden
-Details zum Dach und Sonneneinfall natürlich erst sobald ein Objekt steht, aber ich achte schon jetzt immer auf gute Südlage ohne Baumstörer
-Dämmung: ist immer so eine Sache, von VWS halte ich nicht viel (selber mal gelernt), aber nen Schwitzkasten der nicht atmet ises nicht wert. Bei >30er Massivbauweise auch nicht immer nötig, da kann durchaus eine Kerndämmung ausreichen samit guter Dachdämmung und aufgearbeiteten Kastenfenstern (nein, niemals Kastenfenster gegen Neuschrott ersetzen).



Nun gingen meine ersten Gedanken zu PV, aber ich denke das streichen wir mal wieder, das ist mir aktuell zu haarig, das Geld spare ich mir lieber. Immerhin landet man hier schon im Standard >25.000,-€, eine kleine Solarthermie ist da mit nem 5tel einsatzfertig.

Aber nen Uraltschwerkraftofen will ich au nimmer aktuell dauernutzen. Da dadurch aber die Heizungsanlage ausreichen sollte einen Doppelkammerbrenner, Pellets/Scheitholz abzufangen, lag mir das gedanklich nahe mich eben mal damit zu beschäftigen.
Im Zusatz dazu schien mir ein großer Pufferspeicher samt zugehöriger Solarthermie sinnvoll, ich muss gestehen unsere ehemalige riesige Eckbadewanne war damals jeden Abend in Betrieb, das war teuer...
Und ich dachte durchaus an die Mischung Scheitholz/Pellets, zwar habe ich noch keinen Privatwald, aber genug EFH-Besitzer/Freunde die über ihr Konto mit mir per Förster in den Wald braten um Holz zu besorgen.
Den Muskelschmalz geb ich mir dann gern. Lagerflächen werden natürlich vorher bedacht, sonst wäre der Sinn verfehlt.
Da ist halt die Frage, wann nutzt was alleine und wann was in Kombination?
Worauf sollte man schon beim Hauskauf achten und was ist ein NoGo?

Oder ist das Thema auch ein "Sowohl als auch" Thema?

Und ja, Erdwärmepumpen täten auch interessieren!

Auf jeden Fall euch schonmal ein DANKE!!!


Regards
der Tom
Zuletzt geändert von Tomgar3 am 16.03.2010, 20:28, insgesamt 1-mal geändert.
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morkon
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Beitrag von morkon »

Hallo,

möchte auch noch etwas zu dem Thema Pellet und Solarthermie beitragen. Denke als Heizungsbauer und besitzer einer Pelletheizung mit Solaranlage zur Brauchwasserbereitung habe ich das nötige Vorwissen.

Ich kann nicht verstehen, wiso immer wieder der dumme Spruch kommt " ... die Pellets werden auch noch so Teuer wie Heizöl ...".
Ich Heize nun seit 5 Jahren mit Holzpellets, und ja sie sind teurer geworden. Aber beiweitem nicht so sehr wie Heizöl zwischenzeitlich war.
Meine letzte Lieferung hat inkl. Mwst. 219 €/T (2 Tonnen bestellt) gekostet. Das entspricht einem Heizölpreis von 0,44€/Liter. Ich glaube nicht, dass dafür im September 2009 Heizöl zu bekommen war.
Holzpellets bestehen zu 100% aus Abfallholz, welches ansonsten nur verroten würde und das darin gebundene CO2 ungenutzt freisetzen würde. Die durch das zusammenpressen entstehende Wärme führt dazu, dass das im Holz befindliche Lignin zu einer Art Klebstoff wird und den Pellets ihre Stabilität gibt.
Ich habe mir auch schon das Werk der Westerwälder Holzpellets angesehen und kenne auch die Rafinerien bei Köln, nun ratet mal, wen ich lieber in meiner Nachbarschaft hätte.
Auch von der Umwelt-gefährdung her sind mir Holzpellets lieber.
Die Zuverlässigkeit meiner Anlage ist sehr gut und die Wartung auch von ungeübten sehr leicht durchzuführen. Insgesamt habe ich mit den Gasbrennwert-Geräten in unserer Gegend mehr Probleme als mit den Pelletanlagen.

Zur Solarthermie bin ich der Meinung, dass sich Unterstützungen für Heizungsanlagen tatsächlich nicht Rechnen. Die Unterstützung der Warmwasserbereitung schon. Dies ist aber abhängig vom Warmwasserbedarf eines Haushaltes. Wir sind 5 Personen, die fast alle täglich Duschen. Da die Steuerung der Solaranlage ziemlich genau berechnet wieviel Energié "vom Dach geholt" wurde kann man ziemlich genau berechnen wieviel Brennstoff gespart wurde. Bei mir waren dass im letzten Jahr umgerechnet ca. 300,-€. Bei einem Anlagenpreis von ca. 5000,-€ bei einer nachrüstung bräuchte mal also ca. 17 Jahre um das Geld wieder einzufahren.
Nicht berücksichtigt sind hier natürlich dinge wie Zinsen, Kaufwert usw.. Ist aber eine erneuerung der Heizungsanlage nötig, müssen auch noch andere Kosten gegengerechnet werden, so das sich die rearmortisationszeit deutlich verkürzt.
Auch wirkt sich ein steigender Gas/Öl/Pellet/Strom-preis stark verkürzent auf den Zeitlichen Verlauf aus.
Solche Anlagen sind also eher als eine Investition in die Zukunft zu betrachten, in der die Energiekosten vorraussichtlich deutlich steigen werden.

Von Luft-Wasser Wärmepumpen bin ich kein großer Freund, da diese Anlagenoftmals durch ihre Geräuchentwicklung Probleme bereiten. Für Altbauten sind sie aufgrund der benöttigten hohen Vorlauftemperaturen auch nicht die ideale Lösung. Umwelttechnich sind sie auch nicht besser als eine Öl oder Gasheizung, da der Strom nicht gerade umweltfreundlich produziert wird.

So, für heute schluss ...

MORKON
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Zackel
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Beitrag von Zackel »

Tomgar3 hat geschrieben:Oha, BIG Forum bildet :)

Okay, da etwas mehr Hintergrund gefordert wurde, hier mal ein paar Eckdaten in den Raum geworfen.
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-Ich suche im westlichen Speckgürtel von Berlin aktuell nach einem EFH
-soll ein Altbau werden, Bj. irgendwo zwischen 1930 und heute
-hier in der Gegend gibt es noch massig Häuser die steinalte Schwerkraftheizungen verbaut haben
-kein Gas bis zum Haus gelegt, etc.
-Größenordnung wird so zwischen 90 und 130m² werden
-Details zum Dach und Sonneneinfall natürlich erst sobald ein Objekt steht, aber ich achte schon jetzt immer auf gute Südlage ohne Baumstörer
-Dämmung: ist immer so eine Sache, von VWS halte ich nicht viel (selber mal gelernt), aber nen Schwitzkasten der nicht atmet ises nicht wert. Bei >30er Massivbauweise auch nicht immer nötig, da kann durchaus eine Kerndämmung ausreichen samit guter Dachdämmung und aufgearbeiteten Kastenfenstern (nein, niemals Kastenfenster gegen Neuschrott ersetzen).



Nun gingen meine ersten Gedanken zu PV, aber ich denke das streichen wir mal wieder, das ist mir aktuell zu haarig, das Geld spare ich mir lieber. Immerhin landet man hier schon im Standard >25.000,-€, eine kleine Solarthermie ist da mit nem 5tel einsatzfertig.

Aber nen Uraltschwerkraftofen will ich au nimmer aktuell dauernutzen. Da dadurch aber die Heizungsanlage ausreichen sollte einen Doppelkammerbrenner, Pellets/Scheitholz abzufangen, lag mir das gedanklich nahe mich eben mal damit zu beschäftigen.
Im Zusatz dazu schien mir ein großer Pufferspeicher samt zugehöriger Solarthermie sinnvoll, ich muss gestehen unsere ehemalige riesige Eckbadewanne war damals jeden Abend in Betrieb, das war teuer...
Und ich dachte durchaus an die Mischung Scheitholz/Pellets, zwar habe ich noch keinen Privatwald, aber genug EFH-Besitzer/Freunde die über ihr Konto mit mir per Förster in den Wald braten um Holz zu besorgen.
Den Muskelschmalz geb ich mir dann gern. Lagerflächen werden natürlich vorher bedacht, sonst wäre der Sinn verfehlt.
Da ist halt die Frage, wann nutzt was alleine und wann was in Kombination?
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der Tom
Gib mir bitte etwas Vorlauf.
Bin mit meiner Familie aus einer prima 120qm mit Keller,Balkon um die Ecke usw. und viel Zeug
ruhige Gegend,alles prima .....auf einen alten Bauernhof gezogen.Auf Miete.
Warum.
Kinder sollen,können mit Traktor ,Holzmachen,Schweißen,Flexen,Kompressor,Lackieren...
und für mich wichtig,mit Nachbarschaftshilfe,groß werden.Nicht durch die Hilfe meiner Nachbarn...
Idee war,die Achtung vor den Generationen zu vermitteln.Funktioniert gut.
Das Haus hat Mauern die sind stellenweise 600-800 dick.(Spitzenwerte)
Prima Klima.
Heizen tu ich seit Jahren mit nem Baumarktofen (9kw).Der steht in der Küche,zentral und heizt die
ganze Hütte.Dazu noch die verhaßten Nachtspeicheröfen.....

250€-Strom im Monat komplett (da schweiße ich,Kompressor,Spalter usw .alles auf Kraft.!!!
275€-Holz +,Machen;-),wie Anychel sagt.

Haste nen Spalter,Kettensäge,Platz,...ich sach noch..und die Frau dazu...?
Am Samstag wurde bei mir erst das Holz gezeichnet und am 11.4. ist es aus mit Schneiden.

Kurz,wenn ich rechne,locker über den Daumen.
Bin ich deutlich unter Öl und Gas.
Der Spaß beim Holzmachen nicht eingerechnet.
Grillen und über die selbstgebauten Hilfsmittel fachsimpeln,bei..Limo

Bitte vergiß nicht die Werkzeuge zum Holzmachen.
Meine 346 xp habe ich die letzte Woche gehimmelt...,E-Teil orschinal 240gelogene...
Abba Sonntag woanders gekauft,104 Eus verschickt und heute abend lief die kleine
wieder.Geht doch.

Gegen die verschwitzen Supersparbuden hab ich auch was.Ist die Grundlage für die
Pilzbekämpfer,spar ich mir.
Wenn ne alte Hütte 300 Lenze gesehen hat und noch steht,muß ich erst mal schnell
ablachen ,wenn die Isolierfrietznvertreter antreten.
Bitte belies dich,wieviel Feuchtigkeit ein Haushalt erzeugt,falls gekocht wird......
...und geduscht,und Besuch kommt.Wirste aber schon wissen ,alles.
Ruf gern an.
PN ist besser,da es in dem Forum um schnelle,geländetaugliche Motöröders geht.
Bis denne,Marco

...was vergessen ?
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Beitrag von Knacki »

morkon schrieb:
... Holzpellets bestehen zu 100% aus Abfallholz, welches ansonsten nur verroten würde ...
Das stimmt nicht! In Vossenak in der Eifel kannste dich vom Gegenteil überzeugen. Außerdem wäre es für die Böden sicher besser wenn Abfallholz im Wald verrotten würde statt es mit Monstermaschinen und LKWs auch das noch rauszuschaffen. Denoch will ich damit nicht gegen die Heizung Stellung beziehen, dazu verstehe ich zu wenig von Heizungen.

Gruß
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Tomgar3
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Beitrag von Tomgar3 »

Ich denke so ein bisserl hat Knacki hier gewiss recht.
Zwar ist es angepeilt gewesen, Pellets aus Abfällen herzustellen, was auch immer noch gemacht wird, aber der Bedarf ist dadurch nicht mehr zu decken.
Hirnlose Unternehmer bereichern sich so einfach durchs roden und unsere Politik hat keine Wahl als dem zuzustimmen, denn sonst platzt ihr Kartenhaus und damit Unterstützung aus der Wirtschaft wie Wählerstimmen des Volkes.

Mieser Kreislauf.

Ich selbst sehe es auch so: Bester Heizstoff wäre jener den ich erst gar nicht verbrennen muss. Aber sorry, Erdwärmepumpen sind echt extrem teuer in der Anschaffung, zudem muss wirklich alles stimmen in der Heizungsumgebung. Da kann dir jeder vorrechnen was du damit in 15 Jahren dann sparen wirst, die Hypothek indes ist schon nächsten Monat fällig.

Zwar höre ich mir die Rechnungen an, aber bin skeptisch.
Und bei den Brennstoffen, sagt mir Holz doch sehr zu.
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Beitrag von roland.k »

Knacki hat geschrieben:
morkon schrieb:
... Holzpellets bestehen zu 100% aus Abfallholz, welches ansonsten nur verroten würde ...
Das stimmt nicht! In Vossenak in der Eifel kannste dich vom Gegenteil überzeugen. Außerdem wäre es für die Böden sicher besser wenn Abfallholz im Wald verrotten würde statt es mit Monstermaschinen und LKWs auch das noch rauszuschaffen. Denoch will ich damit nicht gegen die Heizung Stellung beziehen, dazu verstehe ich zu wenig von Heizungen.

Gruß
Knacki

Die Aussage "Holzpellets bestehen zu 100% aus Abfallholz" ist völliger Unsinn!
Ich wohne in der Nähe eines Peletswerkes und da werden ganze Baumstämme geschreddert! Der Bandtrockner wird mit Abfallholz beheizt und da darf auch belastetes Holz verbrannt werden! Die Abgasreinigung kann jedoch keine Giftstoffe zurückhalten!! Der Betreiber hat nun die Auflage bekommen, die Abfallhölzer vor dem Verbrennen (freiwillig) auf Giftstoffe zu prüfen. Der prüft nun natürlich (freiwillig) alle lackierten Hölzer, alte Eisenbahnschwellen und sonstiges auf Belastungen um diese anschließend als Sondermüll zu entsorgen. Tatsächlich wandert alles in den Ofen! Wie gesagt, um 100 Tonnen Pellets zu erzeugen werden 60 Tonnen (teilweise belastete) Althölzer verbrannt!

Für die Peletsproduktion werden die Hölzer erst zerkleinert (ähnlich Sägemehl) und in Bergen auf dem Grundstück gelagert. Im Umkreis von mehreren Kilometern stinkt es ganz furchtbar nach gelagerten, feuchten Sägespänen und bei Wind fliegen die Sägespäne kilometerweit durch die Luft. Ganze Ortschaften werden mit dem Gestank, dem Krach (24 Stunden/7 Tage) und den Sägespänen belastet! Aufgrund hoher Geräuschwerte und der damit einhergehenden Belästigungen der Anwohner wurde letztes Jahr ein Dekra-Gutachten erstellt. Dieses liegt bereits seit 6 Monaten in den Schubladen und wird nicht veröffentlicht, da die Geräuschwerte zu hoch sind. Nun kam ein Antrag in den Gemeinderat, dass die betroffenen Wohngebiete als Mischgebiete (Privat und Gewerbe) deklariert werden. Hier kann dann problemlos der Grenzwert hochgestuft werden und danach können auch die Ergebnisse der Geräuschmessung veröffentlicht werden. Das ganze hat irgendwie den Anschein von mafiösen Strukturen....

Irgendwann platzt diese Blase und dann fällt die Förderung für diesen Unsinn weg und die Preise werden steigen.

@tomgar3
Und zum Thema Wärmedämmung kann ich nur sagen, dass es kein Problem ist ein Steinhaus mit Rockwool luftdurchlässig zu dämmen. Die Rockwool-Platten werden am Haus per Dübel angebracht und direkt darauf der Putz. Keine Folie, keine Klebstoffe... Das Klima im Haus ist hervorragend!

Grüße

Roland
Zuletzt geändert von roland.k am 17.03.2010, 11:21, insgesamt 5-mal geändert.
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Beitrag von diede »

ne andere möglichkeit ne außendämmung anzubringen ist, daß ganze mit einer pfosten-riegel konstruktion zu machen und ne iso-flock einblaßdämmung (grundstoff ist altpapier) einzubringen. dann hast du auch keine klebstoffe oder folie. der äußere abschluß macht eine weichfaserplatte. darauf kannst du machen was du willst. putzträgerplatte und dann verputzen oder ne holzverkleidung.
das die pelletsproduktion ne saubere sache ist, bringt mich auch nur zum lachen.

@tomgar3: ich hätte dir angeboten wir setzen uns mal zusammen wenn du dein haus hast und sprechen/rechnen die sachen mal durch, aber die entfernung zwischen uns ist etwas groß.

gruß diede
Zuletzt geändert von diede am 17.03.2010, 11:59, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Tomgar3 »

naja, mal abgesehen davon ob am Markt nun eine Ökolüge gelebt wird oder nicht (was übrigends marktüblich und politisch gewünscht ist, eben Lägen), landet man doch preislich via /Pellets/Scheitholz dann doch unter den Preisen von Gas/Öl, oder nicht?

Dämmung ja, das da auch Rockwool eine Variante ist statt Schwitzkasten weiß ich sehr wohl, dennoch gibt es Häuser wo dies eher unpässlich ist, UND, ich will das Thema ja nicht völlig aufblasen. Darum, bitte Meinungen zu Dämmung nicht unbedingt hier groß ausbreiten, das ist ein eigener Punkt. Mir gehts rein drum, welche Heizung macht denn Sinn? :)
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Beitrag von diede »

wenn du kein gas im haus hast, würde ich dir zu einer pellets raten, allen diskusionen zum trotz. scheitholzanlage wäre eine alternative wenn dir die arbeit damit nichts ausmacht. zu überlegen ist auch hackschnitzel, wenn du möglichkeiten hast da einfach ranzukommen. auch mit arbeit verbunden aber sehr günstig beim brennstoff. braucht halt auch trockene lagerfläche.
zu einer wärmepumpe würde ich dir auf keinen fall raten bei einem älteren haus mit heizkörpern. da das mit der vorlauftemperatur nie funktionieren kann. ne luftwärmepumpe funktioniert ja bei niedrigen vorlauftemeraturen schon nicht sonderlich gut.

wenn gas im haus ist, ne gasbrennwerttherme rein und einen schwedenofen in wohnbereich. von mir aus noch ne solaranalge fürs brauchwasser. mehr nicht.
und den rest vom geld in ne gute hausdämmung stecken.

gruß diede
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Beitrag von Tomgar3 »

Beim aktuellen Objekt was wir "begutachten" liegt zB noch nirgends Gas an, muss also noch voner Straße geholt werden.

Einen Kaminofen wollen wir zudem "definitiv" anschaffen, egal welches Haus es am Schluss wird, aber so ein Ofen muss her, sowohl für die Übergangszeiten wie auch das Ambiente!
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Beitrag von Koppy »

Hallo,

ich denke Diede hat Recht, Wärmepumpe im Altbau ist Schwachsinn. Da kannste gleich mit deinem Stromlieferer nen Rahmnevertrag abschliessen. Günstigste Lösung Gasbrennwertkessel mit Brauchwassersolaranlage. Oder Alternativ noch dazu einen Kaminofen mit Wassertasche. Das gesparte Geld kannste dann noch in ein neues Motorrad mit KAT ausgeben. :)

Gruß Koppy
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Beitrag von Rookie »

Hallo liebe Liebenden,
ich habe seit Ende 2007 eine PV auf dem Dach, funktioniert bis dato ganz gut, aber muss halt noch 17 Jahre so weitergehen, dass nennt man unternehmerisches Risiko. (http://www.solarlog-home.de/photonator" target="_blank wer gucken möchte)
Solarthermie rechnet sich meiner Meinung nach nicht, das Geld irgendwann wiederzubekommen ist hier kein Massstab, es rechnet sich nicht.
Allerdings finde ich die Idee wenn die Sonne Wärme liefert diese zu nutzen und den Ofen im Sommer auszuschalten unter Umweltgesichtspunkten sehr vernünftig, werde es wenn meine Heizung stirbt für mein Brauchwasser auch machen (4-6 m^2 Fläche).
Ansonsten beschäftige ich mich in ähnlicher Weise seit längerem mit der Frage "Wie sieht meine nächste Heizungsanlage aus?" Ist 20 Jahre alt der Gaskessel, da sollte man wenigstens vorab wissen in welche Richtung die Reise gehen soll.
Meine Antwort für 1957er Bj. 150m^2 mäßig isoliert (hier ist auch noch Bedarf!):
- Pellet? zu viel Mechanik, dass soll ja 20 Jahre halten und die Preise werden mit Gas/Öl steigen.
- Wärmepumpe? Ohne gute Isolierung & niedrigen Temps der Heizkörper (ideal Fußbodenheizung) ist der Wirkungsgrad nahe 2, also trifft der Begriff "Stromheizung" schon ganz gut.
- Kraftwärmekopplung? Es gibt nichts zuverlässiges, bezahlbares für ein Einfamilienhaus sinnvoll dimensioniertes auch wenn mancher anderes bewirbt.
Fazit: Öl- oder Gasbrennwerttherme, oder noch einige Jahre warten und schauen ob es technologische Fortschritte gibt.
Nur meine Meinung, die sei mir gegönnt, oder? :hi:
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Beitrag von roland.k »

Hi,

was ist denn eigentlichvon einem BHKW zu halten :kratz:
Der Wirkungsgrad soll ja recht hoch sein.

Grüße

Roland
Zuletzt geändert von roland.k am 18.03.2010, 08:12, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von jafabo »

Hallo zusammen,
da wir seit 2 Jahren 160 m² und unser Wasser mit Holz, Sonne und Öl heizen, meine ich etwas dazu sagen zu können.
Unser Ölverbrauch vorher ca. 3500 - 4000 Liter Heizöl + ca.1500 kwh für Warmwasserstrom. Unser Ölverbrauch jetzt 800-1200 Liter + ca. 10 RM Holz.
Herz der Anlage ist ein 1000 Liter Pufferspeicherschichtenspeicher, der von einem wasserführenden Kaminofen (Wohnzimmer) 14 m² Solakkolektoren und unserer 30 Jahre alten Ölheizung gespeist wird. Von April bis November ist der komplette Heizkreis aus und von Mai bis ende September hat auch der kaminofen Pause.
Die Vorteile:
Im Winter ist es definitiv wärmer im Haus,
fast unabhängig vom Öl und vom Ölpreis
Warmes Wasser satt, demnächst kommen noch Spül- und Waschmaschine an die Sonne.
Bei Bedarf kann ich kleinere Einheiten kaufen und muss nicht 1000 Liter Öl auf einmal liefern lassen
Die Nachteile:
Holz macht mind 2x warm, d.h. Öl/Gas ist def. bequemer
Platzbedarf für Holz
Die Staubbelastung im Wohnbereich ist leicht erhöht (ist aber von der Holzqualität und dem Ofen abhängig!!)
Man muss etwas strategisch denken (habe jetzt schon Holz für den nächsten Winter geordert (Cynthia=Holz ist billiger)

Fazit:
Ich bin überzeugt von der Anlage und würde es wieder tun,
weil : die Ökobilanz ist in jedem Fall besser
Öl garantiert wieder teurer wird
ich Feuer gerne mag
Holzmachen fit hält

Wer näheres wissen will, kann mich gerne anmailen
Gruß Jan

P.S.
CO2 Billanz Pellets vs. Öl: von wo und wie kommt bitteschön Erdöl in den Tank? und was ist auf diesem Weg nicht schon alles passiert (z.B. Exxon Valdez)
Fossile energieträger belasten die Ökobillanz per se
Aynchel
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Beitrag von Aynchel »

für ein BHKW brauchste einen grossen Wärmeabnehmer, also ein Mietshaus, einen Häuserblock oder Schwimmbad
für die 5 bis 15 KW Heizleistung für ein normales Haus sind die zu gross
ausserdem musste mit dem Krach aufpassen, so ein Salatöldiesel will keiner vorm Schlafzimmerfenster haben

PV rechnet sich nur wenn man komplett mit Fremdkapital arbeitet
wenn man Eigenkapital einsetzt ist die Rendite zu gering, da steckt man die Kohle besser in einen festverzinslichen Sparvertrag

für mein Warmwasser hab ich eine Luft Wärmepumpe in Innenaufstellung mit Aussenluftanschlüsse
während der Heizperiode ist die ausgeschaltet, und ich fahre sie mit der BLP von der Ölheizung aus an
wenn es nun die nächsten paar Tage wirklich Frühling wird nehme ich den Kessel raus und lass die WP laufen
im Hochsommer blase ich die Kaltluft ins Gebäude
Aynchel aus Meddersheim
_____________________________________________________________________________________________________________

ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Beitrag von Tomgar3 »

Damit wäre dann also auch eine Gasbrennwerttherme wieder vertretbar, nen Pufferspeicher dazu und den kaminofen den wir eh haben wollen, gleich mit an den Puffer hängen?
Und sofern es möglich ist, eine vorhandene und noch funktionsfähige Schwerkraftheizung einfach im Kreislauf belassen, für Notfälle.

So in der Richtung?


JungeJunge, das Thema bringt Pommes in die Birne :)
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Beitrag von diede »

wenn du dir ne gasbrennwerttherme reinbaust kannst du auch gleich die alte heizung raushauen. die wirst du nicht mehr benützen. sonst must du ja noch einen brennstoff vorhalten.
und für den notfall, wenn dein kaminofen im wohnzimmer nicht genug liefert, springt die gastherme ein. das bringst du auch regelungstechnisch wahrscheinlich nicht geregelt mit der alten heizung.
die gastherme sollte natürlich nicht über den pufferspeicher laufen, sondern nur bei bedarf, wenn aus dem pufferspeicher nicht genug vorlauftemeratur kommt unterstützend eingreifen. denn es macht keinen sinn den pufferspeicher mit der gastherme aufzuheizen und ein paar stunden später macht das eigentlich der holzofen viel günstiger.

gruß diede
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