Jemand aus der Solarbranche hier?

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Tomgar3
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Jemand aus der Solarbranche hier?

Beitrag von Tomgar3 »

Gute Frage gelle?

Mich jucken Gedanken wie:

-Pellet/Scheitholzkessel samt Solarthermie
-Photovoltaikanlage aufs Dach
-Pufferkessel welcher und wie groß
-rechnet sich das Zeug wirklich?

etc....


Bin gespannt°°

Regards
euer Tom :prost:


Ich quote mal was ich nachträglich auf Seite2 eingehängt habe!
tt hat geschrieben:Oha, BIG Forum bildet :)

Okay, da etwas mehr Hintergrund gefordert wurde, hier mal ein paar Eckdaten in den Raum geworfen.
Wir sind 3 Leute:

-Ich suche im westlichen Speckgürtel von Berlin aktuell nach einem EFH
-soll ein Altbau werden, Bj. irgendwo zwischen 1930 und heute
-hier in der Gegend gibt es noch massig Häuser die steinalte Schwerkraftheizungen verbaut haben
-kein Gas bis zum Haus gelegt, etc.
-Größenordnung wird so zwischen 90 und 130m² werden
-Details zum Dach und Sonneneinfall natürlich erst sobald ein Objekt steht, aber ich achte schon jetzt immer auf gute Südlage ohne Baumstörer
-Dämmung: ist immer so eine Sache, von VWS halte ich nicht viel (selber mal gelernt), aber nen Schwitzkasten der nicht atmet ises nicht wert. Bei >30er Massivbauweise auch nicht immer nötig, da kann durchaus eine Kerndämmung ausreichen samit guter Dachdämmung und aufgearbeiteten Kastenfenstern (nein, niemals Kastenfenster gegen Neuschrott ersetzen).



Nun gingen meine ersten Gedanken zu PV, aber ich denke das streichen wir mal wieder, das ist mir aktuell zu haarig, das Geld spare ich mir lieber. Immerhin landet man hier schon im Standard >25.000,-€, eine kleine Solarthermie ist da mit nem 5tel einsatzfertig.

Aber nen Uraltschwerkraftofen will ich au nimmer aktuell dauernutzen. Da dadurch aber die Heizungsanlage ausreichen sollte einen Doppelkammerbrenner, Pellets/Scheitholz abzufangen, lag mir das gedanklich nahe mich eben mal damit zu beschäftigen.
Im Zusatz dazu schien mir ein großer Pufferspeicher samt zugehöriger Solarthermie sinnvoll, ich muss gestehen unsere ehemalige riesige Eckbadewanne war damals jeden Abend in Betrieb, das war teuer...
Und ich dachte durchaus an die Mischung Scheitholz/Pellets, zwar habe ich noch keinen Privatwald, aber genug EFH-Besitzer/Freunde die über ihr Konto mit mir per Förster in den Wald braten um Holz zu besorgen.
Den Muskelschmalz geb ich mir dann gern. Lagerflächen werden natürlich vorher bedacht, sonst wäre der Sinn verfehlt.
Da ist halt die Frage, wann nutzt was alleine und wann was in Kombination?
Worauf sollte man schon beim Hauskauf achten und was ist ein NoGo?

Oder ist das Thema auch ein "Sowohl als auch" Thema?


Auf jeden Fall euch schonmal ein DANKE!!!


Regards
der Tom
Zuletzt geändert von Tomgar3 am 16.03.2010, 20:11, insgesamt 1-mal geändert.
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fuenfroller
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Beitrag von fuenfroller »

Hallo Tom,

habe zwar beruflich nicht wirklich was damit zu tun, aber mehrere Freunde renovieren gerade ihre Hütte, da ist dies auch gerade ein Thema. Kommt halt immer drauf an, ist es ein Neubau, ist es eine Sanierung wie sieht es damit aus. Bei den Freunden ist es so, es sind ältere Häuser, somit Sanierung. Der eine macht Pellet und Solar (er hat Platz für einen Tank), wobei Solar fürs Brauchwasser, nicht fürs heizen. Kommt wohl wieder aufs System an was man nimmt, da muss dann nämlich auch das Heizkörper System angepasst werden bezüglich Vorlauftemperatur und so. Ja und zudem kommt noch, dass es natürlich dann mit der Solarheizung nur im Winter und Übergangszeit unterstützt, wo hingegen Brauchwasser das ganze Jahr genutzt werden kann. Der andere macht Gas Solar (kein Platz für den Pellettank), bei ihm hat sich dann das Geld eher gelohnt in die Keller Isolierung zu stecken. Wie ist die Haus, Dachlage, kannst du sinnvoll ein System anbringen so dass es auch effektiv Sonne bekommt, wie ist wie Wohnlage (Sonnenstunden), im Netz gibt es Seiten in denen man schauen kann wie es mit den Sonnenstunden ausschaut, oft auch mit der Möglichkeit die Dachneigung und Ausrichtung mit anzugeben. Hast du da schon geschaut? Ja und ansonsten würd ich mal bei der Heizungs und Sanitär Innung in deiner Region anfragen.

Gruß Ralf
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roland.k
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Beitrag von roland.k »

Hi,

in der Nähe meines Wohnortes hat sich so ne Pellet-Produktion angesiedelt und ich kann Dir sagen, ohne dass da hochrangige Politiker geschmiert werden, hätte die Pelettgeschichte niemals den Ruf von ökologisch.. co2-neutral.. Um 100 Tonnen Peletts zu produzieren müssen 60 Tonnen Holz verfeuert werden! Es stinkt ganz furchtbar, es ist laut (24 Stunden/7 Tage), es staubt ohne Ende.... Da ist ein Kohlekraftwerk vor der Tür wesentlich angenehmer.

Irgendwann wird diese Luftblase platzen und dann zählt Pellets nicht mehr zu den Ökobrennstoffen :gps:

Grüße

Roland
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diede
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Jemand aus der Solarbranche hier?

Beitrag von diede »

ich bin architekt und mit der materie etwas vertraut.
die solarthermie rechnet sich fast nie. selbst wenn man es nur fürs brauchwasser nimmt.
bei heizungsunterstützung sowieso nicht. mit heizkörpern ist das ganze eh schwieriger, da höhere vorlauftemperaturen.

bin der meinung lieber etwas mehr geld in die dämmung stecken als in die technik. die dämmung bleibt dir erhalten,
die technik geht kaputt.

sag mal genauere daten, dann kann ich dir konkreter weiterhelfen.

gruß diede
Aynchel
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Beitrag von Aynchel »

moin auch

im Moment würde ich die Füsse still halten
die regierenden Knallköpfe haben ja die Förderung für PV zurückgefahren
sind aber auf Grund massivem Druck der Lobbyisten am zurück rudern
was mal wieder Unsicherheit an allen Fronten verursacht
also wart bei PV mal noch ein bis zwei Monate

Pellet rentiert nur bei Kleinstanlagen, für ganze Häuser ist das Zeug zu teuer geworden
Scheitholz ist viel Arbeit und brauch Platz, doch wenn das geht ist es die billigste Variante

dagegen macht eine WP keine Arbeit
Tiefenbohrung ist zu teuer
ein Oberflächenkolektor erzeugt ein nicht mehr überbaubares Grundstück, wenn genug Platz da ist er er top
ich würde ehr ne Luft WP bevorzugen
als Ergänzung nen Kachelofen ohne Heizungsanschluss für die strammen Frosttage und als Reserve für Stromausfälle

edit
fragt sich noch ob ne FuBo oder HK`s drin sind
denn das gibt die Vorlaufthemp. vor
bei alten HK`s kann man die Vorlaufphemp. deutlich senken, in dem man mit Fenster und Aussendämmung den Wärmebedarf drückt
dann kann man auch mit einer Stiebel WPL HK bedienen
Zuletzt geändert von Aynchel am 16.03.2010, 08:54, insgesamt 2-mal geändert.
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Ralle09
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Beitrag von Ralle09 »

diede hat geschrieben:ich bin architekt und mit der materie etwas vertraut.
die solarthermie rechnet sich fast nie. selbst wenn man es nur fürs brauchwasser nimmt.
bei heizungsunterstützung sowieso nicht. mit heizkörpern ist das ganze eh schwieriger, da höhere vorlauftemperaturen.

bin der meinung lieber etwas mehr geld in die dämmung stecken als in die technik. die dämmung bleibt dir erhalten,
die technik geht kaputt.

sag mal genauere daten, dann kann ich dir konkreter weiterhelfen.

gruß diede

:?: und wie genau bringst Du dann den gesetzlich gestzlich geforderten regenerativen Energieanteil bei Neubauten oder Sanierungen?

Ich denke schon, daß Investitionen in Solarthermie, bzw. PV sich recnen können. Allerdings nur bei sorgfältiger Planung und Ausführung. Strom, Gas, Öl,.... alles wird zwangsläufig teuren. Wieso also nicht auch die Sonne nutzen? Natürlich kommt es immer auf die Umgebungsvariablen an. Und ohne schlüssiges Gesamtkonzept (da kommt dann wieder die Dämmung der Außenhaut ins Spiel) macht die Investition sowieso keinen Sinn.

Ach, noch am Rande: Es stimmt wohl, daß die Technik kaputt geht, aber ich als Elektriker verbaue z.B. so eine PV-Anlage nur, wenn ich nach der Amortisationszeit noch ausreichend Restlaufzeit übrig habe. Denn nur dann arbeitet die Technik für den Kunden und alle sind zufrieden.

@Tom: Wärmepumpe wäre u.U. auch noch ein Thema.
!!!Ganz wichtig!! Gute Planung, gutes Material, Ausführung nur durch Fachbetriebe !!!!

Grüße aus Lubu
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Knüppel-Knappe
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Beitrag von Knüppel-Knappe »

Moin,

ich denke, dass ich da recht gute berufliche Grundkenntnisse und einige dachseitige Einbaupraxis habe. (Dachdeckermeister)

Stell doch mal einige Grundinfos hier ein, oder schick mir eine PN.
Gebäudeart, Größe, Alter, bereits andere Energieeinsparmaßnahmen?
Bewohneranzahl (auch geplante)
Warmwassererwärmung, Heizungsunterstützung, Stromerzeugung?

Frag neben dem Heizungsinstalateur auch Deinen Dachdecker.
Es gibt auch Fördermittel, die unabhängige Energieberatungen bezuschussen.

Vom Grundsatz her halte ich von Pelletsystemen nicht viel. Die Technik ist absolut OK.
Aber: Pellets sind in Größe und Brennwert genormt. Die werden mit einem Tankwagen gebracht und in Deinen Tank gepumpt. Wenn es genügend Pelletheizungen gibt, werden Pellets mit Sicherheit ähnlich wie Heizöl besteuert.
Dann schon lieber eine Holzhackschnitzelheizung. Da brauchst Du aber einen entsprechenden Lieferanten, (z.B. Waldbauer) und Lagerfläche zur Trocknung. (In unserem Nachbarort Lieberhausen gibt es eine Gemeinschaftsanlage mit Fernwärmeverbindung zu den einigen Dutzend Abnehmern. Die sind da sehr begeistert von der Sache.)=1392&cHash=d06db5a224]Holzhackschnitzel

Solarthermie (Warmwasseraufbereitung) rentiert sich nicht bei allen Nutzungsanforderungen und Hausstandorten, kann aber auch energetisch sinnvoll sein.
Photovoltaik (Stromerzeugung) rentiert sich nur durch die öffentlich geförderte Einspeisevergütung. Das ist eine Geldanlage, die sich nach 10 bis 12 Jahren rentiert hat, und vermutlich um 20 - 25 Jahre hält. Aber hierbei berücksichtigt bislang niemand die spätere Entsorgung der Anlage. Ich könnte mir hier Probleme vorstellen, Sondermüll, Kosten ähnlich wie heute Asbest.

Manchen Kunden empfehle ich, obwohl ich daran dann nichts verdiene, über Erdwärmepumpen nachzudenken. Diese sind zwar teuer, aber auf dauer vermutlich das Sinnvollste. Hier brauchst Du allerdings große Heizkörper oder eine Fußbodenheizung.

Solltest Du auf dem Dach eine Anlage planen, würde ich meistens Indachanlagen von Roto oder Velux empfehlen, die es als Einzelkomponenten oder Komplettanlagen incl. Speicher oder Wechselrichter gibt.
Auf dem Dach aufgeständerte Anlagen (mit Haltesystem oberhalb der Dachfläche) haben den Nachteil, dass man später nicht mehr zur Kontrolle oder Reparatur an das Dach gelangt.

Gruß Knappe
Zuletzt geändert von Knüppel-Knappe am 16.03.2010, 14:49, insgesamt 2-mal geändert.
Aynchel
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Beitrag von Aynchel »

moin Knappe
Ergänzung zu den Indach Anlagen
die muss man hinterlüften
bei nicht ausgebauten Dachräumen ohne Sparrendämmung kein Problem
aber wenn die Sparrendämmung direkt ansteht wirds hinter den PV Modulen nicht nur warm sonder :D :D :D
da geht der PV Wirkungsgrad in die Knie und die Hitze tut weder Dichtungen noch Dampfsperre gut
Zuletzt geändert von Aynchel am 16.03.2010, 10:40, insgesamt 1-mal geändert.
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Beitrag von Ralle09 »

Knüppel-Knappe hat geschrieben:Aber hierbei berücksichtigt bislang niemand die spätere Entsorgung der Anlage. Ich könnte mir hier Probleme vorstellen, Sondermüll, Kosten ähnlich wie heute Asbest.
kann ich so Bestätigen. Auch nach mehrmaliger Nachfrage bei Großhandel und Herstellern konnte mir bis Dato niemand sagen, was mit den nicht mehr benötigten Anlagen geschehen soll. Die Gerüchteküche munkelt, daß man an einer Möglichkeit der Aufbereitung der Module arbeitet.
Knüppel-Knappe hat geschrieben:würde ich meistens Indachanlagen von Roto oder Velux empfehlen,
Vorsicht bei Photovoltaik-Anlagen!!!! Der Wirkungsgrad von PV-Modulen sinkt bei Erwärmung stark ab. Bei Indachanlagen kann keine ausreichende Hinterlüftung gegeben werden. Nach heutigem Stand der Technik empfiehlt sich noch immer eine Aufdachmontage mit ausreichend Platz zur Dachfläche. Der Aufwand bei Wartungsarbeiten am Dach hält sich bei PV in Grenzen, da die Module meist Steckerfertig, also einzeln abnehmbar sind.

Grüße aus Lubu
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Beitrag von Ralle09 »

Vedammt, Aynchel war schneller
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Beitrag von Aynchel »

Har Har Har :zwinker:
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Koppy
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Beitrag von Koppy »

So Hallo,

ich komme aus der Branche. Ich denke Du solltest Dir erstmal im klaren sein, welches Budget du zur Verfügung hast. :hmm:
Laut dem EEWG Erneuerbe Energie Wärmegesetz gilt folgendes.
Im Neubau mußt Du 25% Regernerativ bringen, im Altbau 10 %.
Wenn Du aber schon einen Pelletkessel bzw. Scheitholzkessel installierst bist schon dabei, benötigst also keine Solaranlage.
Die Solaranlage zur Heizungsunterstützung kannst Du dir leicht ausrechnen qm Wohnfläche x 0,04 = Kollektorfläche.
Zum anderen legst Du deine Brauchwassersolaranlage nach den im Haus befindlichen Personen aus. Personen x 55L = Speichergröße.
Bei Scheitholz und auch Pelletkessel mußt du in jedem Fall einen Pufferspeicher installieren. Die nächste Frage ist, hast Du einen eigenen
Wald, oder mußt du das Holz kaufen. Pelletkessel Lagerraum vorhanden ?

Das ganze Thema ist Abendfüllend, denke Du solltest zu einem Heizungsbauer deines Vertrauens gehen und eine Bestandsaufnahme
machen lassen, sowie eine Kostenschätzung.

Gruß Koppy
Zuletzt geändert von Koppy am 16.03.2010, 11:46, insgesamt 1-mal geändert.
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Knacki
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Beitrag von Knacki »

roland.k hat geschrieben:Hi,

in der Nähe meines Wohnortes hat sich so ne Pellet-Produktion angesiedelt und ich kann Dir sagen, ohne dass da hochrangige Politiker geschmiert werden, hätte die Pelettgeschichte niemals den Ruf von ökologisch.. co2-neutral.. Um 100 Tonnen Peletts zu produzieren müssen 60 Tonnen Holz verfeuert werden! Es stinkt ganz furchtbar, es ist laut (24 Stunden/7 Tage), es staubt ohne Ende.... Da ist ein Kohlekraftwerk vor der Tür wesentlich angenehmer.

Irgendwann wird diese Luftblase platzen und dann zählt Pellets nicht mehr zu den Ökobrennstoffen :gps:

Grüße

Roland
Ja, genau so sehe ich das auch. Ich hab so ne Pellet-Produktion beliefert. Allein der ökologische Unsinn das Material mit LKWs hin und her zu kutschieren. "CO2-neutral" ist in meinen Augen deshalb auch ne Riesen-Lüge. Außerdem ist sogesehen selbst Erdöl CO2-neutral. Außerdem lohnt sich unter dem Aspekt der Pellet-Produktion den Wald richtig auszuräumen. Das hättet ihr sehen sollen, da bleibt nur noch ne Mondlandschaft zurück - das sieht so schlimm und traurig aus, da hat man noch nichtmal mehr Lust mit'm Mopped zu endurieren :( .

Gruß
Knacki
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Beitrag von diede »

@ Ralle09: den regenerativen anteil bringe ich ganz locker dadurch, das ich den primärenergiebedarf mindestens 15% unter

den soll-primärenergiebedarf bringe, das mit einem gut und sinvoll gedämmten gebäude gar kein problem ist.
wenn du das in der berechnung nachweisen kannst, brauchst du keine solaranlage, pelletskessel oder sonst was.

das thema ist mehr als abendfüllend, es wird auch keiner je sagen können das ist genau das richtige und alles andere falsch.

gruß diede
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Fenek
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Beitrag von Fenek »

Hi,
hab bei mir vor etwa 7 Jahren eine Pelletanlage installiert. Die tut bisher gut.
Der 300 l Puffer ist was klein, nur war zufällig eine Luftwärmepumpe gratis mit dran...
Dazu gibbet noch einen Scheitholzofen.
Also tuts wie folgt:
Winter: Tags Scheitholz, nachts Pellets, die neben der Zentralhzg auch das Brauchwasser heizen.
Sommer: Wärmepumpe fürs Brauchwasser
ferdsch.
Energieverbrauch fürs EFH sind pa ca. 3MWh Windstrom, 2to Pellets und 8 RM Scheitholz (wobei
letzteres meist nur die Arbeit kostet).
So sind die Energiekosten meist unter 1000 € pa.
Photovoltaik lohnt meiner Ansicht nach nicht. Die Einspeisevergütung wurde mit Beginn 2010 gesenkt und soll demnächt nochmal um 15 % gesenkt werden.
Solarthermie rechnet sich auch nicht so gut.
Wärmepumpe wird stromseitig gefördert, hat aber als Luftwärmepumpe genau dann, wenn man sie am meisten benötigt einen bescheidenen Wirkungsgrad! Winter 1,7 - 2 Sommer 3,7 oder ähnlich!
Pellets und CO2 neutral ist so ne Sache, bei der Gewinnung und Transport wird so einiges an fossilem CO2 freigesetzt.
Immer noch besser als Heizöl oder Kohle. Natürlich setzt man damit auch nur aus der Luft gebundenes CO2 frei.
Damit kann man dann den Urweltzustand wieder herstellen und ob das so gesund ist? Für Dinos vllt...
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Beitrag von Ralle09 »

diede hat geschrieben:@ Ralle09: den regenerativen anteil bringe ich ganz locker dadurch, das ich den primärenergiebedarf mindestens 15% unter

den soll-primärenergiebedarf bringe, das mit einem gut und sinvoll gedämmten gebäude gar kein problem ist.
wenn du das in der berechnung nachweisen kannst, brauchst du keine solaranlage, pelletskessel oder sonst was.

das thema ist mehr als abendfüllend, es wird auch keiner je sagen können das ist genau das richtige und alles andere falsch.

gruß diede
@diede: Von der Seite hab ich das noch gar nicht betrachtet. Soll mal einer sagen, daß man im BIG-Forum nix lernen kann. :good:
Allerdings betrifft mich das als Elektrobetrieb auch nur am Rande.

Grüße aus Lubu
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Beitrag von roland.k »

Hallo,

vor 10 Jahren hab ich ein ca. 300 Jahre altes Ökonomiegebäude als Niedrigenergie-Wohnhaus umgebaut. Für die Zentralheizung und Warmwasser kam ein kleiner Gasbrenner, nebst Warmwasserspeicher in den Technikraum. Da Gas im Haus lag, wurde der Herd auch mit Gasbrenner ausgerüstet. Es gibt keinerlei Solarheizung, oder sonstige ökologische geförderten Zusatzheizungen und letztes Jahr hatten wir bei ca. 180 qm Wohnfläche, gerade mal 980 € an Gas bezahlt :gps:
Wir (4 Personen) heizen und kochen somit für ~ 80 €/Monat :prost:

Ich bin ja der Meinung, dass man als erst in die Dämmung investieren sollte, bevor man sich über andere Dinge gedanken macht.

Grüße

Roland
Zuletzt geändert von roland.k am 16.03.2010, 14:03, insgesamt 2-mal geändert.
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Beitrag von diede »

meine worte .... :? :o :good:

gruss diede
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Knüppel-Knappe
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Beitrag von Knüppel-Knappe »

Noch mal zu dem Abstandsproblem bei Photovoltaikanlagen:

Da ist schon was drann, dass es sich hinter den Kollektoren sehr stark erwärmt.

Roto sagt allerdings, dass eine normale Aufständerung der Anlage (ca. 5-10 cm über Dachdeckung) nur geringfügig eine Ertragsverbesserung bringt.
Eine optimale Anlage stände auf freiem Feld, mit ca. 1 - 1,5 m Abstand zum Boden.
In wie weit diese Äußerung korrekt ist, oder werblich angepasst wurde, kann ich nicht sagen.

Das bei Photovoltaikanlagen die Dachunterkonstruktion, z.B. die Unterdeckbahn, schaden nehmen kann, würde ich bei den heutigen Baustoffen nicht erwarten.
Auch im Bereich einer normalen dunklen Dacheindeckung entstehen im Hochsommer Temperaturen, bei denen man "Eier Braten" kann. Für diese Belastungen sind heutige Unterdeckbahnen in der Regel ausgelegt.

Gruß Knappe
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Beitrag von roland.k »

Warum hat eigentlich noch keiner Dachziegeln mit integrierten Photovoltaikzellen erfunden :hmm:
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