Gumorgen
Ich bedanke mich auch für die wirklich interessante Tour mit euch. Es waren knapp 300 Km und an Kurven fehlte es da wirklich nicht. Es freut mich, dass es euch gefallen hat. Speziellen Dank aber auch an Martina, die meine Rückbank mit einer Ruhe und Verlässlichkeit besetzte, als ob da nicht etwa 15 Jahre Abstinenz dazwischen gelegen hätten. Viele zehntausende Kilometer zu zweit bringen halt gegenseitiges, unerschütterliches Vertrauen. Hier auch noch ein paar Bilder:
Vorm Schutzhaus "Jagasitz", wo man wirklich gut und günstig bei fantastischem Ausblick essen kann
Hier stehen wir im Höllental vor dem blauen Wasserventil als eines von vielen, die Wien von allen Großstädten mit dem besten Trinkwasser der Welt versorgt. Das Foto mit uns wollte ich unbedingt haben, um uns dran zu erinnern, wie wenig selbstverständlich es eigentlich ist, dass man zuhause den Hahn aufdreht und heraus kommt dieses köstliche Nass mit dem unvergleichlichen Eigengeschmack einer Hochgebirgsquelle.
Es gibt etliche Gegenden, wo Menschen viele Kilometer laufen, um aus einem Brunnen dreckiges Wasser in Kanistern heimzuschleppen.

In Wien spült man aus Überfluss sogar die Kacke mit Gebirgswasser weg, aber als mal kurz angedacht wurde, südeuropäischen Ländern ein bisschen was von unserem Wasser zukommen zu lassen, gab's sofort einen Aufschrei.
Mit einer KTM durch noble Gegenden zu gurken, geht nicht. Die lässt ungeniert in aller Öffentlichkeit ihre Körperflüssigkeiten auslaufen - einfach nur eklig!
Lions BIG wurde nicht rechtzeitig fertig, also griff er sich seinen Afrikazwilling. Beispielgebend die Beschriftung des Seitendeckels, wo es Unmengen an Informationen gibt, die man unterwegs braucht.
Das letzte gemeinsame Bild des Tages. Von da an waren es nur noch 70 Autobahnkilometer bis nach Wien, aber selbst die scheute Richard, verabschiedete sich und scheuchte sein KFZ durch's Gebirge heimwärts.

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Richard hat geschrieben:Auf der Pretul geht das. Vom Joglland, welches man über den Pfaffensattel oder Feistritzsatttel erreicht, kann man von Ratten oder Rettenegg auf die Pretul über eine Mautstraße zum Rossegger-Haus auffahren. Der Almweg vom Rossegger-Haus zur Ganz-Alm ist keine Mautstraße, kann aber gegen eine Benützungsgebühr befahren werden. Man ist sogar gerne gesehen und wird nicht als Störenfried behandelt. Ich werde immer wieder gefragt, warum ich so selten komme. Allerdings bin ich nicht Motocross-mäßig unterwegs. Wanderer und auch Weidevieh werden mit maximal Laufschrittgeschwindigkeit passiert. So sind alle freundlich und ich hoffe, dass es noch lange so bleibt. Sportfahrer, bleibt herunten!
Jo, ganz richtig. Es ist die einzige Richtung, die man mit gutem Gewissen über den Pretulpass fahren kann. Denn umgekehrt von Norden rauf fahren geht nur mit viel Druck und Tempo. Das ist ein steiler Wurzelweg durch den Wald. Martina und ich prügelten dort mal unsere Vierzylinder-Suzuki rauf und das ging an manchen Stellen nur im Hohlweg-Pendelstil - also auf einer Seite etwas rauf, dann den Weg queren, auf der anderen rauf usw. - um den hohen Wurzeln auszuweichen. Damit macht man sich bei Wanderern wenig Freunde.
Oben am Pretul:

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Eine Anmerkung noch zum Höllental: Sollte euch dort jemals ein Gewitter erwischen, dann bleibt draußen, sofern ihr den Nerv dazu habt! Seht euch das düstere, ständig wechselnde Farbenspiel der senkrechten Felswände an und ihr werdet verstehen, woher der Name kommt
An liab'n Gruß von z'haus