Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Veranstaltungen, an denen BIGler und Freunde teilnehmen oder gemeinsame Unternehmungen.
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Alex1989
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Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Alex1989 »

Prolog:

Jan und ich haben uns letztes Jahr überlegt, wo es denn dieses Jahr hingehen soll, fest stand dabei, dass wir wieder vermehrt Offroad fahren wollen. Und dann kam es, einige aus dem Forum waren in Marokko, sie waren begeistert und berichteten davon. So hat man sich selbst ein wenig schlau gemacht und entschieden, es soll Marokko werden. Doch wie dahin kommen, wie viel Zeit und wann? Nun, wenn Jan an Land ist, hat er mit Zeit kein Problem und ich habe genug Urlaub im Jahr. 42 Tage *HUST* ...

Wir entschieden uns wie Miro, Tobi und ihre Bande mit der Fähre zu fahren. Wir haben uns für September/Oktober entschieden. Wir wollten nicht bei 40°C nach Marokko, sondern es halbwegs angenehm haben. 35°C wurden es dann dennoch, wie erwartet.

Und so ging es an die Planung. Wie immer haben wir uns nur einige grobe Ziele gesetzt, doch mithilfe des Internets vorher auch einige Straßen bzw Strecken heraus gesucht wo wir langfahren wollen. Tagesetappen, Übernachtungen und die Richtung wird wieder alles Adhoc entschieden. Die Zelte haben wir zuhause gelassen und in Hotels/Pensionen geschlafen. Das spart einfach Gewicht und war vergleichsweise günstig. Also Werkzeug, Ersatzteile und Klamotten eingepackt... vor allem für die An- und Abreise warme Klamotten und Regenschutz. Das haben wir auch gebraucht! Leider hat es viel Platz weggenommen. Nicht anders die ganzen Ersatzteile... wir haben eigentlich nur einen Ersatzschlauch und einige Kabelbinder gebraucht, aber man weiß ja nie. Und in Marokko was zu bekommen ist nicht einfach.

So vorbereitet konnte es dann los gehen!

Stage 1 - Die Anreise:

Um zeit zu sparen habe ich mein Motorrad vor dem Urlaub zum Basti gebracht um so entspannter anreisen zu können. Es war auch sehr entspannt! Jan hat von Hamburg bis Lörrach den Autozug genommen und hatte es entsprechend auch entspannt bis hier hin. Er war auch erst 2 oder 3 Tage wieder an Land zu dem Zeitpunkt. So kam es ihn auch gelegen.

Wir verbrachten einen entspannten Abend beim Basti, mit superleckerem, selbstgemachtem Curry, Bier und vielen Gesprächsthemen.
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Am nächsten Morgen ging es los. Wir hatten ca. 600km und 1,5 Tage Zeit um nach Genua zu kommen. Also entspannt. Ursprünglich wollten wir über Andermat und den Gotthard, doch der war am 13. September wegen Schnee gesperrt.... Also mussten wir durch den Berg hindurch. Von Luzern aus hieß es dann Regen und einstellige Temperaturen. Gut, dass ich bereits 2 Regenjacken dabeihatte und Basti mir noch eine dazu Geschenkt hat. Dabei hatte Jan an dem Tag Geburtstag. Mal wieder während der Tour, das ist jetzt das 3te mal das wir zu seinem Geburtstag unterwegs sind. Also ist es Quasi schon eine Tradition :D

Die Fahrt war unspektakulär auf der Autobahn, wir haben uns durch den Stau vorm Tunnel geschlängelt und im Tunnel waren es dann über 30°C. Auf der anderen Seite wurde es immer wärmer und bei Livigno sind wir dann abgefahren von der Autobahn. Dass dies keine gute Idee war, mussten wir später leider feststellen. Es ging im Schneckentempo des Berufsverkehrs weiter. Als wir dem Entflohen waren, ging es am Lago di Maggiore vorbei... Vmax 60, nur Luxusvillen, unendlich viele Autos. Ehrlich, schön an zu sehen, aber nicht schön zu fahren :-/ Wir haben eine kleine Bergstraße gefunden, wo wir dann auch uns entschieden in der Gegend ein Hotel zu suchen. Bezahlbares gab es natürlich nicht am See :D

Dann am nächsten Tag auf nach Genua. Die Fahrt dorthin ist recht unspektakulär und plattes Land. Erst kurz davor wird es wieder Bergig und wir sind einer kleinen feinen Straße gefolgt, die uns eine schöne Aussicht bescherte bevor es in die Stadt ging. Der Verkehr hier, war entgegen dem was man sich vorstellt, tatsächlich aushaltbar. Wir waren auch recht schnell am Hafen. Und nach einigen Rumfragen, kaum vorhandenen Kontrollen, standen wir auch schon vor dem Schiff.
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Nach einer kurzen Wartezeit konnten wir rauffahren. Es standen schon einige Motorräder bereit, doch zuerst durften nur die nach Tanger rauf. Und das waren nur 6. Wir waren schon überrascht.

Die Überfahrt war dann auch unspektakulär, was soll auch passieren auf einem in die Jahre gekommenen Schiff? Aber Jan hat erstmal einen Rundgang gemacht und gecheckt ob alles i.O. ist... was will man von einem Schiffsingeneur auch anderes erwarten. Einige interessante dingen fanden wir dann auch :D
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Am 16.102024 kamen wir dann 1 Std früher als geplant im Dunkeln in Tanger MED, dem Überseehafen von Tanger, ca 50km von der Stadt entfernt an. Vom Schiff sind wir dann recht schnell runter und auch die Einreise ging echt Fix. Dann noch Bargeld und Versicherung, die man sich in Marokko gut bezahlen lässt! Umgerechnet 95€. Danach ab ins Hotel, das am Hafen ist.
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Stage 2 - Der erste Tag:

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Nachdem wir nun eine Simkarte besorgt und getankt haben sollte es direkt Los gehen. Jan, der auf dem Schiff sagte "Nautiker müsste man sein" (weil die nur Kuchen essen und den Möwen in den Arsch gucken – O-Ton von Jan) hat die Aufgabe des Navigators übernommen. Und so hat er die erstbeste Offroadstrecke angepeilt. Und so haben wir erste Erfahrungen mit Marokkanischen Straßen gemacht. Stahlbetonstraßen, wo die Armierung raus schaut... Das will man nicht im Reifen haben! Es ging aber weiter und so führte Jan uns in einen Eselspfad, mit etwas anderen können auch die Einheimischen dort nicht lang kommen! Gut manch Endurofahrer hätte uns ausgelacht, aber am Ende sind wir immer noch irgendwo im Anfängerstadium unseren könnens.... oder meines.

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Kurz nach der Tortur, mussten wir das erste mal etwas Fixen. Das originale Werkzeugfach der CRF ist nicht sonderlich stabil und scheint die schweren Taschen ohne Halter wohl nicht zu mögen und so schliff das Werkzeugfach am Reifen. Mit einem Spanngurt konnte Jan das wieder Fixen. Weiter ging es. Über Tétouan, sehr feine Schotterstraßen, an riesigen Hanffeldern vorbei bis nach Chefchaouen- der Blauen Stadt.
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Die Großteiles nur für uns Touris blau angemalt wurde... Aber dennoch war sie sehenswert. Wir hatten ein nettes kleines Hotel am Rand der Altstadt, oder wie es hier heißt Medina. Als wir herumgelaufen sind, wurden wir bestimmt 5 mal angesprochen ob wir Gras kaufen wollen... Abends wurden wir dann am Hauptplatz alle 5m penetrant angesprochen zu ihnen in ihrem Restaurant zu kommen. Ein einfaches Nein, klares Desinteresse reichte hier nicht aus, weiter gehen zu können. Wir haben uns, nachdem wir 2 oder 3 abschütteln konnten, etwas abseits in einer Nebenstraße was gesucht. Und es im Grunde nicht bereut. Die Tische wirkten wie ein Sarg und meine Zimt-Zucker-Safrannudeln mit Hünchen war doch recht... interessant :D Auf dem Rückweg sind wir den eigentlichen Einwohnern Marokkos begegnet - so könnt man meinen :D Aber auch an einer kleinen Schreinerwerkstatt, der uns auch sein Handwerk zeigte. Schade, dass ich für so ein schönen Beistelltisch kein Platz habe.

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Stage 3 - Auf nach Fes:

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Wir stellten fest, dass unsere Motorräder die Nacht bewacht wurden! Und so konnten wir ruhigen Gewissens weiterfahren. Nach einigen Kilometern merkte ich am Hinterrad das da was schleift. Ich habe angehalten, festgestellt dass an der Kennzeichenhalter abgebrochen ist und noch an den Kabeln der Kennzeichenbeleuchtung hing - und Stefan sagte beim Treffen noch, das wird abbrechen... - Nun wir standen nicht weit von einer Werkstatt entfernt, ich musste Jan davon überzeugen, dass er die Abbruchkante nicht abbrechen kann und die das eben Abflexen können. So auch geschehen. Auch wenn die Flexscheibe, eine stark Abgenutzte Schruppscheibe war. Ist ja nur Alu. So konnten wir es mit Spanngurt und Kabelbinder wieder befestigen, ohne das ich mir beim Aufsteigen alles aufreiße. Weiter ging es!

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Wir fanden eine interessante Moscheeruine an der wir Pause machten. Schade um das Gebäude, sind die restlichen Moscheen im und auf dem Land doch alle von außen so gleich und die war halt alt und hübsch. Dachte sich auch der Hund, der sich da entspannte.
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Weiter ging es! An einen der vielen Stauseen Marokkos vorbei. Feine Schotterstraßen in einem sehr schönen Wald. Leider ohne Bilder, weil eine gewisse Person für Fotos und Interessante Sachen nie anhält und immer weiter fährt D: (O-Ton von Jan: Weil der Autor nichts sagt. - O-Ton Autor: Am ende Meckert er eh, wir hätten das schon 100 mal gesehen 😀 [Manchmal wie ein Ehepaar...])
So kamen wir in Fes an. Noch auf den Motorrädern wurden wir angesprochen, ob wir ein Hotel oder Garage suchen würden. Zum Glück haben wir das schon alles. Das Hotel war auch direkt neben der Medina und hatte - Katzen :D. So sind wir auch zu einem Spaziergang in die Stadt aufgebrochen. Und wurden sehr schnell angesprochen. Ich muss festhalten, ich bin zu Freundlich für so ein Land und lasse mich anlabern. Jan, wollte immer einfach weiter gehen... kommt mir irgendwie bekannt vor, wie war das nochmal mit den Fotos? ^^" Nun, wir sind an „Google von Fes“ geraten (Mohammed Couscous, bestimmt ein Künstlername). Er hat uns herumgeführt, wir waren in einer der 3 Gerbereien, an der Medresse vorbei, in eine Berber Apotheke. Schön war es dort, aber uns war bewusst, dass es leider Abzocke war. Nun, ich habe mir was gekauft, wenn man schon da ist und zum Tee eingeladen wird... habe ich schon gesagt, dass ich zu Freundlich bin? Weiter ging es, hoch bis auf die Stadtmauer von Fes - im Stechschritt - Wir hatten eine schöne Übersicht über die Stadt. Und ich musste erkennen, auch am Tag darauf, ein Abend ist nicht genug - eigentlich... Nun so führte uns das Google von Fes, zu einem Restaurant, das mir auch vorher aufgefallen war. Naja, wie soll ich sagen, sein Preis war nicht ohne - Das war Scam, muss man einfach sagen. Aber ohne ihn, hätten wir auch alles nicht gesehen. Also eine Win - Lose Situation? Ein richtiger Stadtführer hätte weniger gekostet, hätte eine längere Tour gemacht, aber die Tour wäre erst am nächsten Tag gewesen. Wir wollten aber nicht schon am 2en Tag eine lange Pause einlegen.

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Stage 4 - die Grotte:
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Jan und ich hatten auf der Fähre einen Marokanischen Youtube Moto Vlogger (Lotfi Explorer - YouTube) kennen gelernt. Dieser hatte uns einige Tipps gegeben, wir hatten auch einige Strecken von ihn bereits vorher heraus gesucht gehabt. Und so sollte es heute zu einer Höhle (Grotte Chaara) gehen, die man besichtigen kann.

Nachdem wir Fes verlassen haben, ging es auch wieder auf Unbefestigte Straßen, durch die Dörfer und später rein in den Nationalpark Tazekka. Anfänglich war es eine schöne Schotterautobahn, die sich in Serpentinen den Berg hinauf schlang. Doch schlagartig war das vorbei und wir befanden uns auf einer Hochebene. Wir die zu der Generation gehört, die mit PC Spiele und co aufgewachsen sind, dachten zuerst es wäre eine Steinlagerstätte aus Siedler 3. Unglaublich schön dort. Wir haben gescherzt und sind gefahren. Die Fahrt über diese wunderschöne Hochebene dauerte leider nicht lange und so kamen wir in einen Wald, wo die Grotte zu finden sei. Doch war dem nicht so, und auch wenn, gäbe es dort vmtl kein Touristenzentrum wo man mal eben eine Tour mitmachen kann. An dem Ort, wo wir die Grotte vermuteten und nicht fanden haben wir Pause gemacht und die Aussicht genossen. Vmtl war sie unter uns... Aber wir sind halt keine Bergziegen - Auch wenn die Bärte anderes vermuten lassen. Nach der Pause, hat Jan sein Kennzeichen fixen müssen, es war fast durchgerissen.
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Wir entschieden uns diesmal, kein Hotel in einer Stadt zu nehmen, sondern bei einer Familie die im Nationalpark lebt unter zu kommen. Und wieder gab es Katzen :D Aber auch alles andere an Tieren. Es war kein Luxushotel, aber dennoch ein toller Aufenthalt. Leider Sprechen wir nur kein Französisch und sie kein Englisch. Somit gestaltete sich die Kommunikation als schwierig. (Die Sache mit der App war noch nicht ausgereift 😀)
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Stage 5 - Ab in den Atlas:
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Nachdem wir die 3 Tage in Marokko immer nur ca 160km gefahren sind, wollten wir heute etwas Strecke machen. Aber zuerst mussten wir in die nächste Stadt Taza um Tanken zu können, denn bis Missour, das sind ca. 200km, kommt keine Tankstelle. Unsere Reichweite ohne Reserve beträgt 300km, mit Reserve ist Jan bei 380Km Leer (Wir hatten das letzte Jahr ausprobiert... :D ) Danach ging es los, zuerst eine schöne Neue Straße, doch recht bald dachten wir uns "Da ist Asphalt im Schotter"... generell sind die Straßen hier in Marokko, von bis. Feiner Schotter, Asphalt im Schotter, Schlaglochpiste wo man Denkt unsere Straßen seien echt gut, bis Nagelneu! So ging es auf ca. 2300m auf Schotter, durch Verbrannte Wälder und an Korkeichenplantagen vorbei. Als wir an einer Straßengabelung Standen hielt ein LKW an und der Fahrer sprach sehr gutes Englisch. Er war einfach nur mega froh uns Touris zu sehen, das wir sein Land besuchen. Nach dem netten Gespräch ging es dann weiter in die Wüste Richtung Missour und Midelt. Wo wir auch die ersten Kamele antrafen. Kurz vor Midelt haben wir uns ein Hotel in der Wüste, mit Pool gegönnt. Wir waren die einzigen Gäste, für den Pool war es nur zu Kalt und Windig :(
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Stage 6 - No Imilchil, wuuusch:

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Heute sollte es Offroad werden! Hinter Midelt sind wir auf die Schotterautobahn gefahren und wollten Richtung Imilchil, inmitten des Hohen Atlas. Doch dort sollten wir heute nicht mehr ankommen. Als es dann richtig los gehen sollte, wurden wir angehalten. Eine Nette Dame erzählte uns, dass wir nicht nach Imilchil kämen. Grünschnäbel wie wir waren, dachten wir, wir schaffen das schon. Sie hatte uns auch zum Tee eingeladen, das obwohl sie in einem Mülltütenzelt lebte - damit extrem arm ist, doch wir wollten weiter und haben die Einladung ausgeschlagen. Nicht sehr viel weiter Trafen wir auf einige Arbeiter, wir fragten ob die Straße frei wäre, ja wäre sie. Also weiter, wir Trafen einen Hirten. Auch er sagte "Imilchil, no, Straße Wuuusch". Wieder wollten wir nicht hören. Jan hat ihn an seinem Finger noch verarztet und dann sind wir weiter.
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Dann standen wir davor, eine Gerölllawine die uns den Weg versperrte. Wir haben uns durchgekämpft. Auch indem wir das Gepäck abgenommen haben. Ein Junge hatte uns sogar durch die Geröllawine gelotst. Doch als wir durch waren mussten wir feststellen, dass die Straße komplett weg war. Wir hätten einen alternativweg nehmen können, über eine steile auffahrt, doch das haben wir uns dann doch nicht zugetraut. So ging es über die Gerölllawine zurück und Richtung Jaffa.

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Doch auch dort sah es nicht viel besser aus. Wir fuhren im ausgetrockneten Flussbett, mussten die Fahrspur suchen, sind viel zu Fuß erkunden gegangen und haben uns durchgekämpft. Diese Jaffaschlucht ist eine Straße und ein Fluss zugleich, entsprechend ist der Untergrund und die Fahrspur muss immer neu gesucht werden. Das war nicht leicht für uns, auch an einer Engstelle, doch es war Geil und hat sich gelohnt! Kurz vor dem ende der Schlucht, als diese wieder weiter wurde kam uns eine Gruppe mit 4x4 entgegen. Wir erzählten ihnen von der Engstelle, doch sie wollten uns nicht glauben, dass sie da nicht durchkommen werden.
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Wir sind bis hierhin vlt 50-60km gefahren und es wurde schon langsam Nachmittag. Also bis Imilchil kommen wir nicht mehr. Also habe ich eine Unterkunft mitten im Nichts raus gesucht und diese haben wir dann als Tagesziel genommen. Wir kamen auch erst gut voran, doch stritten wir uns, wie und wo es nun weiter geht. Garmin hat nicht die geilsten Karten von Marokko und dazu ist das Zumo XT auch nicht gerade das beste Navigationsgerät. So mussten wir an dem Tag noch ein paarmal umdrehen. Entweder ging es auf einen steilen Eselspfad oder in eine Sackgasse. Nach dem studieren der Karten auf dem Navi und Google stellte sich heraus, dass wir eigentlich nur auf die andere Seite des Flusses müssen. Doch es gibt keine Brücke und Garmin kennt keine durchfahrt. Irgendwann konnten wir uns dann auf eine Flussdurchfahrt (Adventurebingo?) einigen und diese auch ohne Navi finden. Doch bevor wir durch den Fluss gefahren sind haben wir vorher noch ein paar Äpfel gekauft, die grad Frisch geerntet wurden. Als ich anhielt, kamen sie schon an mit 5 Äpfeln und wollten eigentlich gar nichts haben. Sie haben sich einfach so gefreut, dass wir Touristen dort lang kommen. Generell hielt diese Freude bei den Menschen und besonders Kindern an.

Weiter ging es, Richtung Tagoudit, ein Dorf inmitten des Atlas auf ca 2000m. Es fing an zu Regnen und so haben wir uns grad die Regenjacken übergeworfen. Doch wirklich geregnet hat es nicht, aber für die letzten 20km ziehen wir das nicht mehr aus. Dachten wir... Nach einer Abzweigung ohne Richtungsschild, landeten wir auf einer Straße, die einst von einer Flut weggespült wurde. Doch gesperrt war nichts. So fuhren wir “unbeirrt” weiter, mehrere Gerölllawinen und eine Engstelle, an der wir gerade so mit den Motorrädern durch passten weiter mussten wir 7km vor dem Ziel Feststellen, es geht nicht weiter! Die Straße ist weg! Jan ist gut 1,5km gelaufen um das festzustellen.
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Es wird Spät und bald dunkel. Nun habe ich mich beim Drehen auch noch hingelegt und mir die Hand geprellt. Der Fluss an der Engstelle ist auf ein vielfaches angeschwollen und war blutrot. Auch wurde es etwas Kälter. Ich weiß nicht warum, aber all das hat mich so gestresst, vlt auch die Schmerzen in der Hand, die ich vor 2 Jahren mir Gebrochen hab, dass mein Kreislauf in den Keller ging. Als wir dann endlich an dem Hotel ankamen, denn es wurde eine neue Straße gebaut, die nur kein Navi fahren will, konnte ich nicht mehr allein vom Motorrad absteigen. Unsere Süßigkeiten aus Fes, der Hilfe von Jan und dem Betreiber, als auch einiger Kniebeugen später, war mein Kreislauf wieder normal. Die Hand trotzdem "Kaputt". Nun, der Betreiber der Herberge, die außerordentlich gut geheizt war, ist Bergführer. Er hat direkt eine „Berbersalbe“ (die eigentlich Tiger Balm war) aus seinem gut gefüllten Medikamentenschrank geholt und mir damit die Hand eingerieben und massiert. Danach wurde die mit einem Eisblock aus dem Gefrierfach eingefroren. Nichts mit einem Handtuch dazwischen. :D Danach gab es erstmal Abendessen, super lecker. Endlich haben wir es herausgefunden, wie das mit der App funktioniert und wir konnten uns Unterhalten. Aber auch ein Freund vom Betreiber kam vorbei, der etwas Deutsch spricht. Am nächsten Morgen, noch bevor wir ein gemeinsames Foto machen konnten, haben sich leider unsere Wege getrennt.
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Fortsetzung Folgt...
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Alex1989 »

Fortsetzung Teil 1...

Stage 7 - Adventure Bingo:

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So ging es weiter, doch wussten wir noch nicht wie weit, Tabant hatten wir uns auserkoren - im Westlichen Atlas gelegen, doch recht weit weg, aber machbar. Doch, nachdem wir einige schöne Kilometer Richtung Imilchil gefahren sind, musste ich wieder anhalten. Es ging nicht mehr weiter. Ich hatte ein Platten. Unser aller liebstes Hüpfendes Rehlein - Bambi - hattes es mir vor vielen Monden mal gezeigt, an der MZ. Doch erst im Frühjahr gemeinsam mit Jan habe ich das erste mal richtig einen Reifen aufgezogen. Später hat Jan auch nochmal an seiner Kleinen seine Reifen selbst gewechselt. Er hat jetzt nicht nur mehr Erfahrung, ist der Ingenieur, sondern ich habe auch eine kaputte Hand :D Aber erstmal raus mit dem Rad. Ein Steinturm sollte Helfen. Nachdem wir irgendwie, denn die CRF 300 ist fast zu Leicht, u den Reifen in das Tiefbett gedrückt haben, konnten wir den Reifen "flicken"... also das war nicht sehr effektiv. Aber es hat erstmal gehalten. Ohne Erfahrung im Reifenwechsel und 2 Std später ging es weiter. Zwischendurch hielten nicht viele an, aber 2 Äpfel haben wir geschenkt bekommen. :D
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So konnte es endlich weiter gehen. Auf einem Bergpass, trafen wir eine Gruppe Marokkanischer Motorradfahrer mit Royal Enfields und KTM 390. Das waren schon große Motorräder für Marokko, denn 50ccm ist hier der Standard. Nicht selten auch ohne Nummernschild.

Dann erreichten wir Imilchil, eine der vielen kleinen Städte, die aber leider nicht sehr Lebenswert wirken. Lebendig ist die Stadt, aber sonst von Müll, nicht vorhandenen Bürgersteigen und Straßen, sowie abgenutzten Gebäuden gekennzeichnet. In anderen, größeren Städten, gibt man sich viel mehr Mühe, oder hat mehr Geld. Generell, sieht man die Armut in Marokko sehr stark.
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Wir fuhren jedoch weiter, es sollte ja noch "Offroad" gehen. Wenn man die mit Schotter aufgefüllten Schlaglöcher und nur teilweise vorhandenen Asphalt als solches definieren kann, dann haben wir es auch gefunden. Doch kein Internet - das waren wir gar nicht gewöhnt. Und auch die Region wo wir waren, hatte auf Booking keine Hotels, ohne das wir von der Route stark Abweichen müssen oder in die Dunkelheit fahren. So haben wir eine Unterkunft, die ich dann als wir Internet hatten, bei Google in Tagelft gefunden habe, angefahren. Es wirkte, als wäre es das Haus der Familie, die es für uns eine Nacht frei gemacht hat. Unsere Motorräder standen gegenüber in der "Garage", wo sie dann auch die Familie geschlafen hat, auf dem Boden. Das war etwas bizarr. Leider war es von der Sauberkeit eine der schlechtesten und Preis/Leistung teuersten Unterkunft. Ich bin aber wieder zu freundlich um dann zu verhandeln - Zumal man sieht, wie die Menschen leben. Und wir haben es ja auch überlebt.
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Stage 8 - Cathedrale des Rochés:
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Nun soll es weiter Richtung Skoura gehen, doch das werden wir nicht an einem Tag schaffen, so haben wir (erneut) Tabant als Ziel auserkoren. Wieder ging es an einen der vielen Stauseen vorbei, doch war von diesem kaum mehr was vorhanden. Der Wasserspiegel war bestimmt 20-30m unter dem, welchen er haben sollte. Wir verließen die Karge Landschaft und fuhren wieder in einen schönen, wohlriechenden Nadelwald hinein. Doch vorher musste ich Jan ausbremsen, denn ich wollte mir gern die 2 Ruinen am Straßenrand ansehen. 2 Kasbahs. Eine Kasbah beschreibt dabei eine Art Wohnburg aus Lehm. Aber da hat kein Fürst, sondern der Bauer drin gewohnt. Es gab/gibt auch solche Kasbahs die als Wehranlage oder Wohnbereich der Fürsten bzw Pascha dienten. Leider werden immer mehr Lehmbauten aufgegeben und zerfallen Zusehens, somit auch das kulturelle Erbe der Berber. Es ist aber auch so dass das Leben in den Lehmhäusern ist auch nicht einfach ist, die Instandhaltung ist aufwändig, es ist Staubig, dafür im Sommer kühl. Anders als in den "Modernen" Häusern.
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Es ging weiter Richtung Wald, wo wir dann an der Cathedrale des Rochés vorbeigefahren sind, einer Felsformation die in “Größe” und Form an eine Kathedrale erinnert. Das ganze über feinsten Schotter weiter Richtung Tabant. Doch dieser endete Bald und wir waren auf einer Nagelneuen Straße. Laut meiner Karte hätte das Schotter sein sollen. *grr*
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Wir waren nun wieder auf über 2000m, Kurven, saubere Straße, keine Esel, keine Wollkäfer (So nennen wir Schafe), Ziegen oder Gerölllawinen, so konnten wir in unserem Tempo es laufen lassen. Zwischendurch kamen wir noch durch ein Dorf, in dem gerade der Wochenmarkt abgehalten wurde. Also, wir sind mitten durch... doch wer fährt wieder weiter, statt sich den Trubel einmal an zu sehen? Wir haben von oben ein Foto gemacht. Vlt hätte ich auch einfach was sagen sollen. Aber das ist eben der Grund, warum ich in keiner Gruppe, größer 3 Personen je fahren würde. Die Kompromisse die man machen muss, werden zu groß.
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Bevor wir jetzt in der Nähe von Tabant in unser Hotel einkehren, haben wir noch ein weiteres Kreuz auf unserem Adventurebingo machen können. Denn die nächsten 150km gibt es keine Tankstelle, aber wir sind auch schon über 150km gefahren. Und riskieren wollen wir nichts.
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Im Hotel angekommen, geduscht, Tee getrunken haben wir noch einen kleinen Abendspaziergang durch das Dorf gemacht, die Bewegung nach 8 Tagen Motoradfahren tut auch mal gut. Leider konnten wir den Pool des Hotels wieder nicht nutzen.
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Stage 9 - Über den Atlas und ins Verderben:

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Nun geht es einmal quer über den Atlas nach Skoura. Wir haben uns auch wieder eine schöne Schotterstraße rausgesucht und uns schlau gemacht, ob das alles befahrbar ist. Ja wäre es.

Doch bevor der Spaß starten konnte mussten wir eine Motorradwerkstatt aufsuchen, mein Reifen – der Flicken hält wohl doch nicht so dicht, war Platt. Also einmal voll Pumpen und 5km zur nächsten Werkstatt. Für umgerechnet 5€ haben die Jungs Jan sein Ersatzschlauch rein gemacht. Denn leider war eine Kommunikation kaum möglich, sie konnten kein Englisch, wir kein Französisch und das Internet war für die App zu schlecht. - Kurzer Reminder, vorher die Sprachen downloaden, dann gehts auch offline 😀 - Sonst hätten sie den Schlauch vmtl Flicken können. Aber nächstes Adventure Bingo Kreuz. :D
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Dann ging es endlich los, es schraubte sich von etwa 1500m, immer weiter hoch, wir konnten gar unser Hotel vom Berg aus sehen, kurz darauf kam die erste Passhöhe und danach der Schotter. Was eine geile Landschaft! 2 Weitere Bergpässe, diese aber Befestigt folgten, bis auf 3005m! Höher als jeder Alpenpass :D Wir hatten so ein Spaß. Es ging runter, und wir bogen ab, Richtung Skoura. Frohen Mutes fuhren wir an mehreren riesigen Schulen vorbei. Wo kommen die ganzen Kinder her? So groß war der Ort auch nicht. Aber man scheint ein gut Funktionierendes Schulbussystem zu haben. Jedenfalls haben wir überall solch Orange/Weiße Kleinbusse gesehen.
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Irgendwann nach der letzten Schule endete der Asphalt und wir kamen in ein Breites, Wüstenähnliches Tal. Die Straße war gut zu fahren, wären da nicht die ausgetrockneten Bäche, 1m runter, grobes Geröll und wieder 1m hoch. Klingt nicht schwer, wenn man nicht so blöd ist wie ich, der davor anhält, das hat es nämlich nur schwerer gemacht, als einfach weiter zu fahren *grr* (Brauch mehr Übung :/). Aber wir haben es bewältigt. Weiter ging es, irgendwann, teilte sich der Weg. Garmin sagte, Hier Links, hätten wir Google gefragt, wären wir geradeaus gefahren. Wir haben sogar diskutiert. Nun wir sind Garmin gefolgt. Ins Verderben! Es fing an das der Schotterweg durch Ausspülungen teils weggespült war. Wir haben diese mit Steinen aufgefüllt und sind nach einigen hundert Meter wieder vor einer gestanden wo wir nicht mehr rüberkamen. Doch wir haben einen Weg gesehen, durch das Flussbett! Meine Kräfte verlassen mich langsam, mein Gemüt war auch nicht mehr auf der Höhe und so haben wir die Motorräder da runter geschafft. Nun ging es wieder los, die richtige Fahrspur zu finden. Loser Boden, grobes Geröll und einige große und kleine Stufen. Wir hatten schon die Befürchtung, da es langsam Spät wird, in den Höhlen neben dem Flussbett Schlafen zu müssen. Aber wir haben uns durchgekämpft. Manch Endurist wäre vmtl. mit einem Wheelie an uns vorbei, aber uns fehlt einfach Praxis und Erfahrung (Wir machen das leider nicht seit 20, sondern ca 5 Jahren und zu unregelmäßig 🙁 ). Irgendwann fiel uns auch auf, das Garmin das Flussbett als Straße sieht... Kurz bevor wir die Straße erreichten und einen Ort, waren Steine wie Poller aufgestellt und wir dachten wir wären am Ziel. So sind wir an der ersten Möglichkeit raus aus dem Fluss, doch das erste Haus ist nur über den Fluss mit dem Fahrzeug erreichbar.. Nun also zurück. Ein Einheimischer Zeigte uns dann auch den richtigen Weg. Und endlich waren wir auf Asphalt. 20km bis Skoura. Aber es wird schon Dunkel. (Leider hatten wir ab dem Punkt wo wir im Flussbett ankamen keinen Nerv mehr für Fotos^^”)
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Stage 10 - Die Pause und das Schloss:

Nachdem wir am Vortag im Dunkeln erst im Hotel ankamen, wir vermeiden es bei den Straßen im Dunkeln zu fahren, haben wir 1 Tag Pause eingelegt. Das Hotel war ein Glücksgriff und seit Langem waren wir nicht die einzigen Gäste. Dies war einst wirklich eine Kasbah, welche eine Verteidigungsaufgabe hatte. Direkt neben einer Oase. Wir haben uns dann auf gemacht und uns 2 Kasbahs auf der anderen Seite der Oase zu besichtigen. Auf dem weg dort hin, wurden wir freundlich zum Tee eingeladen. Der Herr konnte auch Deutsch und so haben wir einiges über die Fahrzeugwelt in Marokko erfahren. -Wie das Motorradversicherungen unerschwinglich seien und Dacia in Marokko Produziert - Es ging weiter zu den Kasbahs, die sich wie eine Reihenhaussiedlung dort aufstellen. Von den vielen die es dort gibt, sind 3 Restauriert. 1 Hotel, 2 Museen... nur doof, wenn an dem einem „Offizieller Eingang“ und am anderen „Haupteingang“ steht. Wir haben uns für eine Entschieden und eine Führung dazu gebucht. Nun der Anfang war interessant, da einige Filme dort gedreht wurden. Doch recht bald wurden uns Türschlösser, Petroleumlampen, Grammophone und Türangeln gezeigt. Infos über die Kasbah waren nebensächlich. Dennoch war es schön dies gesehen zu haben.
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Nach einem Spaziergang durch die Siedlung ging es zurück zum Hotel und endlich, ab in den Pool!!!
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Stage 11 - Die Zwei Schluchten:
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Noch wollten wir nicht in die Wüste, es gibt noch so viel zu sehen. Und so fahren wir wieder den Atlas in Richtung Osten ab. Von Skoura ging es erst die Hauptstraße, inkl. Umgehungsstraße, nach Boumalne du Dades, Tanken und weiter in die Dadesschlucht. Dieser folgend ging es wieder auf einen Berg hinauf, eine Straße die eigentlich Unbefestigt sein sollte. Doch, man Baut. Man Baut verdammt viel! Und so sind wir in die Baustelle geraten. Umleitungen gibt es nicht in Marokko! Das scheint so ein deutscher Fetisch zu sein...
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Jedenfalls standen wir da, vor uns Quer ein weißer Transporter und wir durften nicht weiter. Man würde gleich Sprengen. Jan wollte schon umdrehen. Wir hören einen dumpfen Knall und 5min Später konnten wir doch weiter. Sehr bald kamen wir an einen Punkt, wo wir nicht erkennen konnten, wo es lang geht. Ein Arbeiter und sein Gehilfe, zeigten uns dann den Weg. Über lockeren Boden wo zerstörte Drähte lagen... hmmm. Danach ging es weiter, quer durch die Baustelle... So geht das doch auch, warum hier nicht? 😶
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Aber wir waren noch nicht am Ziel. Weiter ging es nach Tinghir, durch die Todraschlucht. Vorher jedoch wieder über Berge, an Eselkarawanen (Die gibt es recht häufig), sowie einem quasi Leeren Stausee vorbei, wo Garmin wieder mal die Straße nicht kannte und wir durch das Nichts gefahren sind. Dann in Serpentinen am Staudamm herunter in die Schlucht. Ganz ehrlich? Da kann die Dadesschlucht einpacken, das war wirklich deutlich Imposanter für uns. In Tinghir haben wir uns ein Hotelzimmer, mit Aussicht auf die Oase und die Schlucht genommen. Ein traumhafter Ausblick von der Terrasse, dazu wieder Katzen und die üblichen zerfallenen Lehmhäuser.
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Stage 12 - Richtung Wüste:
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Noch wollten wir den Atlas nicht so schnell verlassen und von Osten aus an der Nationalstraße entlang, genauer der Ziz Schlucht und Oase du Ziz, welche sehr schön sein soll, nach Erfoud (jeder kann sich gern denken wie man es Ausspricht :D) und weiter nach Erg Chebbi fahren. So sind wir den Atlas in seinen Ausläufen Richtung Osten gefolgz. Doch irgendwann war es dann soweit, wir waren raus, die Landschaft wird flacher und Wüstenartiger. Diesmal konnte ich Jan an einer Kasbah wieder Stoppen bevor er daran vorbeifährt. Er beschwerte sich dann, wir hätten ja schon so viele davon uns angesehen und die sehen alle gleich aus, was gar nicht stimmte! Während ich dann auf Lostplacetour ging, hat er leider gelangweilt draußen gewartet :D
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Kurz darauf kehrten wir in unser günstigstes Hotel ein und haben noch ein Abendspaziergang an den Fluss gemacht, bevor es Abendessen gibt. Danach lernten wir auch 3 Franzosen kennen, die ebenfalls mit dem Motorrad durch Marokko fahren. Von ihnen bekamen wir dann einen Track von Boudenib, ca 150km lang bis Erfoud. Wir haben uns dann entschieden auf der Straße zu bleiben, da wir uns nicht bereit fühlen 150km durch die Wüste im Nichts, wo kein Dorf kommt zu fahren. Wie wir später auf der Heimfahrt auf der Fähre erfahren haben, war das auch eine ziemlich harte Strecke.
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Stage 13 - Der Fliegende Teppich und die Wüste:
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Nun wird es ernst, wir fahren Richtung Erg Chebbi. Nebenbei hatten wir die Hoffnung in der Region auch einen neuen Ersatzschlauch kaufen zu können. Denn unsere Dimensionen gibt es in Marokko quasi nicht, aber rund um Erg Chebbi sind viele Werkstätten die sich auf solche und andere Offroadgeräte Spezialisiert haben. So sind wir frohen Mutes Richtung Erfoud gefahren. Entlang der Osases du Ziz, die an manchen Stellen einmal einem Brand zum Opfer fiel und uns eine Oldtimerrally begegnete.
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Recht unspektakulär erreichten wir dann Erfoud. An einer der dortigen Reperaturgaragen wurden wir direkt angesprochen, wir hätten es ahnen müssen. Doch man war sehr freundlich, nicht aufdringlich. Man Zeigte uns eine Werkstatt die den alten Schlauch Reparieren kann, denn ein neuer würde 70-90€ kosten. Während der Reparatur, wir wunderten uns und glaubten dem erstmal, wurden wir in das eigentliche Geschäft des Herren geleitet, der uns angesprochen hat. Ein Museum sagte er wäre das. Nun, ich durfte die Toilette benutzen und danach wurden uns all die tollen Teppiche gezeigt. Man wurde dann doch etwas Aufdringlicher, akzeptierte kein Nein und... hab ich schon gesagt das ich zu Freundlich bin? Am Ende hatte ich einen Teppich. Gehört das zum Adventurebingo oder ist das Tourifallebingo? Naja, jedenfalls haben wir dann Tee getrunken und erfahren das viele Menschen darauf bestehen, dass sie Amazirgh und keine Berber sind. Amazirgh ist dabei die eigentliche Bezeichnung. Dann ging es auch endlich zurück zu den Motorrädern und der Werkstatt. Die mit Hitze, Vulkanisierung vmtl. und 3 Lagen Gummi den Schlauch geflickt hat. Das war nicht günstig...
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Weiter ging es dann aber nach Erg Chebbi. Recht bald sind wir von der Straße abgefahren und auf die erste Piste, die 2 Straßen verbindet. Man hätte mir das Lachen raus prügeln müssen, so habe ich mich gefreut.
Schon bald kamen die Dünen und HOTELS. Auf Booking gibt es rund um Erg Chebbi ca 500 Unterkünfte... Jedenfalls den Sand wie der Teufel das Weihwasser meidend, sind wir zu unserem Hotel gefahren.
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Direkt davor musste ich aber über eine Minidüne und hab mich lang gemacht ^^”. Direkt vor einem Polnischen Auto Dakarteam. Man half mir nur unter dem Motorrad raus, aufheben musste ich es selbst. Ist wohl normal unter Rallyfahrern :D
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Wir waren früh dran und haben den Pool endlich mal nutzen können. Eigentlich wollten wir nur 1 Nacht bleiben, aber dann habe ich jemand gefunden der Motorradoffroadtouren in Erg Chebbi anbietet. Wir haben uns für das kleine Paket entschieden. 200€, 3 Std inkls Motorrad und Guide, pro Person. Ja es ist Teuer, aber man ist halt auch nicht oft in der Sahara. Also haben wir für 16Uhr am nächsten Tag ein Termin ausgemacht und sind eine weitere Nacht geblieben.
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Stage 14 - Dakar? :
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Da wir den ganzen Vormittag Zeit haben, haben wir diese genutzt um die Motorräder etwas durch zu checken. Luftfilter, Reifendruck, Kette, Bremsbeläge usw. Dabei habe ich auch die Polen gefragt ob die mein Alubügel vom Handguard richten können. Klar geht das. Nachdem die mir das ganze Gerichtet haben und ich gerade am schrauben war, vernahm ich Motorradlärm, jut ist eine Honda CRF 450 Rally vom Honda Dakarteam an unserem Hotel vorbeigefahren. Ich dacht ich sehe nicht recht. Und kein Foto! 🙁
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Als ich wieder im Zimmer war, erzählte Jan, das es ihn nicht gut geht. Durchfall... zum Glück hatte Jan Kohletablette und anderes dabei um etwas dagegen zu unternehmen. Als wir dann nach Merzouga zu KTM Merzouga ( Motorcycle Morocco Tours Off-Road ) aufbrechen wollten, war er auch wieder soweit fit, dass er fahren kann.
Wir haben noch grad unsere Wasserreserven in Merzouga aufgefüllt und dabei einen Offenen Katzenfuttersack am Rand des Kiosks entdeckt. Also kümmert man sich um die ganzen Kittys 😊 Aber Apropro Wasser, 1,5 Wochen bevor wir nach Erg Chebbi kamen, hat es dort geregnet wie seit Jahrzehnten nicht mehr und seit 7 Jahren das erste mal wieder. Die Halbe wüste stand hierbei unter Wasser und vor dem Hotel hatten wir einen See. Welcher sogar extra gestaut wird. Auf dem Weg nach Merzouga, kamen wir dort am Damm vorbei und wurden von der Jugend zum Baden eingeladen. Doch wir hatten leider andere Pläne, als bei 35°C zu Baden. 😀
Nun weiter, zu KTM Merzouga. Das erste mal Sportenduro Fahren. KTM EXC 450. Die war so klein unter mir und Handlich, und leicht und beherrschbarer als ich erwartet habe. Es ging los, erst eine kleine Runde durch die Steinwüste, die um Erg Chebbi überall ist, an unserem Hotel vorbei in die Dünen. Unser Guide zeigte uns dann dort, wie man im Sand anfährt oder im Sitzen um die Kurve kommt.

Kurz darauf mussten wir die Dünen aber verlassen, weil ein Sandsturm aufkam. Wir sind um die Dünen erst herumgefahren, über Schotter, Sandautobahnen, quer zu den Fahrrichtungen. Dann kreuzten nun auch das KTM Dakarteam... wieder kein Foto. Zumindest mit uns, unser Guide hat sich das nicht nehmen lassen, doch der Fahrer (Luciano Benavides, Platz 8 bei der Rally du Maroc 1 Woche später) wollte weiter, als unser Guide nach einem Foto mit uns allen Fragte. Nach einer kleinen Pause bei ein paar Show-Nomaden, denn Erg Chebbi ist ein reines Disneyland, ging es zurück in die Dünen. Hoch, runter, usw. Es war einfach nur Geil... nur habe ich nicht mit Schlammlöchern in der Wüste gerechnet....
Recht bald waren die 3 Std vorbei, schneller als gedacht. Aber ich war fertig, mein Trinkrucksack mit 3 L Wasser, leer und mega happy. Das hat Spaß gemacht! Jan wollte seine CRF 300 schon gegen die KTM Tauschen, aber die Jungs wollten nicht.
Während einer der kurzen Pausen, hat uns unser Guide klar gemacht, dass wir mit unseren Motorrädern so (Besonders Bereifung) nicht durch die Wüste nach Zagora kommen. Dazu wäre ein 4x4 Begleitfahrzeug vorteilhaft wäre. (was vlt auch darauf abzielt, sie dafür zu buchen...) Später auf der Fähre haben wir erfahren, dass die Route zurzeit sowieso unpassierbar ist, durch den Regen.
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https://youtu.be/n_eC4ySlGDQ

So ging es zurück in das Hotel.

Fortsetzung folgt...
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Alex1989 »

Fortsetzung Teil 2 ....

Stage 15 - Garten Eden:
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Da sich die Fahrt durch die Wüste nach Zagora sich zerschlagen hat, haben wir wieder den Atlas in Angriff genommen. Vorher haben wir wieder unsere Wasservorräte am Kiosk in Merzouga aufgefüllt, wo dann 2 Motorräder vom Hero Rallyteam, auch Dakr bzw Rally du Maroc an uns vorbei gefahren sind. Direkt hinter Merzouga wollten wir noch etwas durch die Wüste fahren, leider standen wir dann vor den Dünen und mussten einen anderen Weg einschlagen und haben somit den bereich leider wieder schnell verlassen.
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Weiter ging es auf Asphalt zwischen Wüste und Atlas, in einigen Tagen wollten wir dann in Ouazazate sein. Auf dem Weg kamen wir wieder interessanten Ruinen vorbei und wieder muss ich sagen, dass ich mir das ansehen will :D Interessant war für mich vor allem, dass es Türme mit einer Schutzmauer waren, die in Sichtweite voneinander standen. Als wenn diese einen Karawanenweg oder ähnliches Beschützen sollten. Schade, dass man darüber keine Infos findet.
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Jedenfalls sind wir wieder an Kamelen vorbei und in einer kleinen Stadt Namens Agdz gelandet. Auch Agdz hat eine Medina, die leider sehr verfällt und inmitten dieser ist unser Hotel. Schön gestaltet, mit einem richtigen Garten, Palmen, einfach toll. Nur doof das wir in unserem Bungalow den Himmel sehen konnten durch das Dach. Es fing auch an zu Regnen und leider regnete es dann rein. So dass wir ein anderes Zimmer bekamen. Ob das so viel besser war, weiß ich nicht. Dieses mal war das Hotel voll und das Essen wie so oft Tajine, richtig gut. Leider haben mich aber auch nachts vmtl unendlich viele Bettwanzen zerbissen, neben der Tatsache, dass die Matratze genauso bequem, wie ein Brett war. 🙁

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Stage 16 - Die Schlaufe:
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Wir wollten nicht direkt weiter nach Ouazazate, sondern hatten auf der Karte noch einen Offroadtrack markiert. So haben wir uns entschlossen eine kleine Schleife zu fahren. Wieder Nachdem wird zuerst einiges an Asphalt gefahren sind, hat Jan die Route neugestaltet und es ging für mich vermeintlich in eine Sackgasse, nach einer kurzen Pause fand Jan dann einen Weg, der sich teilweise wieder als Eselspfad und Singletrail herausstellte. Aber er war fahrbar. Später kamen wir dann auf eine wunderbare Schotterstraße und an einigen Minen vorbei. Als wir dann vom Berg herunterkamen, kam die Frage nach einer Unterkunft auf. Bis Ouazazate sind es 200km, 4-5 Std Fahrzeit. 100km entfernt ist eine Unterkunft, aber hat keine guten Bewertungen. Auf Google, gab es auch nichts. So sind wir nur noch 30km in den nächsten Ort gefahren und haben uns dort eingebucht. Das Hotel, recht unspektakulär. Doch wurden wir darauf Aufmerksam das es in Marokko auch Safran gibt.

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Stage 17 - Hollywood Afrikas:
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170km sind es noch bis Ouazazate. Eine kurze Strecke, doch ich wollte mir auch mal wieder eine Medina ansehen und zu einem Barbershop, Jan begann schon damit mich „Schnurri“ zu nennen.
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Auf dem Weg nach Ouazazate verstand ich auch schnell, warum es die nächsten 70km von unserem Hotel bis zur nächsten Option vom Vortag keine Hotels gab, lange gerade aus durch die Wüste. Da ist nichts. Als wir uns dann Ouazazate näherten ist vom weiten das Solarkraftwerk schon zu erkennen. Wir wollten uns das auch ansehen, doch die Zufahrtstraße ist für den öffentlichen Verkehr gesperrt. Also gibt es auch keine Aussichtsplattform. Schade eigentlich, denn für eine Führung hätten wir uns 1 oder 2 Wochen vorher anmelden müssen. So sind wir zurück in die Stadt und haben unser Hotel gesucht. Das ist aber mitten in der Medina. Weder Google, noch Garmin konnten uns den Weg weisen. Und eigentlich sind die Medina Fahrzeugfreie Zonen. Am Haupttor haben wir erfahren dass wir ruhig reinfahren können und man uns den weg geweist. An einer Synagoge und Moschee vorbei, ging es in eine Gasse, gerade breiter wie die Motorräder. Eine Sackgasse. Dort erwartete uns ein wunderschönes Hotel, mit einer super gastfreundlichen Familie. Jedoch ohne dass uns jemand den Weg gezeigt hätte, hätten wir das nicht gefunden. Diesmal gab es auch einen Wachhund... der Knuddelt aber eher Einbrecher weg, als das er sie verscheucht.
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https://youtube.com/shorts/Xy_--ikNqmY?feature=share

Nachdem wir uns frisch gemacht haben, haben wir uns auf gemacht die Stadt zu erkunden. Als erstes haben wir die Kasbah angesteuert und diese wieder mit einer Führung uns angesehen. Dieses mal war es wirklich eine gute Führung. Wir haben viel erfahren. So Ist die Kasbah auch eine Karawanserei und gilt als das Tor zur Wüste. Karawanen mussten dort seinerzeit zuerst Halt machen, bevor sie von Timbuktu kommend weiter nach Marakesch, Fes, Agadir usw weiterreisen konnten. Ebenfalls interessant war, dass der Fürst, genauer der Pascha, insgesamt 22 Frauen hatte. Die Führung war wirklich toll und ich drücke den Menschen dort die Daumen auch den Rest der Kasbah (Sie war nur zu etwa der Hälfte zu besichtigen), sowie die Medina restaurieren und Touristen zugänglich machen zu können. Denn die Medina ist zu einem Großteil nur bedingt bewohnbar und gar Zerstört. Wohl auch, so wurde uns das gesagt, durch das große Erdbeben letztes Jahr. Aber auch nicht Nutzung. Dabei hat es Potential. So ist man als Tourist auch schnell aufgefallen und wurde von den wenigen Händlern angesprochen. Aber diese Akzeptierten ein Nein.
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Direkt neben der Kasbah und Medina gibt es in Ouazazate ein Filmmuseum, denn in Ouazazate gibt es auch große Filmstudion und diese gelten als Hollywood Afrikas. Bekannte Filme wie ein James Bond von 87, Asterix Mission Cleopratra, Gladiator, die Mumie uvm wurden dort gedreht.

Doch für mich ging es erstmal in den nächsten Barbershop. Der Bart muss weg, also der Wildwuchs, so ein Schnurrbart nervt schon ziemlich. Und das stellte sich dann als eine richtige Wellneskur heraus. Nicht nur Rasieren, auch massieren uvm :D Für umgerechnet 10€.

Jetzt noch was zu essen finden, wieder wurden wir geleitet, man ist doch zuvorkommend den Touris hier. Denn das uns empfohlene Restaurant hatte zu :(
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Noch ein paar Fotos im Dunkeln und dann ab in die Falle.

Stage 18 - Zurück in den Atlas:
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Bei einem herrlichen Ausblick von der Terrasse des Hotels über die Stadt und die Oase von Ouazazate zum Frühstück, sollte es danach wieder in den Atlas gehen. Die Großstädte Westlich davon, wollten wir bewusst meiden. Leider haben wir verpennt, dass es nahe Ouazazate auch ein UNESCO Weltkulturerbe in Form einer Kasbah, bzw Ksar Ait ben Haddu gibt. Wir hätten einfach ein Tag länger bleiben sollen, die Zeit hatten wir sogar. Nun man ist nicht Fehlerfrei. So haben wir die Ksar of Ben Haddou nur von außen gesehen. Als wir dann direkt vor der Brücke über den Fluss zur der Ksar standen, uns Unmengen von Touristen entgegen kamen, wollte ein Händler, Tshirts, Sonnenbrillen o.ä. was wir aus Deutschland dabei hätten, gegen Souvenirs tauschen :D Leider haben wir die Filmstudios haben wir nur vom weiten gesehen.
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So ging es weiter, langsam wieder durch die Täler des Atlas, in genau diesen hinein. Unser Ziel war die Stadt Demnate, ca 90km Westlich von Tabant. Zwischendurch, fanden wir eine Schildkröte auf der Straße und Jan hat ihr über dieselbe rüber geholfen. Na wollen wir mal hoffen, dass sie auch in die Richtung wollte :D
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Wieder fand Jan tolle Offroadstrecken, feinen Schotter, fast zu feinen Schotter. So haben wir uns beide, als wir auch nicht gerade langsam waren vor einer Kurve lang gemacht. Das geschah so schnell, wir konnten kaum reagieren. Wie Schmierseife könnt man meinen. Jan hat sich dabei das Knie geprellt und konnte danach nicht mehr richtig laufen.
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In Demnate angekommen, durften unsere Motorräder im Restaurant parken. Leider war unser Zimmer in einem Nebengebäude, unterhalb vom Restaurant. Das war nicht sonderlich ideal, wo Jan nur noch Humpeln konnte. Beim Abendessen habe ich leider wieder den Fehler gemacht, Tajine mit Fleisch zu bestellen. Jan hat mich davor gewarnt. Tajine gibt es immer und überall in Marokko. Das ist auch Lecker, aber nach 2,5 Wochen hängts ein doch zum Hals raus :D Dazu überwiegend Vegetarisch, weil das verwendete Fleisch, alles andere als unseren Gewohnheiten entspricht. Knorpel, Fett, Knochen, daraus bestand es leider, weshalb ich das Fleisch dann doch nicht gegessen habe.
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Stage 19 - Krankenhaus:
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Vorsicht ist die Mutter der Porzelankiste und so entschieden wir uns, dass wir einen Abstecher in ein Krankenhaus machen, wo das Knie von Jan mal begutachtet werden sollte. Auf direktem Weg ging es dann auch dort hin. Dadurch sind leider einige interessante ziele in der Gegend ausgefallen. Aber Gesundheit geht vor. Wegen einer kleinen Sache, habe ich die Gelegenheit auch noch gleich genutzt mit dem Arzt zu reden. Bei Jan Zeigte sich, das nichts Gebrochen ist. Gut! Dafür wieder ein Adventurebingokreuz :shock:
So ging es weiter, aber erstmal ohne Offroad zu fahren. Es ging wieder an dem fast leeren Stausee bei Tagelft entlang. Von der Seite aus, gab es auch einige grandiose Aussichten, aber leider ohne Fotos :( So sind wir noch einer kleinen Straße durch die Berge, in die Nähe von Beni Mellal gefolgt und in unser Heutiges Hotel eingezogen.

Am Abend hat es mich dann erwischt. Im Krankenhaus hatte man mir wohl Antibiotika gespritzt, ich hatte Fieber und konnte mich bedingt halten. Nach überzeugenden Argumenten von Jan, habe ich mich dazu entschlossen über die AirDoktorapp ein Arzt zu Konsultieren. Am nächsten Morgen hatte ich auch einen Termin, Online bei einem Arzt aus der nähe von Frankfurt. Das Fieber war derweil weg.
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Stage 20 - Affen:
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Der Tag begann mit dem Gespräch mit dem Arzt und anschließender Medikamentensuche. Denn in Marokko haben sie halt nicht alles da. So ging es Richtung Ifrane im Khenifra Nationalpark. Mit ein paar Abstechern bei den Apotheken. So bekam ich mein Mittel gegen die ganzen Bettwanzenstiche. Im Nationalpark angekommen, fühlt man sich wie im Schwarzwald, wieder eine gänzlich andere Landschaft, als man sie gewohnt ist. Dann tauchten auch die ersten Affen auf und wieder ein paar Schotterstraßen. Ursprünglich wollten wir die meiden, aber Jan meinte, das geht schon mit dem Knie. Außerdem brauch er Bewegung im Knie! Also los gehts. Schon hat er die Route neu Berechnet und ich eine Unterkunft für 2 Nächte in Azrou gebucht - Die Zeit hätte ich Nachträglich lieber in Ouazazate verbracht -. Es geht über feinen Schotter durch den Nationalpark, an Mülltütenzelten vorbei, wo uns Kinder anhalten wollen. Es ist wirklich so dass sich viele Kinder freuen, wenn wir vorbeikommen. Sie wollen Abklatschen oder betteln. Als wir den Wald dann verlassen haben, standen wir wieder wie in der Wüste. So haben wir die letzten Kilometer auf dem Schotter genossen. Nur mussten wir um sämtliche Wasserpfützen auf dieser Schotterstraße herumfahren, welche sogar extra Abgesperrt waren. (Vmtl als Wassertränke für die TIere??)
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(Die Steinformation sieht irgendwie aus, als wenn eine riesige Gummiente auf ein Schiff zu steuert :hmm: )
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In Azrou angekommen, haben wir weder ein Hotel/Apartment gefunden, noch wurde (bis Heute) auf meine Nachrichten reagiert. Ein Cafébetreiber rief für uns an und ihm wurde gesagt, dass das Apartment bereits vergeben sei.

Daraufhin habe ich die Stornierung angefragt. Auch Booking hat bis heute nichts vom Betreiber gehört! So mussten wir ein anderes Hotel buchen. Und 4km vor dem Ziel, hatte Jan einen Platten... egal, grad Aufpumpen und reparieren tun wir das Morgen!
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Stage 21 - Bin ich wirklich in Marokko?:

Wir haben das Hotelzimmer für 2 Nächte gebucht um uns etwas ausruhen zu können. Jetzt mussten wir aber Jan sein Reifen flicken. Hätten wir mal gewusst, dass ein 17" Schlauch auch auf ein 18" Rad passt... :D Nun ich bin in die Stadt nach Ifrane gefahren um Medikamente für mich zu Kaufen. Die Stadt ist, wenn man bereits seit fast 3 Wochen in Marokko ist schon sehr befremdlich, widerrum vertraut. Die Stadt ist anders als alle anderen Städte in Marokko in einen mitteleuropäischen Stil gebaut, teilweise fast wie eine Deutsche Vorstadt. Das ganze nur des in dem Gebiet vorhandenen Skitourismus wegen.

Nun haben in Marokko auch Sonntags die Geschäfte geschlossen, wir kannten das in der Türkei eben anders. -Muslimisches Land undso- So musste ich die Apotheke und eine Werkstatt die den Schlauch flicken kann, etwas suchen. Wie ich eine Apotheke gefunden habe, bin ich mit der Apothekerin ins Gespräch gekommen und konnte mich mit ihr gut austauschen, über Marokko, über sie und mich. So Arbeitet ein Bruder in Paris bei Alstom, der andere ist Professor an der Uni in Stockholm und wurde für seine Doktorarbeit vom Schwedischen König ausgezeichnet. Während sie mir absolut zustimmt, dass gerade die aufdringlichen Verkäufer und Scamer ein Grund sind, warum Touristen ein Schlechtes Bild vom Land bekommen. Auch der Umgang mit dem Müll ist im Land traurig. Manchmal sind wir eher über Trash-, als Dirtroads gefahren. Der Müll liegt überall herum, wird überall liegen gelassen und keinen Kümmert es. Während die Städte, sauber sind und am Rand eine Deponie haben - Die auch ab und an mal Brennt. Sie würde sich lieber wünschen, die Menschen würden den Müll nicht verteilen, sondern sammeln und am Dorfrand in einer Grube verbrennen. Das ist die bessere aller schlechten Optionen. So bin ich nach ca 30min im Gespräch wieder weiter. Aber nicht ohne langsam an der Apotheke vorbei zu fahren, da die Dame mein Motorrad sehen wollte 😀 Nun war die Suche nach jemand angesagt, der den Schlauch reparieren kann. Aber der war zum Glück auch schnell gefunden.
Also zurück, Rad ausbauen, Schlauch rausholen, hinbringen, zurück, und alles wieder zusammenbauen. Und schon war der Tag auch wieder vorbei.
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(Es wurde Aufgepasst, dass wir alles richtig machen)

Stage 22 - Langsam geht es Zurück:
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Es stellte sich so langsam das Gefühl ein, das es Heim geht. Weit haben wir es nicht mehr bis Tanger. Und so mussten wir uns umsehen was wir machen. Wieder zeigt sich, wir hätten die Zeit für Ouazazate gehabt. Nunja...
Nachdem wir noch einmal etwas Offroad durch den Nationalpark gefahren sind. Mit ein paar Kehrtwenden, weil Sackgasse oder zu Hart für uns, ging es Richtung Norden. Auf die andere Seite des ersten großen Stausees an dem wir am 1en Tag vorbei gefahren sind. Die Fahrt dahin war relativ Unspektakulär. Wir sind wieder durch Fes durch, aber ca 20km von der Medina entfernt, ein wenig Schotter und in einem Olivenhain, der in einer Sackgasse endete. Fotos haben wir natürlich keine. Jedenfalls war der Ort wo wir Drehen konnten, am Ende eines Steilen Singletrails nach der kurzen auffahrt, längs zum hang führt. Nun einfach in Fahrt bleiben, nicht anhalten, dann kann der Rechte fuß auch nicht in das leere treten. So haben wir es dann doch geschafft. Es hat mir manch Mut abverlangt ^^” Später als wir dann noch einmal am Straßenrand anhielten um unsere Unterkunft zu buchen, hatte ein entgegenkommender Mopedfahrer gewendet und vor uns gehalten. Er wollte einfach nur Fotos von mit uns machen. War das auch ein Kreuz im Adventure Bingo? :D
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Stage 23 - noch eine Medina!:
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Ich mag Altstädte, Kultur und wollte an den Atlantik! Also haben wir uns Assilah als letzte Station in Marokko aus gemacht. Jan hat noch ein Stück Offroad an einen Bergkamm herausgesucht. Es stellte sich heraus, dass es eine der vieeelen Dorfverbinungen Parallel zu einer Hauptstraße war. Aber wir fahren ja immer weiter. Doch es wurde auch mal Schlammig, bergauf und dann kam der Lehm. Da hat es mich dann gelegt. Da ich auf dem Lehm absolut keinen Grip hatte, wollte ich das Motorrad schieben, doch nach 20m konnte ich die Räder erstmal von selbigen befreien. Im Standgas Schiebend war das schon besser und nach wenigen Metern endete der Lehm. Wir kamen wieder auf die Straße und nach Ouazzane hinein. Eine quirlige Stadt, dessen Treiben ich mir gern angesehen hätte, aber wir wollten nach Assilah. Wir haben nur kurz Pause gemacht um ein Paar Äpfel zu holen. Während Jan einkaufen war, habe ich mein Motorrad vom Lehm befreit. Jan hat mich direkt Ausgeschimpft. 2Min später war auch jemand mit einer Schaufel, Besen und einer Mülltonne da und hat mein Dreck weg gemacht. Nun war es doch etwas Peinlich. Aber man(also ich) hat sich erkenntlich gezeigt.
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Und das ist nebenbei auch der Gegensatz zu den Dörfern. In den Städten achtet man auf Sauberkeit. Allerdings, sind das auch Bezahlte Arbeiter.
So ging es weiter. Jan hat überlegt, seit wir gesehen haben das es in Marokko Safran gibt, für seine Schwester einige Gewürze zu kaufen. Außerdem hat er sich in die Tajinen verliebt und sich überlegt ob er auch eine kaufen soll. So haben wir in irgendeiner Stadt am Markt angehalten und haben ein paar Gewürze eingekauft. Für die 2 Jungen Händler, war es das Geschäft des Tages.
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So sind wir weiter und ich habe Jan die Tajine immer schmackhafter gemacht während der Fahrt. Recht bald ergab es sich und wir haben an ca. 10-20 Verkaufsstände mit Tajinen am Straßenrand angehalten. Dann konnte Jan doch nicht mehr widerstehen. Ich habe mir aber auch eine kleine Bemalte eingepackt. :D
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So kamen wir dann nach Assilah. Eine sehr schöne kleine, ruhige und fast ohne aufdringliche Verkäufer gesegnete Medina. Wie ich erfahren habe wurde in Assilah auch Game of Thrones gedreht. Zum Glück schlachten die das nicht wie in Dubrovnik aus!
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Stage 24 - Auf nach Tanger:
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Es war nicht mehr weit nach Tanger, aber wir wollten die Motorräder eh noch Waschen lassen. Aufregend war die Fahr nun nicht. Nur das wir wieder an einem riesen Wochen oder gar Monatsmarkt vorbei gefahren sind.

Kurz vor Tanger, als wir was essen wollten, trafen wir noch einen Briten, mit seiner Royal Enfield und Anhänger. Wie sagte Asterix bereits, die Spinnen die Briten. Und er sollte recht behalten, der Herr war ein spezieller Kerl. :D
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Danach noch für 1,50€ die Motorräder gewaschen und ab ins Hotel. Im Hotel trafen wir dann einen Schweizer wieder, den wir auf der Fähre kennen gelernt haben. Selbstverständlich hat man sich ausgetauscht. So verbrachten wir den Abend bei überteuerten Bier und einem Putenschnitzel (also ich 😀) und haben uns Geschichten erzählt.

Stage 25 - Die Heimfahrt:

Nun heißt es Abschied nehmen. Wir mussten früh los, denn die Ausreise sollte nicht so einfach werden, wie die Einreise. Allein bis wir unsere Tickets hatten für die Fähre. -Warum geht das nicht Digital??- Anschließend ging es zum Zoll. Unsere Motorräder wurden Durchleuchtet und nach ewigen Warten standen wir dann vor der Fähre. Hier Warteten nun deutlich mehr Motorradfahrer, als wir auf dem Hinweg dabeihatten. Schnell kam man mit einigen ins Gespräch. So haben wir erfahren, dass manch unserer Entscheidungen die richtigen für uns waren.
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Mit 1 Std Verspätung ging es dann los. An Ibiza und Mallorca vorbei kamen sind wir 4 Std früher in Genua angekommen. Wir waren schnell vom Schiff und genauso schnell durch den Zoll durch. So ging es direkt auf die Autobahn. Auf der Autobahn wurde es frisch und es kündigte sich Regen an, nur leider hatte Jan seine Regenjacke auf dem Schiff vergessen, so dass ich ihn eine abgeben musste. Dazu kommt, dass 2 von 3 Jacken nicht 100% dicht sind. 🙁 So brauchte ich 2 Jacken, denn sowie wir aus dem Gotthardtunnel raus waren, waren es nur noch 5-8°C und Regen. Ursprünglich wollten wir bis Deutschland durchfahren, doch Dunkelheit, Regen und Kälte zwangen uns 40km vor Basel in ein Hotel. Das war das Teuerste von allen Hotels auf der Tour. Tags darauf waren es noch 550km, die ich auf der Autobahn bis nach Hause durch gefahren bin. Bei Mannheim trennten sich dann Jan und mein Weg leider. Jan fuhr weiter nach Idstein. So war ich 4,5 Wochen und ca 7000km Später wieder Zuhause.


Epilog:

Das war eine Reise, wie ich wohlmöglich nie vergessen werde. Für mich hat es sich bestätigt, dass der Wechsel von der Big auf die 650 die richtige Entscheidung für eine solche Reise war. (wer weis, vlt iwan mit der DRZ 4S 😶) Das Gewicht ist einfach trumpf! Wir waren fast die einzigen mit solch kleinen Motorrädern die wir gesehen haben .Sonst waren es nur 10.000 BMW GS, Tenere 700 und Afrika Twins. Auch das wir die Zelte zuhause gelassen haben, hat sich im Gewicht positiv ausgewirkt. Bei knapp 1050€ für 2 Personen und 4,5 Wochen Urlaub, 3,5 davon in Marokko, umso nachvollziehbarer.

Was mir aber umso mehr fehlt ist, Offroadfahrpraxis. Ich mach das nicht seit 20 Jahren, regelmäßig. Sondern seit 5 Jahren und zu selten. Also sollten wir wohl mal wieder nach Holland! Und evtl dort und woanders etwas TET fahren.

Marokko selbst, werde ich irgendwann noch einmal besuchen. Ich weiß nicht wann und wie. Aber auf jeden Fall mit einem Offroadtauglicheren Reifen. Noch weniger Gepäck und hoffentlich mehr Erfahrung auf unbefestigten Untergrund. Ich schätze das unser Offroadanteil von den 4500-5000km in Marokko bei 10-20% liegt. Das wäre Steigerungsfähig. Ich hoffe, dass sich das Land bis dahin entwickelt und besser mit seinem Müll umgeht. Das die Händler verstehen, Aufdringlichkeit bringt keine Zufriedenen Kunden.

Meine Highlights waren die Offroadtouren in den 2 Nationalparks, die Unterkunft in Tagoudit, die Fahrt über die 3 Pässe des Atlas nach Skoura, die Fahrt durch die Dünen, die Todraschlucht, die Medina der verschiedenen Städte, die abwechslungsreiche Landschaft und die zumeist super freundlichen Menschen.
Es gibt auch Negative seiten die man benennen muss, so ist der Umgang mit dem Müll echt ein Problem. Auch so manch aufdringlicher Händler. Aber wer hat nicht sein Päckchen zu tragen.
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In dem Sinne, Shukran und Merci fürs Lesen.

Edit: Achja und Jan hat derweil seine Tajine eingeweiht :D

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(Mitbringsel :D)
Zuletzt geändert von Alex1989 am 07.11.2024, 21:29, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Roland »

Schöne Tour, prima Bericht. Danke fürs Teilen!
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Lackmichel »

Schon sehr geil……. Meinen Neid habt ihr

Gruß Michel
Gestern stand ich vorm Abgrund..., heute bin ich ein Schritt weiter...

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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von MRGIEVER »

Hallo Alex,
dieser Reisebericht ist sehr schön verfasst. Ich finde ihn spitzenklasse. Vielen herzlichen dank für das Teilen.

LG
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Laccamira »

Klasse gemacht, danke.
Marokko ist bei mir schon lange auf der Bucket-List. Vielleiht klappt's ja 2025, spätestens 2026.
If you fall, I'll be there (Floor)
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Carsten »

Klasse Tour, tolle Erfahrungen! Schön, dass Du das mit uns teilst! :moto:
... beste Grüße aus dem sonnigen Süden von Berlin
Carsten
(Bekennender Spritzschutzträger. NEIN, ich werde ihn nicht abschrauben. Ist dran, bleibt dran!)
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Alex1989 »

Freut mich das es euch gefallen hat. Und danke das ihr euch die Zeit genommen habt, sich all das durch zu lesen. :D
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Aynchel »

Reiseberichte sind immer gerne genommen

ich hab hier noch ein paar liegen die ich nie fertig gestellt habe
denn es ist eine Sau- Arbeit die tägliche E-Mail mit den Stichpunkten an sich selbst auszuformulieren und mit Bilder zu versehen
Erfahrungswert :(

https://www.dropbox.com/home/Enduro%20U ... rlaub+.doc
Aynchel aus Meddersheim
_____________________________________________________________________________________________________________

ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Alex1989 »

Ich hab zwar Namensalzheimer, aber ich habe das aus dem Kopf, ohne Notizen geschrieben. :P Aber ich werde auch älter, also sollt ich vlt irgendwan auch mal Notizen machen. :hmm: :D

Der Link geht bei mir nicht. :hmm:
Aynchel
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Aynchel »

Wenn ich mir nicht täglich Notzen machen, die ich später ausschmucken kann, wird das bei mir nichts
Komme ja so nicht dazu die berichte alle fertigzustellen
Die 3 Wochen IoM und Schottland schimmel auch noch hier rum

Der oben stehende Link war die Tour rund um Tende
Hier noch ein link, leider mit toten Fotos

https://www.dr-big.de/forum/viewtopic.p ... de#p359500
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ich könnte die BIG auch mit 5,5l daher fahren, aber das wäre Spritverschwendung ;-)
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von kepho »

sehr schöner bericht. :good:
ich finde es gut wenn sich jemand zeit nimmt um seine reisen zu dokumentieren.

bis neulich hans
jedem die seine
und vergesst des schnaufn net
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von advancer »

Vielen Dank dafür auch von mir Alex :good:
:prost:
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von KahlBig »

Allein für das Curry würden viele diese Reise machen :gps:
Wo die Reifen nicht mehr greifen, müssen die Rasten tasten!
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Alex1989
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Alex1989 »

Heißt das, ich werde nie das Rezept bekommen und muss dafür immer in die Schweiz kommen? :hmm:
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Laccamira »

Hi Alex
Würdest du uns/mir die Routen zur Verfügung stellen?
mfg
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von KahlBig »

Alex1989 hat geschrieben: 17.11.2024, 21:12 Heißt das, ich werde nie das Rezept bekommen und muss dafür immer in die Schweiz kommen? :hmm:
Da war ja was. Kommt iwann nächste Woche :roll:
Wo die Reifen nicht mehr greifen, müssen die Rasten tasten!
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Re: Marokko 2024 - Viel Text - Viele Bilder -

Beitrag von Alex1989 »

Laccamira hat geschrieben: 18.11.2024, 12:30 Hi Alex
Würdest du uns/mir die Routen zur Verfügung stellen?
mfg
Vlt kann ich ein wenig was Rekonstruieren, aber hab keine GPS Tracks aufgezeichnet. Hast aber ne PN :)
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